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2:3-Niederlage gegen Lugano: Schwache Defensive kostet den FC Luzern dringend benötigte Punkte

Die Luzerner Abwehr zieht einen schwachen Nachmittag ein: Der FC Luzern verliert gegen Lugano mit 2:3. Die FCL-Torschützen heissen Ugrinic und Sorgic, der per Penalty trifft.

Pascal Studer
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Die FCL-Startaufstellung

Beim FC Luzern kehren Filip Ugrinic nach seiner Sperre, Christian Gentner nach seiner Krankheit und Samuele Campo nach seiner leichten Blessur am Knie in die Startelf von Fabio Celestini zurück. Überraschend: Lorik Emini, der im Wallis gegen Sion per Penalty den Ausgleich erzielte, sitzt zu Beginn der Partie nur auf der Bank.

Die Tore

4. Minute: Ein hoher Ball aus dem Lugano-Mittelfeld düpiert die FCL-Abwehr. Zan Celar läuft zur Grundlinie, passt zurück auf Asumah Abubakar. Dieser hat Zeit und schiebt flach zum 0:1 ein. Nach kurzer Verwirrung wegen eines möglichen Abseits zählt der Treffer.

Asumah Abubakar jubelt für Lugano nach seinem frühen Treffer.

Asumah Abubakar jubelt für Lugano nach seinem frühen Treffer.

Bild: Urs Flüeler / Keystone

21. Minute: Gentner spielt einen öffnenden Pass aus dem Mittelfeld, Cumic macht eine schönen Finte und spielt nach links auf Filip Ugrinic. Dieser schliesst mit einem Flachschuss toll ab – via Pfosten geht der Ball ins Tor.

Die Luzerner bejubeln den Ausgleich von Filip Ugrinic.

Die Luzerner bejubeln den Ausgleich von Filip Ugrinic.

Bild: Martin Meienberger / Freshfocus

34. Minute: Nach einem simplen hohen Ball aus dem Halbfeld steht die FCL-Abwehr schlecht. Marco Burch geht unnötig zu Boden, Zan Celar nimmt dankend an und netzt zum 1:2 ein. Das war schlecht verteidigt.

Zan Celar nach seinem Tor zur erneuten Lugano-Führung.

Zan Celar nach seinem Tor zur erneuten Lugano-Führung.

Bild: Urs Flüeler / Keystone

45. Minute: Kurz vor der Pause ein weiterer Nackenschlag für die Luzerner. Eine Flanke von Facchinetti kommt über Umwegen zu Zan Celar, der den Ball im Fünfmeterraum zum 1:3 über die Linie drückt – und somit ein Doppelpack schnürt.

Da liegt der Ball zum dritten Mal im Luzerner Tor.

Da liegt der Ball zum dritten Mal im Luzerner Tor.

Bild: Urs Flüeler / Keystone

72. Minute: Nach einem Gerangel im Lugano-Strafraum zeigt Schiedsrichter Alain Bieri auf den Punkt. Captain Dejan Sorgic verwandelt den Elfmeter sicher ins rechte ober Eck. Es ist das erste Saisontor des Stürmers.

So lief das Spiel

Bereits in der zweiten Minute findet der FC Lugano erstmals in den Strafraum des FCL – nach einer Finte wird Mattia Bottanis Schuss aber geblockt. Auch nachher bleibt Lugano die stärkere Mannschaft, presst jeweils früh, lässt den Ball gut laufen. Dann liegt der Ball bereits erstmals im Tor, aber der Treffer zählt nicht. Oder doch? Nach einer kurzen Verwirrung wird das Tor des ehemaligen Kriensers Asumah Abubakar gegeben. Die Vorarbeit leistet Zan Celar. Dem FCL misslingt damit den Start ins Spiel ordentlich.

Auch nachher schleichen sich viele Ungenauigkeiten ins Spiel der Luzerner ein. Nach zwölf Minuten dann die erste nennenswerte Offensiv-Aktion, der Kopfball von Sorgic nach einer Flanke von Campo misslingt allerdings. Die Luzerner versuchen es über den Kampf, hadern aber regelmässig mit dem Schiedsrichter. Doch der FCL findet immer besser ins Spiel, auch wenn die zündende Idee noch fehlt. Nach einem Eckball kommt Silvan Sidler an den Ball, schiesst aus 25 Metern – eine leichte Beute für Lugano-Hüter Sebastian Osigwe. Dann trifft Ugrinic zum verdienten Ausgleich.

Nach dem Treffer sind die Luzerner klar spielbestimmend, drängen die Luganesi in die Defensive. In der 32. Minute kombiniert sich die Mannschaft von Fabio Celestini schön in den Strafraum, doch Sorgic schiesst über das Tor. Auch der Abschluss von Ugrinic zwei Minuten später findet nicht den Weg ins Netz.

Dann der Schock: Aus dem Nichts erzielt Lugano den erneuten Führungstreffer. Doch der FCL fängt sich schnell wieder, kommt nach einem Handspiel von Abubakar zu einem Freistoss aus toller Distanz, aber Campo schiesst in die Mauer. Der FC Luzern bleibt die offensivere Mannschaft, aber Lugano macht die Tore. So auch in der 45 Minute. Das 1:3 von Bottani kurz vor der Pause ist wieder schlecht verteidigt – und Gift für die Luzerner.

Celestini kann mit diesem Resultat nicht zufrieden sein – aber beide Mannschaften kommen unverändert in die zweite Halbzeit. Wer nach der Pause ein Luzerner Feuerwerk erwartet hat, wird enttäuscht. Vielmehr reibt sich das Heimteam an der tief stehenden Lugano-Abwehr auf. Teilweise besteht die hinterste Abwehrreihe aus sechs Spielern. Celestini reagiert, bringt in der 58. Minute Tasar, Schulz und Farkas. Grether, Campo und Cumic gehen. Auch Lugano wechselt: Für Torschütze Abubakar kommt Stefano Guidotti.

Die Wechsel bringen nicht sofort die nötigen Impulse – Luzern bleibt ungefährlich. Ausser ein paar harmlose Abschlüsse bringt der FCL nichts wirklich Nennenswertes zustande. Das Spiel plätschert dahin, bis in der 71. Minute Schiedsrichter Alain Bieri nach einem FCL-Eckball auf den Punkt zeigt. Sorgic verwandelt sicher. Der Startschuss für eine Aufholjagd?

Jetzt ist Zunder in der Partie. Luzern ist klar dominant, vor allem Schulz ist ein belebendes Element im Angriffsspiel. Auch Ugrinic ist stark. Doch Lugano hält dagegen, verteidigt gut. Von einer lauten Fankurve angefeuert, schnüren die Luzerner die Luganesi regelrecht ein. Ein Unterbruch – der eingewechselte Farkas fällt verletzt aus – bringt den FCL kurz aus dem Rhythmus.

Die Zentralschweizer drücken in der Schlussphase weiter auf den Ausgleich, müssen sich aber ein paar Mal auskontern lassen. Vor allem der wirblige Amoura ist ein Unruheherd. In der 90. Minute rettet Lugano nach einem FCL-Eckball zweimal auf der Linie. In der Nachspielzeit schiesst Tasar aus 20 Metern. Auch hier pariert Lugano-Keeper Osigwe. Letztlich reicht es dem FCL nicht: Eine schwache Defensive bricht dem FC Luzern in der ersten Halbzeit das Genick.

Matchbericht

Tore im Video

Video: Tele 1

FCL-Reaktionen

Varol Tasar nach dem Spiel:

PilatusToday

Marvin Schulz nach dem Spiel:

Video: PilatusToday

FCL-Noten

Liveticker zum Nachlesen

Telegramm

Luzern – Lugano 2:3 (1:3)
Swisspor-Arena. – 8218 Zuschauer. – SR Bieri.
Tore: 3. Abubakar (Celar) 0:1. 21. Ugrinic (Cumic) 1:1. 35. Celar (Lovric) 1:2. 45. Celar (Lavanchy) 1:3. 72. Sorgic (Foulpenalty) 2:3.
Luzern: Vasic; Sidler, Burch, Badstuber, Grether (59. Farkas, 80. Alounga); Wehrmann, Gentner, Ugrinic; Campo (59. Schulz), Cumic (59. Tasar); Sorgic.
Lugano: Osigwe; Hajrizi, Maric, Daprelà; Lavanchy, Sabbatini, Lovric, Facchinetti; Bottani (81. Yuri); Celar (72. Amoura), Abubakar (59. Guidotti).
Bemerkungen: Luzern ohne Ndiaye, Frydek, Schürpf, Müller, Ndenge und Alabi (alle verletzt). Lugano ohne Custodio (gesperrt), Ziegler, Baumann und Muci (alle verletzt).
Verwarnungen: 28. Bottani, 30. Ugrinic, 39. Lovric (beide Foul). 63. Hajrizi (Zeitspiel). 71. Daprelà (Foul). 82. Lugano-Trainer Croci-Torti (Reklamieren). 87. Lavanchy (Foul).

Tabelle

Ausblick

Am kommenden Sonntag reist der FC Luzern nach Basel. Die «Bebbi» spielen bisher eine starke Saison und Stürmer Arthur Cabral trifft und trifft. Das wird eine schwierige Aufgabe für das Team von Fabio Celestini.

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