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FUSSBALL: Anschlag auf den Dortmunder Teambus

Vor dem Champions-League-Viertelfinal gegen Monaco hat es am Mannschaftscar von Borussia Dortmund drei Explosionen gegeben. Verteidiger Marc Bartra wurde verletzt – und das Spiel auf heute verschoben.
Oliver Mucha und Kirsten Opitz/Sid
Der beschädigte Dortmunder Mannschaftsbus. (Bild: Martin Meissner/Keystone (Dortmund, 11. April 2017))

Der beschädigte Dortmunder Mannschaftsbus. (Bild: Martin Meissner/Keystone (Dortmund, 11. April 2017))

Oliver Mucha und Kirsten Opitz/SID

sport@luzernerzeitung.ch

Es sollte ein Fussballfest werden, es endete mit Angst, Schrecken und Fassungslosigkeit: Ein Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat zu einer Absage des Champions-League-Viertelfinals am Dienstagabend gegen den AS Monaco geführt. Bei der Explosion von drei Sprengsätzen wurde Marc Bartra an der Hand und am Arm verletzt, der BVB-Innenverteidiger musste ärztlich versorgt werden. Das Viertelfinal-Hinspiel wird bereits heute um 18.45 Uhr nachgeholt.

Roman Bürki, der Schweizer Torhüter in Diensten von Borussia Dortmund, schilderte gegenüber Blick.ch: «Ich sass in der hintersten Reihe neben Marc Bartra, der von Splittern der zerborstenen Rückscheibe getroffen wurde. Nach dem Knall haben wir uns alle im Bus geduckt und wer konnte, auf den Boden gelegt. Wir wussten nicht, ob noch mehr passiert. Die Polizei war schnell vor Ort, hat abgesichert. Wir sind alle geschockt, an ein Fussballspiel dachte in den Minuten danach keiner.»

15 Minuten vor geplantem Anpfiff abgesagt

Zuvor hatte der BVB-Geschäftsführer Hans-Jochim Watzke bei Sky gesagt: «Es ist ein Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus verübt worden. Die ganze Mannschaft ist in einer Schockstarre. Solche Bilder bekommst du nicht aus dem Kopf heraus. In solch einer Krisensituation rücken alle Borussen zusammen.»

Die Spielabsage wurde offiziell 15 Minuten vor dem geplanten Anpfiff vom deutschen Vizemeister und dem europäischen Fussballverband Uefa verkündet. Um kurz nach 19 Uhr hatten sich die Explosionen auf der Wittbräuckerstrasse knapp zehn Kilometer vom Stadion entfernt ereignet. «Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von einem Angriff mit ernst zu nehmenden Sprengsätzen aus», hiess es in einer Mitteilung.

Die Sprengsätze waren wohl am Wegesrand in der Nähe des Mannschaftshotels in einer ­Hecke deponiert. Der Bus wurde nach Angaben von BVB-Sprecher Sascha Fligge an zwei Stellen beschädigt, Scheiben gingen kaputt. Die Dortmunder Polizei war nach eigenen Angaben rund um das Stadion mit einer Vielzahl von Kräften im Einsatz. Das BVB-Team wurde nach dem Vorfall zurück ins Hotel gebracht. «Aus Sicherheitsgründen wollen wir das weitere Prozedere nicht bekanntgeben», sagte Watzke.

BVB-Präsident Rauball: «Das Team wird bereit sein»

Stadionsprecher Norbert Dickel hielt derweil die sich bereits im Signal-Iduna-Park befindenden Anhänger ständig über die Entwicklungen auf dem Laufenden. Die Fans blieben ruhig, sie ­reagierten nur vereinzelt mit Pfiffen auf die Neuansetzung der Begegnung. Dortmund empfahl den Anhängern zunächst noch im Stadion zu bleiben und Ruhe zu bewahren, um eine geordnete Abreise zu gewährleisten.

Die Anteilnahme war gross. «Ich kann es nicht fassen! Ich hoffe, es geht euch allen gut», twitterte der ehemalige Dortmunder Ilkay Gündogan. Jérôme Boateng von Bayern München schrieb: «Ich hoffe, alle bei euch sind o. k.» Unterstützung erhielt der BVB auch vom Erzrivalen Schalke 04. Captain Benedikt Höwedes twitterte: «Getrennt in den Farben, vereint gegen Gewalt! Alles Gute, Marc Bartra und dem gesamten Team des BVB! Ich hoffe, es geht euch gut!»

BVB-Präsident Reinhard Rauball glaubt, dass der Anschlag keine negativen Auswirkungen auf die Begegnung am Mittwoch haben wird: «Die Spieler werden das wegstecken und in der Lage sein, ihre Leistung abzurufen. Das wäre das Schlimmste, wenn diejenigen, die den Anschlag verübt haben, jetzt auch noch damit etwas erreichen.»

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