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FUSSBALL: Das Handwerk von Sascha Imholz ist gefragt

Der FC Gunzwil fiebert dem Cup-Highlight gegen Lugano entgegen (morgen, 16 Uhr). Der Beruf von Spielertrainer Sascha Imholz lässt auf eine Sensation hoffen.
Stephan Santschi
Alles bereit für das Duell im Schweizer Cup gegen Lugano: Sascha Imholz, Mittelfeldspieler des FC Gunzwil, gestern auf dem heimischen Fussballplatz Linden. (Bild Pius Amrein)

Alles bereit für das Duell im Schweizer Cup gegen Lugano: Sascha Imholz, Mittelfeldspieler des FC Gunzwil, gestern auf dem heimischen Fussballplatz Linden. (Bild Pius Amrein)

stephan santschi

Samuel Blättler ist Goalie des SC Buochs und Maurer von Beruf. Im September 2014 stand er im Cup-Sechzehntelfinal gegen die Young Boys im Tor der Nidwaldner und zog dabei eine Mauer hoch, an welcher der haushohe Favorit aus Bern nicht vorbeikam. Am Ende gewann der Klub aus der 2. Liga interregional mit 1:0. Was das mit dem Cup-Sechzehntelfinal des FC Gunzwil gegen Lugano (morgen, 16 Uhr, Linden) zu tun hat? Nun, Sascha Imholz, der 27-jährige Spielertrainer und defensive Mittelfeldspieler der Luzerner, arbeitet ebenfalls als Maurer. Angesprochen auf eine mögliche Parallele zur Sensation vor zwei Jahren, sagt er: «Die würden wir natürlich sofort nehmen.»

Wiedersehen nach 24 Jahren

Während sich die Buochser grosse Cupgegner schon fast gewohnt sind, ist das Duell mit einem Superligisten für den regionalen Zweitligisten etwas Ausserordentliches. «Die Spannung steigt, wir können uns auf etwas Grosses freuen», berichtet Imholz, der sich mit Gunzwil dank dem IFV-Cupsieg und dem Erfolg in der ersten Hauptrunde gegen Vernier (2. Liga) für diesen Sechzehntelfinal qualifiziert hat. Letztmals traf man in diesem Wettbewerb vor 24 Jahren auf einen Vertreter der höchsten Spielklasse – erstaunlicherweise war es am 4. Oktober 1992 ebenfalls der FC Lugano gewesen. Von der 2:7-Niederlage in besonderer Erinnerung geblieben sind der fragwürdig aberkannte 2:2-Ausgleich der Gunzwiler und Lugano-Stürmer Dario Zuffi, der den Aussenseiter mit vier Toren vor unlösbare Probleme stellte.

Gibt es im aktuellen Kader der Tessiner einen ähnlich starken Individualisten? Ja, und es ist wieder ein Linksfuss wie Dario Zuffi. Die Rede ist von Ezgjan Alioski, dem mazedonischen Nationalspieler, der für Lugano am rechten Flügel spielt und mit fünf Treffern dessen Toptorschütze ist. Wie kriegt man ihn in den Griff? «Indem wir wie auch gegen alle anderen bissig in die Zweikämpfe gehen und ihnen im Rahmen der Fairness wehtun», erklärt Imholz. Als Gunzwil letztmals auf Lugano traf, war Alioski übrigens gerade auf die Welt gekommen – ein weiterer Hinweis darauf, wie viel Zeit seit diesem Cup-Highlight vergangen ist.

Imholz mit reicher Cuperfahrung

Sascha Imholz war damals knapp vierjährig und, wie er vermutet, bereits irgendwo auf einem Fussballplatz unterwegs. Seine Familie, mit der er in Altdorf aufwuchs, sei fussballverrückt. Vater, Bruder, Schwester – auch sie fanden alle beim FC Schattdorf zu dieser Leidenschaft. In seiner Karriere sammelte Imholz beim FC Luzern und beim SC Kriens reichlich Cuperfahrung. Im Final 2007 mit dem FCL gegen Basel stand er zur Einwechslung bereit, als Schiedsrichterin Petignat den umstrittenen Penalty zum 1:0-Sieg der Basler pfiff und Goalie David Zibung vom Platz stellte – nicht Imholz, sondern der Ersatzkeeper wurde daraufhin eingewechselt. Später, beim SCK, figurierte er dann gegen Basel, GC und YB jeweils in der Startformation – all diese Cuppartien gingen allerdings verloren.

Dass auch morgen alles zusammenpassen muss, um das fünf Ligen höher klassierte Lugano zu bezwingen, weiss jeder beim FC Gunzwil. Doch sie besteht, die kleine Hoffnung auf eine historische Sensation, zumal die Michelsämter mit Selbstvertrauen antreten werden. In der 2. Liga haben sie die ersten vier Spiele gewonnen und stehen auf Rang eins. Auffällig war dabei vor allem die starke Defensive mit nur einem Gegentor. Bestandteil derer ist auch Goalie Thomas Lüthi, der laut seinem Trainer immer fähig ist, zwei, drei Unhaltbare rauszuholen. Oder eben eine Mauer hochzuziehen, wie es der Buochser Samuel Blättler vor zwei Jahren tat.

Schock bei Kriens-Gegner Azzurri

Nach dem sensationellen 2:1-Sieg gegen das Super-League-Team des FC Thun trifft der SC Kriens (Promotion League) auf die im Vergleich mit dem SCK eine Liga tiefer spielenden Azzurri Lausanne (1. Liga). Die Krienser liessen den Gegner in den vergangenen Wochen durch SCK-Vereinsmitglied Costa Colatrella beobachten. Schliesslich wollen die Krienser nicht gegen einen Unterklassigen ausscheiden, nachdem sie zuvor die Thuner Profis eliminiert haben.

Doch womöglich sind die Videos von Costa Colatrella – was seine familiären Wurzeln betrifft ja selber ein «Azzurro» aus Avellino – nur teilweise für die Analyse und Matchvorbereitung brauchbar. Warum? Weil es diese Woche beim FC Azzurri 90 Lausanne zum Schock kam: Trainer Patrick Müller (40), der 81-fache Schweizer Internationale (Servette, GC, Basel, Lyon), demissionierte, räumte sein Trainerbüro. Nun verzückt Präsident Antonio D’Attolli die Azzurri-Fans, indem er Publikumsliebling Patrick Isabella, den 45-jährigen ehemaligen Profi von Lausanne-Sport, zurückholte. Isabella nämlich war bei den Azzurri 90 der Vorgänger von Müller. Allein: Isabella wird gegen Kriens noch nicht auf der Trainerbank sitzen, das Cupspiel gegen den SCK ist Chefsache, Präsident D’Attolli nimmt ganz «Constantin-like» persönlich auf der Bank Platz.

Nur 6 Punkte in 6 Spielen

Der Erstligist aus dem Universitätsgebiet von Lausanne belegt in der Meisterschaft nach sechs gespielten Runden den 9. Platz, ist mit 6 Punkten lediglich einen Punkt von den Abstiegsplätzen entfernt.
Die Krienser reisen am Samstagmorgen mit dem Mannschaftscar in Richtung Lausanne. Geplant ist ein Verpflegungs-Zwischenstopp in der Nähe von Bern. Und der Durchmarsch in die Achtelfinals.

Turi Bucher

Schweizer Cup 1/16-Finals

Heute, 19.00: Köniz - Lausanne-Sport. – 19.30: Breitenrain Bern - Aarau.

Samstag, 14.30: Chiasso - Wohlen. 16.00: Gunzwil (2.) - Lugano. Binningen (2.i) - Brühl St. Gallen. Stade Lausanne-Ouchy (1.) - Winterthur. 16:30: Azzurri Lausanne (1.) - Kriens. Calcio Kreuzlingen (2.) - Tuggen. 17.00: Ticino Le Locle (2.i) - Luzern. 18.00: Seuzach (1.) - Grasshoppers. 19.00: Le Mont - St. Gallen.

Sonntag, 15.00: Bazenheid (2.) - Young Boys. Iliria Solothurn (2.i) - Schaffhausen. 15.30: Zug 94 (1.) - Basel. 16.00: Bellinzona (1.) - Zürich. Neuchâtel Xamax FCS - Sion.

Auslosung der Achtelfinals (Mittwoch, 26. Oktober) am Sonntag, ca. 19.10 Uhr (im Rahmen der Sendung «Sport non stop» in RSI la 2).

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