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FUSSBALL: Altdorf verliert Aufsteigerduell

Der FC Altdorf (2. Liga inter) unterliegt beim FC Sarnen mit 2:5. Vorwürfe deswegen von Pedro Somoza, dem Trainer der Urner, waren Fehlanzeige.
Der Altdorfer Marco Asaro (links) läuft dem Sarner Marcel Bühler hinterher. (Bild: Nadia Schärli (Sarnen, 23. September 2017))

Der Altdorfer Marco Asaro (links) läuft dem Sarner Marcel Bühler hinterher. (Bild: Nadia Schärli (Sarnen, 23. September 2017))

Ein tiefer Seufzer löste nach dem Schlusspfiff bei Sarnen-Trainer Ricardo Pereira die zuvor gewaltige innere Anspannung. «Dieser Sieg tut gut. Ich freue mich fürs Team. Meine Mannschaft hat gegen die unbequemen Altdorfer eine perfekte Antwort auf die 0:5-Schlappe in Goldau gegeben.» Und auch Altdorf-Trainer Pedro Somoza meinte es mit seinen Schützlingen bei der Derby-Analyse wohlwollend. «Ich kann meinem Team überhaupt keinen Vorwurf machen. Wir haben guten Fussball gezeigt und hatten gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen.» Doch das Schlachtenglück stand nicht auf Seiten der Urner. Er meinte da den Stolperer von Kartal Cil (4.), der missratene Abschluss von Calderon Mavenbo (15.) oder der Lattenschuss nach einem Freistoss von Kartal Cil in der 32. Minute.

Es war aber der gut aufgelegte FC Sarnen, der dieses wegweisende Führungstor erzielte. Abwehrspieler Lukas Koch spitzelte nach einem Bucher-Corner den freiliegenden Ball knapp hinter die Torlinie. Ein wirklich unglückliches Gegentor, wenn man bedenkt, dass die Urner in der 26. Minute aus einer ähnlichen Situation kein Kapital schlagen konnten. In diesem beidseits engagiert und spielerisch guten Match zeigten sich die Sarner Akteure ganz einfach abgebrühter. Das 2:0 (35.) durch Marcel Bühler aus der Drehung heraus war wirklich sehenswert und völlig unhaltbar für Altdorfs Goalie Kevin Epp.

Sarnen mit dem Goalie Nummer drei

Nach dem 0:2-Rückstand zur Pause musste Pedro Somoza etwas unternehmen. «Mit einem Doppelwechsel nach der Pause wollte ich meinem Team neue Impulse einimpfen.» Die Sarner Abwehr geriet in der Folge, mehr als ihr lieb war, denn auch unter Druck. Doch Sarnens Goalie Haris Jasarevic zeigte sich auf der Höhe seiner Aufgabe und zeigte ein paar gute Paraden. Mitten in die Druckphase der Altdorfer wirkte das super herausgespielte 3:0 (58.) durch Luca Vogel, nach einem Zuckerpass von Pascal Bucher, wie ein Hammerschlag. Dennoch wurden die kämpferischen Bemühungen der Altdorfer mit dem ersten Tor (60.) durch den eingewechselten, agilen Pirmin Baumann belohnt. Doch ein blitzsauber angelegter Konter über Marcel Bühler und Luca Vogel schloss der ebenfalls eingewechselte Dominic Ineichen zum vorentscheidenden 4:1 für Sarnen ab. Das Duell der beiden Aufsteiger war zu Gunsten der effizienter agierenden Sarner gelaufen. Die restlichen beiden Tore zum 5:1 (88. Luca Vogel) und 5:2 (92. Pirmin Baumann) waren nur noch Zugaben.

Ricardo Pereira ironisch: «Diese 90 Minuten haben mir wirklich viel mehr Spass vermittelt, als die letzten 20 Minuten beim mit 0:5 verlorenen Match gegen Goldau.» Sehr gut war auch der Auftritt von Sarnen-Goalie Nummer drei, Haris Jasarevic. Der 20-jährige Torhüter, der seine Ausbildung bei den U-Mannschaften beim FC Luzern genossen hat, war für sein Team in diesem Derby ein sicherer Rückhalt und hielt, was zu halten war. «Ja, ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Nur schade, dass mir der Lapsus unterlief, welcher noch zum zweiten Gegentor führte.» Der eher klein gewachsene, dafür um so sprunggewaltigere Haris Jasarevic sieht sich als Nummer drei in der Torhüter-Hierarchie hinter den Brüdern Norbert und Ivo Sigrist nicht im Nachteil. Im Gegenteil: «Insbesondere von der Erfahrung von Norbert kann und will ich viel profitieren.» Und Trainer Ricardo Pereira freut’s: «Was gibt es besseres, als wenn ich auf gleich drei gute Torhüter zählen kann?»

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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