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FUSSBALL: Das Schweizer Quartett im Goalie-Land

Die Schweizer Topgoalies Roman Bürki, Yann Sommer, Diego Benaglio und Marwin Hitz sind in die Saisonvorbereitung gestartet. Sie wollen in der Bundesliga ans vergangene Jahr anknüpfen.
Benjamin Miltner, Stuttgart
Yann Sommer (Mönchengladbach) ist einer der vier Schweizer Bundesliga-Keepern. (Bild: Keystone / Laurent Gillieron)

Yann Sommer (Mönchengladbach) ist einer der vier Schweizer Bundesliga-Keepern. (Bild: Keystone / Laurent Gillieron)

Sepp Maier, Oliver Kahn, Manuel Neuer – Deutschland ist nicht nur das Land des aktuellen Fussball-Weltmeisters, sondern traditionell die Heimat herausragender Goalies. Neben dem Welt-Torhüter Neuer (Bayern München) und Champions-League-Sieger Marc-André ter Stegen (FC Barcelona) gibt es auch aktuell noch viele weitere deutsche Torhüter, auf die viele andere Fussball-Nationen neidisch sind.

Die Schweiz ist da eine Ausnahme. Sie verfügt über Torleute, die selbst im Goalie-Land Deutschland für Aufsehen sorgen. «Es ist gewaltig, was für einen Aufwind wir im Torhüter-Bereich haben», staunt auch Ex-Natigoalie Pascal Zuberbühler. Bester Beweis: Diego Benaglio, Yann Sommer, Roman Bürki und Marwin Hitz zeigen in der Bundesliga Topleistungen und spielen mit ihren Clubs kommende Saison international.

Roman Bürki in Dortmund: Ungemütlicher Zweikampf

Roman gegen Roman, Bürki gegen Weidenfeller – wie es aussieht, gibt es bei Borussia Dortmund kommende Saison ein Duell zweier Namensvetter um die Nummer eins. Der dritte ambitionierte BVB-Torhüter, Mitchell Langerak, wechselt zum VfB Stuttgart. Und Bürki will nun schaffen, woran Langerak die vergangenen fünf Jahre gescheitert ist: Weidenfeller als Stammgoalie der Borussia abzulösen. Die Chancen dafür stehen gut. Bürki hat seine Premierensaison in der Bundesliga als Sprungbrett genutzt und beim SC Freiburg herausgeragt – auch wenn er den Abstieg des Clubs nicht verhindern konnte. Trotzdem strotzt er vor Selbstbewusstsein: «Ich wechsle nicht, um auf der Bank zu sitzen!»

Es ist anzunehmen, dass der BVB ihn dafür auch nicht verpflichtet hat. Weidenfeller (34) gilt nicht nur wegen seines Alters, sondern auch wegen seiner Spielweise als Auslaufmodell. Da passt der moderne, mitspielende Bürki (24) besser in den Matchplan des als Taktikgenie gepriesenen neuen Trainers Thomas Tuchel. Aber Vorsicht: Weidenfeller ist eine Vereinslegende und ist bei den Fans sehr beliebt. Wenn er bleibt und den Kampf annimmt, kann es ungemütlich für Bürki werden.

Yann Sommer in Gladbach: DA WIRD EINEM WARM UMS HERZ

Marc-André ter Stegen bei Borussia Mönchengladbach zu beerben, ein Eigengewächs, Held im (Nicht-)Abstiegskampf und Europacup, zum FC Barcelona gewechselt – das war im Sommer 2014 die wohl kniffligste Aufgabe für einen Bundesliga-Neuling. Yann Sommer, ehemaliger Basler Meister-Torhüter, hat sie nicht nur selbstbewusst angenommen, sondern vor allem gemeistert. So gut, dass in Gladbach kaum noch jemand ter Stegen vermisst. Sommer verrichtet seine Arbeit zwischen den Pfosten mit Seelenruhe und ganz geringer Fehlerquote. Er ist in der Elf von Lucien Favre zudem erster Aufbauspieler, glänzt mit Übersicht und präzisem Passspiel. So ganz nebenbei hat Sommer mit nur zehn Gegentoren in der Rückrunde einen Bundesliga-Rekord aufgestellt.

In Deutschland wird die Nummer eins der Schweiz längst mit Lob überhäuft. Das schönste stammt aber von einem Schweizer. Der einstige U-21-Nati- und heutige GC-Coach Pierluigui Tami sagte einmal: «Sommer im Tor, das ist, wie wenn man im tiefsten Winter einen Mantel trägt und es einem immer warm ums Herz ist.»

Diego Benaglio in Wolfsburg: Die Stimmen sind verstummt

Seit Januar 2008 spielt Diego Benaglio für den VfL Wolfsburg. Von Beginn an war er Stammgoalie, holte gleich in seiner ersten kompletten Saison die Deutsche Meisterschaft und ist seit August 2012 Captain der Wölfe. Und trotzdem gab es hin und wieder Stimmen in Wolfsburg, die sich eine neue Nummer eins wünschten. Sie sind mittlerweile verstummt. Denn nach seinem Rücktritt aus der Nati im August 2014 hat Benaglio seine wohl stärkste Saison in Wolfsburg abgeliefert mit dem Gewinn des Cups als Krönung. «Diego hat sich noch einmal sensationell entwickelt», lobt VfL-Manager Klaus Allofs.

Benaglio ist endgültig angekommen und hat für seine Familie sogar ein Haus in der Region gekauft und umgebaut. «Wolfsburg ist unsere zweite Heimat geworden», sagt er. Und mit Blick auf seinen 2016 auslaufenden Vertrag sagt er auch: «Ich kann mir eine lange Zukunft in Wolfsburg sehr gut vorstellen.»

Marwin Hitz IN AUGSBURG: Torhüter mit Skorerinstinkt

Was hat Marwin Hitz eigentlich für eine Wahnsinnssaison hinter sich! Beim FC Augsburg war er sicherer Rückhalt der Überraschungself, die sich mit Platz fünf für die Europa-League-Gruppenphase qualifizierte. Und Hitz selbst war es, der für den Aha-Moment der Saison sorgte: Beim 2:2 gegen Leverkusen schoss er den Ausgleichstreffer. In der Nachspielzeit. Als Goalie. Aus dem Spiel heraus – das haben vor ihm in der Bundesliga nur Frank Rost und Jens Lehmann geschafft. Vor knapp drei Wochen debütierte Hitz zudem beim 3:0-Sieg über Liechtenstein für die Schweiz. Es läuft also bei ihm. Aber ist Hitz auch zufrieden? Da ist man sich in Augsburg nicht so sicher. Zwar betonte er immer wieder: «Jeder, der mich kennt, weiss, wie gut es mir hier gefällt.»

Aber Hitz gilt auch als sehr ehrgeizig. Er will sich immer weiterentwickeln und mehr als «nur» die Nummer drei der Schweiz sein. Die Gespräche um eine Verlängerung seines 2016 auslaufenden Vertrags ziehen sich schon seit Monaten hin – bisher ergebnislos.

Benjamin Miltner, Stuttgart

Diego Benaglio (Wolfsburg) ist einer der vier Schweizer Bundesliga-Keepern. (Bild: Getty / Alexander Hassenstein)

Diego Benaglio (Wolfsburg) ist einer der vier Schweizer Bundesliga-Keepern. (Bild: Getty / Alexander Hassenstein)

Marwin Hitz (Augsburg) ist einer der vier Schweizer Bundesliga-Keepern. (Bild: Keystone / Matthias Schrader)

Marwin Hitz (Augsburg) ist einer der vier Schweizer Bundesliga-Keepern. (Bild: Keystone / Matthias Schrader)

Roman Bürki (Dortmund) ist einer der vier Schweizer Bundesliga-Keepern. (Bild: Getty / Alexander Hassenstein)

Roman Bürki (Dortmund) ist einer der vier Schweizer Bundesliga-Keepern. (Bild: Getty / Alexander Hassenstein)

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