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FUSSBALL: Bedienen sich die Bayern in Freiburg?

Freiburgs Christian Streich ist als neuer Trainer bei Bayern München im Gespräch. Die Gerüchte kommen pünktlich zum heutigen Duell zwischen beiden Klubs auf.
Christian Streich: Nachfolger von Bayern-Trainer Jupp Heynckes? (Bild: Uwe Anspach/Key (24. Februar))

Christian Streich: Nachfolger von Bayern-Trainer Jupp Heynckes? (Bild: Uwe Anspach/Key (24. Februar))

Die ultimative Lobhudelei von Jupp Heynckes auf Christian Streich war gerade mal ein paar Stunden alt, da erschien sie plötzlich in einem völlig neuen Licht. Streich, allseits hochgeachtetes Trainer-Urgestein beim SC Freiburg, ist angeblich ein Kandidat für die Heynckes-Nachfolge bei Bayern München. Nach Informationen der «Bild»-Zeitung haben die Bayern im Februar «lockeren Kontakt» mit dem 52-Jährigen aufgenommen, nachdem sie schon im Sommer vorgefühlt haben sollen.

Die Gerüchte kamen ausgerechnet vor dem direkten Duell zwischen beiden Teams heute in Freiburg auf (18.00 Uhr). Heynckes hatte Streich am Freitag über den grünen Klee gelobt. «Er arbeitet seit 23 Jahren beim SC Freiburg. Wenn man jedes Jahr die besten Spieler abgibt und trotzdem ein Team zusammenstellt, das den Klassenerhalt sichert, ist das überragend», sagte Heynckes: «Mir gefällt das, wie er mit seinen Jungs arbeitet. Da ist viel Empathie dabei. Er ist ein aussergewöhnlicher Trainer.»

Löw und Klopp stehen nicht zur Verfügung

Der 72 Jahre alte Triplecoach der Bayern hatte mehrfach angekündigt, nach Saisonende seine Karriere endgültig zu beenden und sich auf seinen Bauernhof in Schwalmtal zurückzuziehen. Laut «Bild» hätten die Bayern bei Streich angefragt, weil zwei weitere Kandidaten nicht unmittelbar zur Verfügung stünden: Bundestrainer Joachim Löw und Liverpools Teammanager Jürgen Klopp. Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim) oder Niko Kovac (Eintracht Frankfurt) gelten angeblich als zu unerfahren, Thomas Tuchel (vereinslos) als nicht mehrheitsfähig.

Streich also als Übergangslösung? Der mitunter knorrige Fussballlehrer ist nie aus dem Freiburger Dunstkreis hinausgekommen. Seine aktive Karriere als Fussballer begann und endete beim Freiburger FC, kurz danach, im Jahr 1995, startete er bei den A-Junioren des SC Freiburg seine Trainerkarriere. 2007 wurde er zunächst Assistent von Chefcoach Robin Dutt, bevor er 2011 das Cheftraineramt bei den Profis übernahm. Streich blieb Freiburg immer treu, unter anderem holte sich im Jahr 2013 Schal- ke 04 einen Korb. Ob Streich auch in der Weltstadt München beim Weltverein FC Bayern zurechtkäme, ist die grosse Frage.

«Wir werden nicht über jedes Stöckchen springen»

Die SC-Chefetage war über die Berichterstattung alles andere als erfreut. «Jemand setzt etwas in die Welt, andere schreiben es ab. Das können wir nicht verhindern», sagte Vorstand Sport Jochen Saier bei Sport 1: «Aber wir werden sicherlich nicht über jedes Stöckchen springen, das uns hingehalten wird, und freuen uns auf ein interessantes Spiel gegen Bayern München.»

Auch Streich hatte am Freitag, bevor die Gerüchte aufkamen, seine Pressekonferenz zur Begegnung mit den Münchnern abgehalten. Und natürlich erwartet er von seinen Spielern gegen den Serienmeister mehr Leidenschaft denn je. «Wir wollen mit Freude und Mut aufspielen. Die Jungs sollen sich was zutrauen», sagte er.

Weitaus mehr zu tun hat vor dem Duell offensichtlich Heynckes mit seinem Starensemble – vor allem mit Torjäger Robert Lewandowski, den es angeblich zu Real Madrid zieht. Der Pole sei «gut beraten, sich auf den FC Bayern zu konzentrieren. Vorne in der Offensive, das muss funktionieren, wenn wir in der Champions League weit kommen wollen. Man sollte darüber nicht so viel diskutieren», sagte Heynckes. Verzichten muss Heynckes in Freiburg auf Franck Ribery. Der 34-Jährige fällt wegen eines Magen-Darm-Infekts aus. Auf der linken Aussenbahn fehlt bereits Kingsley Coman wegen eines Syndesmoserisses. Als Alternativen nannte der Bayern-Coach Thiago und Juan Bernat. Nicht zur Verfügung stehen weiterhin auch Torwart Manuel Neuer und James.

Jörg Mebus (SID)

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