FRAUEN: Frauen erobern die Laufsportanlässe

Anita Suter (19) läuft in der Frauenkategorie. Die Hünenbergerin steht stellvertretend für den Laufboom bei den Frauen, der über den Stadtlauf hinausgeht.

Jörg Greb
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Der Trend zum Laufen nimmt bei den Frauen, hier Sara Lämmli (3761) aus Beinwil und die Kernserin Anna Indergand (3732), ständig zu. (Bild Boris Bürgisser)

Der Trend zum Laufen nimmt bei den Frauen, hier Sara Lämmli (3761) aus Beinwil und die Kernserin Anna Indergand (3732), ständig zu. (Bild Boris Bürgisser)

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Fabienne Schlumpf (links) und Karolina Jarzinska beim Elite Rennen der Frauen (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Bernard Matheka (links 4), Tadesse Abraham (mitt3 12) und der spätere Sieger Patrick Mugur Ereng (rechts 1) beim Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
EM Maskottchen Cooly mit Tadesse Abraham nach dem Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Tadesse Abraham (mitte) beim Elite Rennen der Männer (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Der spätere Sieger Patrick Mugur Ereng (links 1) und Bernard Matheka (rechts) beim Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Tadesse Abraham (rechts) beim Elite Rennen der Männer (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Tadesse Abraham am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Spitzenfeld beim Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Evelyne Dietschi, Flavia Stutz und Anja Rüdisüli (von links) auf dem Podium nach dem Nachwuchselite Rennen der Frauen am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Patrick Mugur Ereng gewinnt das Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Millyon Habtemariam, Adrian Müller und Romain Lüscher (von links) auf dem Podium nach dem Nachwuchselite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Bernard Matheka, Patrick Mugur Ereng, Tadesse Abraham (von links) auf dem Podium nach dem Elite Rennen der Männer am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Beatrice Chepkoech, Cynthia Kosgei und Maryanne Wanjiru (von links) auf dem Podium nach dem Elite Rennen der Frauen am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Die Spitzengruppe beim Elitelauf der Männer auf dem Kapellplatz Luzern angeführt von Frederick Ngeny (links 10) und Bernard Matheka (rechts 4) am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Fabienne Schlumpf am Elite Rennen der Frauen (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Daniel Lustenberger, Sieger Männer M20, am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Ueli Koch, Sieger Männer M30, am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Daniel Lustenberger, Sieger Männer M20, am Luzerner Stadtlauf (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Flavia Stutz (rechts) gewinnt das Nachwuchselite Rennen der Frauen (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Flavia Stutz (rechts) gewinnt das Nachwuchselite Rennen der Frauen (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Flavia Stutz gewinnt das Nachwuchselite Rennen der Frauen (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Forsch reihte sie sich an der Starlinie ein – ganz vorne, inmitten der Ambitioniertesten. «Vollgas geben am Anfang und eine gute Position erkämpfen», erklärte die 19-jährige Zugerin später, «das mag ich, das motiviert mich.» Etwa, wenn andere, besser trainierte Läuferinnen aufschliessen und gar vorbeiziehen. Oder wenn nach der ersten Runde das Ziel vor Augen erscheint und die Läuferschlange nach links auf die zweite Runde abbiegen muss. Da kann es auch Anita Suter durch den Kopf schiessen: «Oje, warum nur?» Rasch versteht sie auch da, sich wieder aufzubauen. Keine Spur von Resignation.

Mit ihrem positiven Denken erreichte die Arztgehilfin den beachtlichen 40. Rang unter den 132 Klassierten in der jüngsten Kategorie. Und das, obwohl sie sich nicht als ambitionierte Läuferin bezeichnet. Zweimal die Woche schnürt sie in der Regel die Laufschuhe, meist am Wochenende. Für sich allein begibt sie sich dann nach draussen. Und sie schätzt beispielsweise das Laufen entlang der Reuss: «Da kann ich alles vergessen, völlig entspannen und muss nichts denken.» Dass da auch ein gewisses Talent schlummert, beweist auch die Zeit. In 17:33 Minuten bewältigte Anita Suter die 3,87 km lange Strecke. Sie erreichte einen Kilometerschnitt von 4:32 Minuten. Dieser liegt nicht ganz eine Minute über jenem von der Kategorien- und Tagessiegerin Andrea Meier und illustriert den Unterschied zwischen einer ambitionierten Athletin und einer Freizeitläuferin.

Die jungen Frauen kommen

In Bezug auf das Laufen denken immer mehr junge Frauen ähnlich wie Suter. Die Meldezahlen des Luzerner Stadtlaufs untermauern dieses Denken. Bis wenige Stunden vor Start war die Kategorien der jüngsten Frauen (18–29 Jahre) zahlenmässig die grösste. Grösser als sämtliche Männerkategorien. Nur dank etlicher Nachmeldungen zog die Kategorie der 40–49-jährigen Männer noch vorbei. Trotzdem. Zufällig ist der grosse Zuspruch des weiblichen Geschlechts nicht. Vielmehr entspricht das einem Trend. In der Schweiz, primär bei kürzeren Distanzen, im Ausland auch bei den grossen Marathons.

Als Paradebeispiel dient das Kurzdistanzrennen des Grand Prix von Bern, dem grössten Schweizer Volkslauf, der am kommenden Samstag über die Bühne geht. Seit zehn Jahren treten in der Bundeshauptstadt mehr Frauen als Männer über die 4,7 Kilometer an, noch nicht aber über die von Hauptdistanz von 16,1 Kilometer. Das könnte sich bald ändern. Noch Eindrücklicheres punkto Frauenanteil zeigen nämlich die Teilnehmerstatistiken der grossen Marathons, vor allem in den USA. In Orlando und Portland etwa war der Frauenanteil letztes Jahr über 50 Prozent. Und auch am Vorzeigemarathon in New York laufen mehr als ein Drittel Frauen (39 Prozent). Europa hinkt diesbezüglich noch hinterher, macht aber Boden gut. So weist die Grossveranstaltung London einen Frauenanteil von 37 Prozent auf, Berlin einen von 24,5 Prozent.

Die Schweiz verfügt diesbezüglich über Aufholpotenzial. Der Zürich Marathon ist bei 19,7 Prozent angelangt, der Jungfrau-Marathon bei 22,7 Prozent. Doch gerade Werte wie in Luzern deuten darauf hin, dass dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Das sieht auch Laufsport-Fachmann Heinz Schild, der die Szene seit Jahren intensiv verfolgt: «Die Frauen haben den Langstreckenlauf entdeckt und sind massgeblich für den aktuellen Laufboom verantwortlich, auch bei uns in der Schweiz.»

Die 19-jährige Anita Suter aus Hünenberg ist bestes Beispiel dafür.