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FUSSBALL: Ärgerliche Derby-Pleite für Altdorf

Der FC Altdorf dominiert das Geschehen in Brunnen über weite Strecken. Dennoch resultiert letztlich eine 0:1-Niederlage – und die Regularität des einzigen Gegentreffers war höchst fraglich.
Urs Hanhart
Der Altdorfer Markus Zurfluh (am Ball) tankt sich durch die Brunner Abwehr. (Bild: Urs Hanhart (Brunnen, 15.11.2017))

Der Altdorfer Markus Zurfluh (am Ball) tankt sich durch die Brunner Abwehr. (Bild: Urs Hanhart (Brunnen, 15.11.2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Dem Urner Traditionsclub klebt derzeit das Pech an den Füssen. Nach dem bitteren Ausscheiden im Cup gesellte sich am Mittwoch im Meisterschaftsnachtragsspiel gegen den FC Brunnen eine weitere sehr unglückliche Auswärtsniederlage hinzu. Die Urner vergaben im beiderseits sehr hart ­geführten Derby eine erstklassige Chance, vor der Winterpause einen grossen Schritt über den Abstiegsstrich zu machen. Kein Wunder, ärgerte sich FCA-Trainer Pedro Somoza. Sein erster Kommentar nach dem Schlusspfiff: «Wir haben das Geschehen von A bis Z dominiert. Wir hätten eigentlich gewinnen müssen. Besonders frustrierend ist, dass der Gegentreffer ganz klar irregulär war. Der Schiedsrichter hätte ihn nicht geben dürfen.»

Die von Somoza angesprochene Szene ereignete sich in der 65. Minute. Altdorfs Verteidiger Joel Ndombele war im Begriff, den Ball aus dem Strafraum wegzuspielen. Bei dieser Aktion wurde er von einem gegnerischen Angreifer weggestossen und prallte dadurch in den eigenen Goalie Kevin Epp. Ndombele zog sich bei diesem Crash einen Nasenbeinbruch zu. Der Unparteiische liess einfach weiterspielen.

So konnte David Doviacek das Leder völlig ungehindert zum 1:0 einschieben. Eine mehr als nur glückliche Führung für die Platzherren, die bis dahin offensiv fast nichts zu Stande gebracht hatten.

Ganz anders die Altdorfer: Sie übernahmen von Beginn weg das Spieldiktat und jagten den Gastgebern mit aggressivem Forechecking immer wieder den Ball ab. Die Urner inszenierten ein richtiges Angriffsfeuerwerk und kamen mehrfach zu guten Torgelegenheiten, die sie jedoch nicht in Treffer umzumünzen vermochten. Teilweise war nicht nur Pech, sondern auch fehlende Kaltblütigkeit und Unvermögen im Spiel.

Die erste Möglichkeit vergab Dario Zgraggen bereits in der zweiten Minute. Er knallte die Kugel in guter Abschlussposition knapp am Gehäuse vorbei. In der 15. Minute rettete der Pfosten den machtlosen Brunnen-Keeper ­Samuel Eichhorn. Ein eigentlich als Flanke gedachter Ball von Zgraggen bescherte den Gästen beinahe die Führung. Nur wenig später vergab Captain Philipp Zurfluh noch eine weitere Grosschance. Er hämmerte einen scharf getretenen Querpass haarscharf neben den Pfosten. Brunnen verzeichnete in der ersten Halbzeit nur gerade eine gefährliche Aktion. Allerdings verkürzte Schlussmann Epp geschickt den Winkel, sodass Lukas Bulut seinen Schuss knapp neben das Tor setzte. Der torlose Pausenstand war sehr schmeichelhaft für die bis dahin enttäuschenden Hausherren.

Altdorf mit viel Verletzungspech

Nach dem Seitenwechsel blieben die Urner weiterhin am Drücker. Samuel Lustenberger und Samuel Baumann prüften Keeper Eichhorn zunächst mit guten, aber zu wenig platzierten Schüssen. In der 63. Minute konnte sich Eichhorn dann nochmals auszeichnen, indem er einen diesmal sehr gut platzierten Kopfball von Ndombele unschädlich machte. Bis zu diesem Zeitpunkt hätten die fast pausenlos überlegen agierenden Gäste den Führungstreffer mehr als nur verdient ­gehabt. Aber dann kam die ­verhängnisvolle Szene mit dem Gegentreffer. Nach diesem Schock und einer längeren Behandlungspause für Ndombeles Nasenverletzung brauchte die Somoza-Elf einige Zeit, um wieder in Schwung zu kommen. So richtig zwingende Torchancen konnte sie allerdings nicht mehr kreieren. Brunnen war dank Kontergelegenheiten in der Schlussphase dem zweiten Treffer näher als Altdorf dem Ausgleich. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil die Gelb-Schwarzen viel Blessuren-Pech zu beklagen hatten. Zurfluh, Baumann und Kempf, der für Zurfluh aufs Feld gekommen war und nur wenige Minuten mittun konnte, mussten sich allesamt verletzungsbedingt auswechseln lassen.

Nach dieser vertanen Gelegenheit, einige Positionen gutzumachen, überwintert der FC Altdorf nun auf dem drittletzten Tabellenplatz, unmittelbar unter dem Strich. Das bereitet Somoza aber keine Sorgen. Er gab sich ­optimistisch und meinte: «Der Abstand zum hinteren Mittelfeld beträgt nur wenige Punkte. Wir sind auf einem guten Weg, und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns in der Rückrunde noch nach oben arbeiten werden.»

2. Liga inter, Gruppe 4. Rangliste (alle 13 Spiele): 1. Goldau 33. 2. Hergiswil 24. 3. Novazzano 23. 4. Sarnen 22. 5. Taverne 22. 6. Ibach 21. 7. Locarno 20. 8. Brunnen 19. 9. Eschenbach 15. 10. Lugano U21 15. 11. Perlen-Buchrain 14. 12. Altdorf 13. 13. Ascona 11. 14. Hochdorf 4.

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