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FUSSBALL: Buochser finden in Sursee spät zu ihrem Glück

Wer oben steht, gewinnt enge Spiele, wer die Seuche am Fuss hat, starrt am Ende ins Leere: Diese Weisheit bewahrheitet sich im 1.-Liga-Derby zwischen Sursee und Buochs, welches die Gäste dank eines Lucky-Punchs mit 2:1 für sich entscheiden.
Der Buochser Christophe Lambert zieht vor dem 1:0 an Sursee-Torhüter Marco Peterhans vorbei. (Bild: Philipp Schmidli (Sursee, 29. 9. 2017))

Der Buochser Christophe Lambert zieht vor dem 1:0 an Sursee-Torhüter Marco Peterhans vorbei. (Bild: Philipp Schmidli (Sursee, 29. 9. 2017))

Die Nachspielzeit war bereits angebrochen, als die Buochser einen letzten Eckball spielen konnten. Christophe Lambert flankte zur Mitte und fand Teamkollege Emanuele Guidotti, der den Ball mit einem Kopfball unhaltbar im Netz versenkte. Kurz darauf war Schluss, die Nidwaldner bejubelten den 2:1-Sieg, während Gastgeber Sursee sein Schicksal kaum fassen konnte. «Würden wir in der Tabelle auf dem dritten Platz stehen, wäre unser Kopfball kurz davor reingegangen», mutmasste Sursees Trainer André Grüter. Doch seine Mannschaft ist Drittletzter und wartet seit acht Partien auf den nächsten Sieg. «Schade, mit dem 1:1 wäre ich zufrieden gewesen. Den Punkt hätten wir uns auch verdient gehabt», haderte Grüter.

Auf der anderen Seite war die Gemütslage gänzlich konträr, die Nidwaldner sind mittlerweile seit sieben Runden ungeschlagen und feierten diesmal einen Erfolg der glücklichen Sorte. Der entscheidende Treffer fiel nicht nur spät, er war auch wenig zwingend. In der ersten halben Stunde traten sie sehr dominant auf und gingen nach 20 Minuten durch Lars Unternährer folgerichtig auch in Führung. Doch der Favorit lehnte sich danach etwas gar früh zurück, begann den Gegner zu tunneln, Pirouetten zu drehen und versuchte, den Goalie aus der Distanz zu überlupfen. Anders gesagt: Buochs spielte für die Galerie, obwohl es das Resultat eigentlich nicht erlaubte.

Pinto schiesst den Ausgleich und muss verletzt raus

Nachlässigkeiten, die sich rächen sollten. Zwar blieb der neunfache Saisontorschütze Elvis Brata­novic für einmal ohne Treffer, der Ausgleich allerdings fiel trotzdem: In der 67. Minute tauchte Emanuel Pinto Teixeira nach einem strammen Steilpass alleine vor dem Buochser Gehäuse auf und profitierte davon, dass Keeper Samuel Blättler die Si­tuation nicht mit letzter Konsequenz zu bereinigen versuchte. Der Prellball hüpfte zum 1:1 über die Linie, kurz darauf musste Pinto aufgrund dieser Szene verletzt ausgewechselt werden.

Die Buochser hatten in der Zwischenzeit ihre Souveränität komplett eingebüsst, nur noch selten gelangen ihnen jene direkten Kombinationen, welche diese spielerisch starke Mannschaft auszeichnet. «Wir machten Fehler im Angriff, verloren Bälle und gaben dem Kontrahenten wieder Selbstvertrauen», stellte Guidotti fest. Dass es seinen Farben letztlich doch noch zum Sieg reichte, war ihm, dem 20-jährigen Innenverteidiger, zu verdanken. Auf diese Saison hin wechselte der Tessiner aus Bellinzona nach Buochs, um einen Ausgleich zu seinem Rechtswissenschaftsstudium an der Universität Luzern zu haben.

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

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