Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Für den Ex-FCL-Assistenten von Babbel gilt: Nichts blieb im Rahmen

Patrick Rahmen war bis vor anderthalb Jahren FCL-Assistenztrainer von Markus Babbel. Heute Mittwoch (19 Uhr) kehrt er mit dem FC Aarau zum Testspiel in die Swisspor-Arena zurück. Mit dabei sind fünf Ex-Luzern-Profis.
Daniel Wyrsch
Aarau-Trainer Patrick Rahmen (Mitte) im Training mit Nicolas Schindelholz (links) und Markus Neumayr. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus, Aarau, 22. Juni 2019)

Aarau-Trainer Patrick Rahmen (Mitte) im Training mit Nicolas Schindelholz (links) und Markus Neumayr. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus, Aarau, 22. Juni 2019)

Am Montag sagte Patrick Rahmen zu seinem Team im Hinblick auf den Testmatch von heute in Luzern: «Wir kehren zurück an unsere alte Wirkungsstätte.» Die Ansage hatte nicht dem gesamten Kader des FC Aarau gegolten, aber immerhin ihm und fünf seiner Spieler. Markus Neumayr, Marco Schneuwly, Nicolas Schindelholz, Jérôme Thiesson und Elsad Zverotic haben eine Luzerner Vergangenheit. Ausser Schindelholz, der in der Saison 2017/18 wegen einer hartnäckigen Verletzung nur wenige Partien für den FCL bestritt, haben die anderen vier Profis ihren Fussabdruck bei den Blauweissen hinterlassen.

Auch Trainer Patrick Rahmen (50) hat hier Spuren hinterlassen. Rund zwei Jahre arbeitete der Basler beim FCL als Assistenzcoach von Markus Babbel. Anfang Januar 2018 war Schluss, nachdem der deutsche Cheftrainer seinen vorzeitigen Abgang provoziert hatte, musste Rahmen ebenfalls ein halbes Jahr vor Vertragsende gehen. Luzern-Sportchef Remo Meyer begründete damals, dass Rahmen mit Babbel ein enges Trainerteam bildete und er einen Neuanfang wollte.

Rahmen war es auch, der dem FCL preiswerte Teamplayer vermittelte. Pascal Schürpf, Simon Grether und Lucas Alves kamen und sind immer noch dabei. Sie zählen weiterhin zu den Spielern, auf deren kämpferische Einstellung sich der aktuelle Cheftrainer Thomas Häberli verlassen kann.

Harmonische Beziehung zu FCA-Sportchef Burki

Patrick Rahmen freut sich auf das Wiedersehen mit seinen früheren Schützlingen: «Das ist schon etwas Spezielleres, wenn wir ein Testspiel in der Swisspor-Arena bestreiten, als wenn wir irgendwo bei einem anderen Verein antreten. Ich kenne noch einige FCL-Spieler. Neben Schürpf, Grether und Alves sind auch Christian Schneuwly und David Zibung immer noch dabei.»

Rahmen selbst hat nach der Auszeit von knapp sechs Monaten vor einem Jahr das Cheftraineramt beim FC Aarau übernommen. In der vergangenen Saison hat er mit dem FCA so viel erlebt, dass man ohne zu übertreiben feststellen kann: Bei Rahmen ist nichts im Rahmen geblieben.

Die Aarauer starteten in der Challenge League mit null Punkten aus sechs Partien. «Von der Dynamik her waren das besondere Spiele», sagt Rahmen im Rückblick, «von diesen sechs Begegnungen hätten wir drei gewinnen müssen.» Aussergewöhnlich war, dass Rahmen trotz der langen Negativserie Aarau-Trainer blieb. Heute sagt er dazu: «Die Zusammenarbeit mit Sportchef Sandro Burki ist immer eng gewesen, wir haben stets die gleiche Sprache gesprochen. So konnten wir gemeinsam aus der Baisse finden.»

Der FCA schaffte das schier Unmögliche, von letzten Rang gelang der Sprung auf Rang 2. Die Aarauer qualifizierten sich für die Barrage gegen den Super-League-Verein Xamax. Der Rest ist bekannt: Nach einem 4:0 in Neuenburg verlor Aarau zu Hause 0:4 und verpasste den Aufstieg schliesslich im verlorenen Penaltyschiessen hauchdünn. Rahmen bringt das Rückspiel kurz und prägnant auf den Punkt: «Wir haben sicher nicht alles richtig gemacht, müssen uns alle an der Nase nehmen. Ein Penalty und zwei Eckbälle führten zum 0:3, taktisch waren wir nicht unterlegen – und auch nicht überheblich. Xamax hatte klar mehr erfahrene Abwehr-Profis.»

Kurz danach sprach alles dafür, dass Rahmen neuer Trainer des FC Basel wird. Bis FCB-Sportchef Marco Streller überstimmt wurde und zurücktrat. Rahmen: «Als Ur-Basler wäre ich gerne FCB-Trainer geworden, das hätten in Aarau alle verstanden.» Und: «Nun ist es anders gekommen. Aber da ich einen guten Job habe, ist die Sache nicht so tragisch.» Er freue sich auf die neue Saison. «Mit Lausanne und GC zählen wir zu den Gejagten.»

Test für Videobeweis bei FCL - Aarau in Swisspor-Arena

Die Super-League-Vereine sind verpflichtet, einmal in der Vorbereitung in ihrem Heimstadion den VAR zu testen. Beim FC Luzern ist es heute Mittwoch im Testspiel gegen den FC Aarau so weit. Der Video­assistent für die Schiedsrichter wird getestet.

Der FCL öffnet die Haupttribüne für die Zuschauer. Erwachsene zahlen 15 Franken Eintritt, Kinder unter 16 Jahren und Abo-Karteninhaber (falls Abo-Card noch nicht erhalten, ID vorweisen) haben Gratiseintritt. (dw)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.