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FUSSBALL: Der Hamburger SV muss punkten – egal wie

Alle Jahre wieder: Der HSV kriselt und ist zurück auf seinem Stammplatz – Platz 16. Der Jahresabschluss in Gladbach hat für die Hanseaten richtungsweisenden Charakter.
Kristof Stühm und Marie-Theres Schwabe (sid), Hamburg
Der 17-jährige HSV-Stürmer Jann-Fiete Arp. (Bild: Axel Heimken/Keystone)

Der 17-jährige HSV-Stürmer Jann-Fiete Arp. (Bild: Axel Heimken/Keystone)

Markus Gisdol sagt, er «bewerte» seine Mannschaft normalerweise nicht «nach dem Tabellenplatz». Doch kurz vor Weihnachten muss auch der 48-Jährige zugeben: Der Hamburger SV befindet sich «in einer gefährlichen Situation». Irrlichtert sein Team auch zum Jahresabschluss bei Borussia Mönchengladbach (heute, 20.30 Uhr, ZDF) umher wie zuletzt, drohen die Hanseaten erstmals seit elf Jahren auf einem Abstiegsplatz zu überwintern.

Alle Jahre wieder kriselt es an der Elbe, der HSV ist wieder auf seinen Stammplatz abgerutscht, Rang 16, das Schreckgespenst Relegation geht am Volkspark um. «Wir spielen besser als im letzten Jahr, aber uns fehlen die Ergebnisse», sagt Trainer Gisdol und fordert Punkte – egal wie: «Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass sich diese einfach so einstellen, sondern müssen giftig bleiben und auch mal die unschönen Dinge machen.»

Mit zwei Siegen war der HSV in die Saison gestartet, war am 25. August sogar für eine Nacht Tabellenführer – danach kamen bisher aber nur neun mickrige Zähler hinzu. Die Ernüchterung beim Traditionsklub ist deutlich zu spüren. Hinzu kommt, dass «die Konkurrenz punktet», wie Sportchef Jens Todt feststellt. Und so fragte die «Bild»-Zeitung am Donnerstag schon: «Ist der HSV diesmal fällig?»

Arp und Kostic mit je zwei Toren die besten Schützen

Eine Antwort darauf kann es natürlich noch nicht geben, aber die Partie in Mönchengladbach hat für die Hamburger richtungsweisenden Charakter. «Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen und die 18 Punkte erreichen», sagt Gisdol, «dafür brauchen wir noch einmal eine optimale Leistung.» Und vor allem Tore. Doch genau daran hapert es ja, nach 16 Spielen haben die beiden «treffsichersten» HSV-Angreifer Jann-Fiete Arp und Filip Kostic lediglich zwei Tore erzielt. Bezeichnend: Michael Gregoritsch, der im Sommer zum FC Augsburg geschickt wurde, hat schon acht Treffer und drei Vorlagen auf dem Konto.

«Es ist augenscheinlich, dass wir aus unseren Möglichkeiten zu wenige Tore schiessen», sagt Gisdol, der Andre Hahn bei seinem Ex-Klub wohl eine neue Chance von Beginn an geben wird: «Es hätte uns viele Punkte gebracht, wenn wir ein, zwei Spieler im Team hätten, die jetzt sechs Tore hätten.» Der HSV ist aber nicht im Besitz solcher Spieler, und Gisdol hat es bisher nicht vermocht, einen solchen Angreifer zu formen.

Jens Todt beobachtet den Markt in Südamerika

Gut möglich, dass der HSV im Winter deshalb noch einmal auf Shoppingtour geht. «Das muss ich mal mit dem Jens Todt besprechen», sagt Gisdol; der Sportdirektor war zuletzt in Südamerika scouten. Doch zunächst einmal wollen die Hamburger gegen die Fohlen ihre «gefähr­liche Situation» entschärfen.

«Natürlich besitzen die Gladbacher ein gutes Team, aber auch sie haben Schwankungen in ihren Leistungen», sagt Gisdol, der zu Weihnachten ganz sicher nicht auf einem Abstiegsplatz stehen möchte.

Kristof Stühm und Marie-Theres Schwabe (SID), Hamburg

sport@luzernerzeitung.ch

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