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FRAUEN: Fähndrichs Vorbereitung verläuft wunschgemäss

Frauen Dem Bild einer topfitten Athletin hat Nadine Fähndrich aus Eigenthal vor zehn Tagen beim Medientermin von Swiss-Ski in Davos nicht entsprochen: rote Augen, gläserner Blick, triefende Nase. Sie hatte sich letzte Woche stark erkältet. Es wurden Anpassungen im Trainingsalltag nötig. Und so kündigte sie an: «Die internen Testrennen dieses Wochenendes in Davos lasse ich sausen.» Es mache keinen Sinn, jetzt etwas zu erzwingen, sagt sie.

Es handelt sich um eine Momentaufnahme. Dem eigentlichen Grundgefühl der 22-Jährigen vom Skiclub Horw widerspricht diese aber komplett. Die Vorbereitung zuvor verlief wunschgemäss. Keine krankheitsbedingten Aussetzer, keine Verletzung hatte sie hinzunehmen. Vielmehr konnte sie ihr Trainingsprogramm «voll durchziehen». Sie steigerte die Umfänge, setzte zusätzliche Akzente in der Intensität. Und unter dem neuen Schweizer Frauentrainer Peter von Allmen gelangen technische Feinjustierungen. «Ich habe den Körperschwerpunkt nach vorn verschieben können», sagt sie. Sowohl auf die freie wie auf die klassische Technik bezieht sich diese Veränderung. Eine Folge davon: «Das Timing des Armeinsatzes gelingt harmonischer.»

Das Verinnerlichen dieser Korrekturen war für die Aufsteigerin der letzten Saison nicht einfach. «Ich benötigte Zeit, bis ich das Wesentliche intus hatte und nutzen konnte», sagt sie. Zeit, bis «alles automatisch ablief». Anspruchsvoll war’s vor allem im Gelände. Konzentration, intensives Videostudium so­­wie unzähliges Üben bildeten ­­­die Voraussetzungen. Von «100000 Mal» spricht Fähndrich. Sie erhofft sich nun, effizienter und ruhiger zu laufen. Diese technische Basis stimmt sie zuversichtlich – trotz zwischenzeitlich gesundheitlichem Rückschlag. Sie strebt die Olympia-Qualifikation für Pyeongchang an. Verlangt dazu ist eine Weltcup-Klassierung in den besten 15 oder alternativ zwei in den Top 25. «Diese Vorgabe scheint mir realistisch», sagt sie, die letzten Winter an der Tour de Ski einmal auf Platz 4 in einem Distanzrennen lief und im Sprint einmal Platz 5 erreichte. Im Sprint wie in den Distanzrennen rechnet sie sich gute Chancen aus.

Support des Nationalcoaches

Und ein zweites, untergeordnetes, aber ebenfalls reizvolles Ziel bieten die U23-Weltmeisterschaften. Ende Januar/Anfang Februar finden diese im Goms statt. «Wenn ich diese Rennen in mein Vorbereitungsprogramm auf Olympia integrieren kann, würde dieser Termin perfekt passen», sagt sie. Um die Medaillen mitlaufen müsste für sie, die U23-WM-Silbermedaillen-Gewinnerin des vorletzten Winters, die Vorgabe darstellen.

Die Resultate der Vergangenheit sollten bei Nadine Fähndrich nur zweitrangig herangezogen werden. Denn: «Nadine hat im Sommerhalbjahr Riesenschritte gemacht.» Dies ist die Überzeugung von Nationalcoach von Allmen. Er verweist vor allem aufs Technische. Er ist überzeugt: «Nadine kann noch bessere Leistungen zeigen als im vergangenen Winter.» Er streicht die Allrounder-Qualitäten wie die Perfektionierung der Technik hervor. Er sagt: «Wenn es Präferenzen gibt: der Sprint im Skating, die Distanzrennen klassisch.» Er sieht Fähndrich auf «einem guten Weg zur kompletten Langläuferin». Neben Laurien van der Graaff und Nathalie von Siebenthal bildet sie derzeit das Nationalmannschaftskader bei den Frauen.

Jörg Greb

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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