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Fünf Leaderinnen für die Schweizer Nati

Die Schweizer Fussballerinnen starten heute in die EM-Qualifikation. Diese Spielerinnen sollen den Ton angeben.
Raphael Gutzwiller

Der Frauenfussball stand in diesem Sommer während der Weltmeisterschaft in Frankreich in einem so grossen Schaufenster wie noch nie. Den Schweizerinnen aber blieb nur die Zuschauerrolle auf dem heimischen Sofa. Das wollen sie im Hinblick auf die Europameisterschaft 2021 in England ändern.

Heute startet das Frauen-Nationalteam um 19 Uhr in Schaffhausen in die EMQualifikation. Damit gilt es für den neuen Nationaltrainer Nils Nielsen erstmals ernst, ein Sieg ist gegen Aussenseiter Litauen Pflicht. Die weiteren Gegner in der Schweizer Gruppe heissen Belgien, Kroatien und Rumänien. Wir stellen fünf Leaderfiguren vor, die das Schweizer Nationalteam an die EM 2021 in England führen sollen.

Ramona Bachmann

Ramona Bachmann (Bild: Keystone)

Ramona Bachmann (Bild: Keystone)

Ohne Frage ist die routinierte Torjägerin eine der Teamleaderinnen des Schweizer Nationalteams. In 102 Länderspiele hat die 28-jährige schon 45 Tore erzielt. Wie wichtig die Chelsea-Stürmerin in Topform für die Schweiz ist, zeigte sich im vergangenen Herbst in der WM-Qualifikation. Im letzten Gruppenspiel gegen Polen liess sie ungewohnt viele Chancen verstreichen, daraus resultierte ein 0:0, was nicht zur direkten Qualifikation reichte. Und im Playoff-Spiel gegen die Niederlande fehlte ihre Kreativität bei der 0:3-Niederlage wegen einer Sperre schmerzlich. Im Rückspiel sorgte sie immerhin für ein wenig Hoffnung, als sie erst durch ein Notbremse-Foul gestoppt werden konnte und die Schweiz so in Überzahl spielen konnte. Zu mehr als einem 1:1 reichte es dennoch nicht. In letzter Zeit stand Bachmann wegen ihrer Beziehung mit der derzeit verletzten Nati-Mitspielerin Alisha Lehmann im öffentlichen Fokus. Jetzt will die Stürmerin wieder für Aufsehen auf dem Platz sorgen.

Ana-Maria Crnogorcevic

Ana-Maria Crnogorcevic (Bild: Keystone)

Ana-Maria Crnogorcevic (Bild: Keystone)

53 Tore in 113 Länderspielen hat die Frau mit dem komplizierten Nachnamen schon erzielt. Ein einziger Treffer fehlt ihr noch zur alleinigen Rekordtorschützin. Dennoch spielte die 28-Jährige unter Martina Voss-Tecklenburg häufig als Aussenverteidigerin. Es wird interessant zu sehen sein, wo die Spielerin von den Portland Thorns unter Nielsen aufläuft. Crnogorcevic ist sich bewusst, dass sie spätestens seit dem Rücktritt von Lara Dickenmann zu den Leaderinnen zählt. «Ich sehe mich als Führungsspielerin und übernehme gerne mehr Verantwortung im Team.»

Gaëlle Thalmann

Gaëlle Thalmann (Bild: Keystone)

Gaëlle Thalmann (Bild: Keystone)

Auch in der neuen Kampagne bleibt Thalmann die Nummer Eins im Schweizer Tor. Die 33-jährige Zürcherin wechselte in diesem Sommer von Sassuolo zurück in die Schweiz zu Servette. In der Vergangenheit hat sich bei ihren Auftritten im Nationalteam Licht und Schatten abgewechselt, insbesondere ein Patzer an der EM 2017 bleibt in Erinnerung. Gesetzt ist sie für die EM-Quali-Kampagne beim neuen Trainer Nielsen dennoch. Doch die Konkurrenz wächst. Insbesondere die 19-jährige Elvira Herzog, die neu in Köln spielt, gilt als grosses Goalietalent.

Noëlle Maritz

Noëlle Maritz (Bild: Keystone)

Noëlle Maritz (Bild: Keystone)

Zwar ist Maritz erst 23 Jahre alt, dennoch zählt die Aussenverteidigerin des VfL Wolfsburg bereits zu den Erfahren im Schweizer Team. 74 Länderspiele hat Maritz absolviert, für das Topteam Wolfsburg stand sie schon über 100 Mal auf dem Feld. Die Spielweise der Abwehrspielerin ist unspektakulär, ruhig und abgeklärt. Sie sieht sich immer mehr als Leaderin des Schweizer Teams. «Die Mischung stimmt. Wir haben ein junges Team mit viel Talent, dazu kommen auch einige Erfahrene.» Sie selber sieht sich schon bei Letzteren und sagt: «Ich will vorangehen.»

Lia Wälti

Lia Wätli (Bild: Keystone).

Lia Wätli (Bild: Keystone).

Egal, wen man rund ums Schweizer Frauenteam fragt: Der Ausfall von Lia Wälti für das heutige Länderspiel gegen Litauen wiegt schwer. Wegen einer Knieverletzung kann die 26-jährige Langnauerin nicht mittun, dennoch rückte sie für dieses erste wichtige Spiel ins Nati-Camp ein. Die zentrale Mittelfeldspielerin des englischen Meisters Arsenal hat eine herausragende Saison hinter sich, wäre auch für die Schweiz enorm wichtig. «Unser Spiel läuft in erster Linie über Lia. Für uns ist sie unersetzbar», sagt etwa Nati-Kollegin Ana-Maria Crnogorcevic.

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