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FUSSBALL: Auch Mourinho steht im Fadenkreuz der Justiz

Nach Lionel Messi und Cristiano Ronaldo gerät mit José Mourinho ein weiterer bekannter Name im Weltfussball ins Visier der spanischen Steuerbehörden. Die Staatsanwaltschaft eröffnet ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung gegen den Portugiesen.
Florian Krebl (sid)
José Mourinho soll dem Fiskus 3,3 Millionen Euro vorenthalten haben. (Bild: EPA (Stockholm, 24. Mai 2017))

José Mourinho soll dem Fiskus 3,3 Millionen Euro vorenthalten haben. (Bild: EPA (Stockholm, 24. Mai 2017))

José Mourinho darf sich in bester Gesellschaft wähnen. Barcelona-Star Lionel Messi hat es getan, Bayern-Präsident Uli Hoeness sowieso, und Weltfussballer Cristiano Ronaldo womöglich auch. Steuerhinterziehung gehört mittlerweile zum Millionengeschäft Fussball. Nun traf es den portugiesischen Star-Coach, der nicht zum ersten Mal mit den Steuerbehörden in Konflikt gerät. 3,3 Millionen Euro soll Mourinho dem spanischen Fiskus vorenthalten haben.

«Die Abteilung Wirtschaftskriminalität des Madrider Staatsanwaltschaftsbüros hat beim Untersuchungsrichter Strafanzeige wegen zweier Vergehen gegen das Finanzministerium eingereicht», teilte die Staatsanwaltschaft gestern in der spanischen Hauptstadt mit.

Ronaldo Ende Juli vor Gericht

Der Teammanager von Manchester United soll in seiner Zeit bei Real Madrid im Jahr 2011 1,6 Millionen Euro und ein Jahr später 1,7 Millionen Euro an der Steuer vorbeigeschafft haben. Mit der neuesten Anklage reiht sich Mourinho also in den Kreis illustrer Grössen ein, die mit der Steuer auf Kriegsfuss stehen. Zuletzt war Ronaldo von Real Madrid ebenfalls wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung angeklagt worden. Nach der Anklage wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro will der Ausnahmekönner Real offenbar gar verlassen, die Königlichen versuchen derweil alles, um ihren Superstar zu halten. Der 32-Jährige muss am 31. Juli vor der ersten Kammer seines Heimatorts Pozuela de Alarcon, 15 Kilometer westlich von Madrid, Stellung zu den Vorwürfen nehmen. Bislang bestreitet Ronaldo die Anschuldigungen. Beim spanischen Hauptstadtklub ist der Portugiese vertraglich bis 2021 gebunden.

Mourinho ist derweil punkto Steuervergehen kein unbeschriebenes Blatt. Bereits im Mai des Vorjahres hatte er sich wegen eines Steuervergehens verantworten müssen. Nach Angaben des Internetportals OK Diario musste der 54-Jährige damals wegen falsch deklarierter Einnahmen insgesamt 2 Millionen Euro an den spanischen Fiskus überweisen. Mourinho hatte in seiner Zeit bei Real die Erlöse aus der Abtretung seiner Bildrechte lediglich zur Körperschaftssteuerveranlagung mit einem Hebesatz von 15 Prozent statt ordnungsgemäss zur Einkommenssteuer mit einem Spitzensatz von gut 50 Prozent angemeldet. Durch den Kniff entgingen dem Fiskus 700000 Euro. Der Täuschungsversuch erwies sich für Mourinho allerdings als teurer Bumerang: Die spanische Finanzverwaltung verhängte ausser der Nachzahlung der geschuldeten Summe auch ein Busgeld von 1 Million Euro und für aufgelaufene Zinsen weitere 300 000 Euro.

Rechtskräftig verurteilt ist in Spanien wegen eines Steuerdelikts bereits der argentinische Ausnahmespieler Lionel Messi. Im Mai war eine 21-monatige Haftstrafe gegen den Superstar wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 4,1 Millionen Euro bestätigt worden. Die Vollstreckung der Haftstrafe ist aber unwahrscheinlich.

Florian Krebl (SID)

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