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Fringer wehrt sich seit Jahren gegen Constantin

Meinungsverschiedenheiten Rolf Fringer konnte unserer Zeitung gestern kein Interview geben. Mit Fringers Arbeitgeber Teleclub und dessen Besitzerin Swisscom ist aus juristischen Gründen abgemacht, dass er zur Attacke von Christian Constantin keine Auskunft gibt. Einzige Ausnahme soll das Schweizer Fernsehen sein, bei dem Fringer vormals als Fussballexperte tätig war. Doch aus zahlreichen Gesprächen mit Fringer ist dem Schreibenden das schon seit Jahren belastete Verhältnis mit Sion-Präsident Constantin bekannt.

Zudem erzählen Weggefährten von Fringer, wie es dem einstigen Meistertrainer von Aarau und GC nach der Attacke von Constantin geht. Was Fringer bereits andeutete, bestätigen sie: Er soll gestern, am Tag danach, mit einem Brummschädel aufgestanden sein. Die Ohrfeigen von Constantin, die man im Video gegen den am Boden liegenden Fringer erkennen kann, sollen nur ein Teil des ganzen Angriffs gewesen sein. Constantin habe über 30 Sekunden lang auf Fringer eingeschlagen. Ausserdem soll es Fusstritte ans Hinterteil und in die Rippen gegeben haben. Kolportiert wird ausserdem, dass Präsidentensohn Bartholomé Constantin kurz vor der Attacke des Vaters Fringer massiv bedroht haben soll.

Constantin fühlt sich durch Fringers Kritik diffamiert

Diffamiert und in seiner Persönlichkeit angegriffen fühlte sich Christian Constantin zuletzt durch die Sendung «Kick-off» von Teleclub Zoom, die zwei Tage vor dem Spiel Lugano gegen Sion und dem Ausraster ausgestrahlt wurde. Fringer sass mit dem jungen Ex-Profi Benjamin Lüthi (28) im Studio. Die beiden ­Experten machten Constantin für ­das sensationelle Cup-Aus von Sion am Samstag gegen Erstligist Stade Lau­sanne-Ouchy hauptverantwortlich. Grund: weil er zu viel Druck auf Trainer Paolo Tramezzani ausübe, der viele neue Spieler integrieren müsse. Fringer sprach schonungslos aus, was allgemein bekannt ist: «Constantin hat keine Geduld mit seinen Trainern, er ist ein Narzisst, der nur an sich selbst denkt.» Und: «Nicht einmal vor Weltmeister Gattuso zeigte er Respekt.» Fringer sagte klipp und klar, warum Sion trotz stets guter Mannschaft in der Meisterschaft schon lange keine wichtige Rolle mehr spielt: «Weil Constantin immer mit hausgemachten Problemen für Unruhe sorgt.»

Streit reicht weit zurück

Für Constantin dauert der Streit mit Fringer schon seit dem Cup-Halbfinal 2009 zwischen Luzern und Sion an. Fringer hatte damals Constantin gemassregelt, weil er von aussen den Schiedsrichter zu beeinflussen versuchte. Der Sion-Boss sei sich gar nicht gewohnt, dass sich ihm jemand in den Weg stelle, wies der damalige FCL-Trainer auf die Problematik hin. Fringer stört sich daran, wie Constantin seine Trainer behandelt. «Sie sind für ihn Freiwild. Ich machte mich dagegen für die Trainer stark.» Die Meinung geigte er Constantin auch als FCL-Sportchef, als dieser 2015 Marco Schneuwly mit einem Traumvertrag nach Sion locken wollte. Heute spielt der Stürmer für Sion.

Gemäss Teleclub wird Fringer am Wochenende nicht im TV-Einsatz stehen, mindestens eine Woche soll er sich erholen. Danach wolle er aber wieder als Experte arbeiten. Wie Fringer und sein Arbeitgeber juristisch gegen Constantin vorgehen wollen, steht noch nicht fest.

Daniel Wyrsch

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