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Kommentar

Handballclub Kriens-Luzern: Fleiss vor Talent

Bei den Handballern von Kriens-Luzern steht nun die Profi-Gangart an.
Roland Bucher, Handballreporter
Autoren-PorträtsRoli Bucher

Autoren-PorträtsRoli Bucher

Das Szenario trägt radikale Züge. Wer diese oder jene Trainingseinheit streichen möchte, weil es in der Schweiz – landesüblich – neben dem Handball auch noch ein zweites Leben (vorzubereiten) gibt, aber talentiert (Lengacher) oder routiniert (Willimann) mehr als beachtliche Leistungen über eine ganze Saison abruft, fällt bei Kriens jetzt aus den Traktanden. Ausgedeutscht: Fleiss vor Talent.

Den Schritt in den Professionalismus, der in der Schweiz mit durchschnittlichem Zuschaueraufmarsch von 500 Fans in der höchsten Handball-Liga ohnehin noch die Affiche des Papiertigers trägt, hat der HC Kriens-Luzern eher wenig geschmeidig, aber resolut und konsequent vollzogen. Der Verein verschenkt mit Willimann, einem soliden einheimischen Goalie, der viele Leute aus seinem Umfeld in die Halle lockte, und Lengacher, einem Top-Drei-Linksflügel in der Schweiz, einiges an Substanz.

CEO Nick Christen und Trainer Goran Perkovac stehen jetzt in der Verantwortung. Sie setzen mit der Flucht in die zurzeit noch eher öde Schweizer Profi-Handball-Landschaft alles auf eine Karte. Sticht sie nicht, droht dem Verein Unbill, womöglich auch neue Hürden im Zusammenhang mit dem ambitiösen Hallenprojekt.

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