Fortitudo geht unter

Gossaus Handballer müssen ins Playout. Sie verlieren das entscheidende Spiel auswärts gegen den RTV Basel 18:22. Kaltblütigkeit und Durchschlagskraft fehlen.

Daniel Good, Basel
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Zu oft bleiben die Gossauer (im Bild Lucius Graf, rechts) in der Basler Abwehr hängen. (Bild: Michel Canonica)

Zu oft bleiben die Gossauer (im Bild Lucius Graf, rechts) in der Basler Abwehr hängen. (Bild: Michel Canonica)

Tormöglichkeiten gab es genug für Gossau, um die NLA-Partie in Basel zu gewinnen. Aber in einem Spiel, in dem es um die Playoff-Qualifikation geht, muss die Chancenauswertung besser sein. Zwei Penaltys verschossen die Gossauer. Auch nach schnellen Gegenstössen reüssierten sie mehrfach nicht. Sie nutzten die Chancen nicht, sogenannt einfache Tore zu erzielen. Nur je neun Treffer pro Halbzeit reichen in der Regel nicht für einen Sieg.

Deshalb geht es für Fortitudo ab dem 20. April im Playout über maximal fünf Spiele gegen den Abstieg aus der höchsten Liga. Gegner ist GC Amicitia. Das Heimrecht im ersten Spiel haben die Zürcher, die gestern auswärts gegen Kriens-Luzern 24:28 verloren. Die Gossauer beendeten die Abstiegsrunde auf dem letzten Platz der Tabelle. Vor einem Jahr hatten sie sich zum ersten Mal für das Playoff qualifiziert.

Die Gossauer Tugenden leben auch in Basel

Anstelle Gossaus spielt Aufsteiger Basel im Kreis der besten Schweizer Teams. Der Basler Regisseur Bruno Kozina stand auch schon in Gossau unter Vertrag, wurde aber zu teuer. Bester Torschütze Fortitudos war Lucius Graf, der gefährlichste Angreifer der Liga in der vergangenen Saison. Für sieben Treffer benötigte er aber 13 Versuche.

Mit ihren typischen Tugenden warteten die Gossauer auch in Basel auf. In Führung lagen sie nie, dafür mehrmals mit fünf oder mehr Toren im Rückstand. Aber Fortitudo gab nie auf und kämpfte sich in der Schlussphase auf 18:20 heran. Ein fragwürdiger Entscheid der Schiedsrichter liess die Chance platzen, auf 19:20 zu verkürzen. Eine starke Partie zeigte der junge Kaj Stokholm, der in der zweiten Halbzeit den angeschlagenen Stammgoalie Ronan Le Peillet vertrat. Der Sohn des Frauenfelder Stadtpräsidenten, der im Winter aus der 1. Liga zu Gossau stiess, zeigte mehrere starke Paraden.