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FUSSBALL: Cham-Innenverteidiger Raphael Paglia ist ein Entertainer mit Ambitionen

Raphael Paglia (20) vom SC Cham bringt alles mit, was einen guten Innenverteidiger auszeichnet. Er will mithelfen, so schnell wie möglich den Verbleib in der Promotion League zu sichern.
Martin Mühlebach
Raphael Paglia will beim SC Cham Stammspieler werden.

Raphael Paglia will beim SC Cham Stammspieler werden.

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

Raphael Paglia bringt mit einer Grösse von 186 Zentimetern 80 Kilogramm auf die Waage. Gepaart mit einem gepflegten Spielaufbau und einer guten Kommunikation mit seinen Mitspielern, bringt er alle Voraussetzungen mit, die einen starken Innenverteidiger auszeichnen. Die Spielweise des ehemaligen Juniors des FC Hünenberg, des FC Ägeri und des Teams Zugerland, der von der U16 bis zur U21 beim FC Luzern spielte, stach auch Patrick Rahmen ins Auge. Er war der ­Assistent von Trainer Markus Babbel, dem früheren Trainer der Luzerner Super-League-Mannschaft. «Herr Rahmen führte im vergangenen Sommer Gespräche mit mir. Er wollte mich zum Verbleib im U21-Team des FCL bewegen, mit der Option zur Aufnahme in das erweiterte Kader des Super-League-Teams.»

Dass sich Paglia trotz dieses verlockenden Angebots für einen Übertritt zum SC Cham in die Promotion League entschied, begründet er mit den Worten: «Ich wollte auf einer Stufe höher eine neue Herausforderung annehmen, um mich fussballerisch verbessern zu können.» Er sei sich bewusst, dass er sich mit diesem Schritt vom professionellen Fussball entfernt habe. Unter Gerardo Seoane, der nach der Entlassung von Babbel zum Trainer des FCL-Fanionteams berufen wurde, hätten unter der Woche sechs bis sieben Mannschaftstrainings stattgefunden, während in Cham nur dreimal wöchentlich trainiert werde. Mit Tennis, Badminton, Squash und Krafttrainings werde er seinem Bewegungstrieb aber durchaus gerecht. Sport allgemein sei eben sein grösstes Hobby, sagt Paglia, ehe er schmunzelnd hinzufügt: «Ich wäre jedenfalls fit, wenn ein Angebot der Profis vom FC Luzern ins Haus flattern würde.» Der Verteidiger betont aber: «Im Moment zählt für mich nur ein Ziel: Ich will mir einen Stammplatz beim SC Cham erkämpfen.»

Von den Besten lernen

Paglia verrät, dass er im Fernsehen zuschaut, wie internationale Stars auf seiner Position agieren. «Mats Hummels ist für mich ein Vorbild bezüglich des Stellungsspiels, und der technisch versierte Sergio ­Ramos imponiert mir mit seinem gepflegten Aufbauspiel. Ich versuche, aus der Spielweise der beiden die Lehren zu ziehen, um mich fussballerisch weiterzuentwickeln.» In seiner offenen, ehrlichen Art gesteht Paglia: «Mental muss ich noch zusetzen. Ich starte jeweils mit hohen Erwartungen in ein Spiel. Wenn ich einen schlechten Start erwische, beginne ich noch zu oft an meinen Fähigkeiten zu zweifeln. Ich muss unbedingt lernen, nach missglückten Aktionen wieder zu meinem gewohnt ruhigen Spiel zu finden.»

Eine grosse Stütze sei ihm die Familie, betont Paglia. Sie verfolge praktisch jedes seiner Spiele vor Ort. Besonders eng ist anscheinend die Verbindung zu seiner Schwester Fabienne (22), der amtierenden Miss Zentralschweiz. «Sie spielte früher im Frauenteam des FC Luzern in der Nationalliga A und weiss genau, wie ich mich nach einem Spiel fühle. Meine Schwester findet immer die richtigen Worte, um berechtigte Kritik anzubringen oder gute Leistungen zu würdigen», erklärt Raphael Paglia. Seine Familie sei ihm in jeder Lebenslage ein Anker. Die Freizeit verbringt der als Kundenberater arbeitende Paglia gerne im Kreis seiner Kollegen, die seine frohe, umgängliche Art zu schätzen wissen. Das gilt auch für seine Teamkollegen: Im einwöchigen Trainingslager in Spanien, in dem sich das Team von Trainer Jörg Portmann auf die zweite Saisonphase vorbereitete, erwies sich Raphael Paglia als witziger Entertainer.

«Haben noch eine Rechnung offen»

Morgen empfängt der SC Cham den SC Brühl zum ersten Spiel des Jahres (16 Uhr, Eizmoos). «Ich weiss nicht, ob ich zum Einsatz gelangen werde. Aber ich weiss, dass unsere Mannschaft noch eine Rechnung offen hat, die unbedingt beglichen werden muss.» Raphael Paglia erinnert an die im Vorrundenspiel kassierte 0:4-Niederlage in St. Gallen. «Brühl wird versuchen, uns mit schnellen Kontervorstössen auszuhebeln, zumal es über eine gute Offensive verfügt. Ich bin überzeugt, dass unser Trainer ein geeignetes taktisches Mittel dagegen finden wird», sagt er.

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