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FUSSBALL: Der SC Cham lebt den «Geist von San Pedro»

Die Ennetseer sind im Jahr 2018 weiterhin ungeschlagen. Beim 3:0-Sieg in La Chaux-de-Fonds zeigt sich das ausgeprägte Wir-Gefühl, das das Team im Winter zurückerlangte.
Die Entscheidung: Florian Müller (in Rot) trifft in der 26. Minute zum 2:0 für Cham. (Bild: Raphael Biermayr (La Chaux-de-Fonds, 24. März 2018))

Die Entscheidung: Florian Müller (in Rot) trifft in der 26. Minute zum 2:0 für Cham. (Bild: Raphael Biermayr (La Chaux-de-Fonds, 24. März 2018))

Der SC Cham wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in der kommenden Saison in der dritthöchsten Schweizer Liga spielen. Nach dem 3:0-Sieg in La Chaux-de-Fonds hat er 29 Punkte und ist damit nur noch einen Zähler von der Marke entfernt, die gemeinhin mit dem sicheren Klassenverbleib übereingebracht wird.

Gegen einen überforderten Gegner geriet der siebte Saisonsieg nie in Gefahr. Davide Giampà per Elfmeter (9.) und Florian Müller nach einem Alleingang (26.) entschieden die Partie mit ihren Treffern früh. Es war der dritte Erfolg ohne Gegentreffer in der laufenden Spielzeit.

Das war auch das Verdienst des neuen Abwehrchefs Atila Prado, der die Hoffnungen erfüllt, die die Chamer in ihn gesetzt haben: Dank seiner ausgeprägten Kommunikation ist der vom FC Wil ausgeliehene Brasilianer ein echter Leader. Und es ermöglicht dem Trainer Jörg Portmann, den starken Giampà im Mittelfeld aufzustellen, wo er mehr Wirkung entfaltet.

Es erstaunte, dass der Sportchef Marcel Werder einen Verteidiger holte – wo doch der Kader voll mit Defensivspielern und seit dem verletzungsbedingten Saisonausfall von Severin Dätwyler dringender Handlungsbedarf im Sturm angezeigt ist. Es war nicht so, dass Werder untätig war, doch einmal mehr ist es wie verhext: Wil wollte auch seinen neuverpflichteten Stürmer Gabriel Molter beim Sportclub zu Spielzeit kommen lassen. Doch der 21-Jährige hat keine Arbeitserlaubnis erhalten und blieb folglich in Brasilien.

Er ist nach Omar Thali der zweite Stürmer, der trotz eingeleiteter Transfers nicht für Cham spielt. Der Ex-Krienser nahm im Sommer überraschend ein Angebot aus den USA an. Angesichts der Verpflichtung von Thali hatten die Chamer dem nachmaligen Surseer Goalgetter Elvis Bratanovic abgesagt, der mittlerweile für den voraussichtlichen Super-League-Aufsteiger Xamax aktiv ist.

Bleibt Portmann Chamer Trainer?

Dass die Ennetseer dennoch Tore schiessen und erfolgreich sind, zeugt von einem starken Kollektiv. Dieses musste nach einer zum Schluss schwachen ersten Saisonphase neu beschworen werden.

Der Begriff vom «Geist von San Pedro» macht die Runde – alle streichen das wohltuende Wintertrainingslager als Ursprung für das wiedergewonnene Wir-Gefühl heraus. Dazu trägt auch der Trainer Jörg Portmann bei, der trotz seiner sechsten Saison im Verein anscheinend keine Ermüdungserscheinungen kennt.

Ob er weitermachen wird, werden die Verantwortlichen gemäss Sportchef Werder nach Ostern verraten. Die jüngsten Auftritte wie der in La Chaux-de-Fonds sprechen für einen neuen Vertrag. Im Jahr 2018 ist das Team ungeschlagen. Am kommenden Donnerstag wartet mit den kriselnden Kriensern die nächste Herausforderung (19.30 Uhr, Eizmoos).

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

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