FUSSBALL: Ein Spitzenkampf, der nie einer war

Der FC Hochdorf muss seine Aufstiegsträume begraben. Die Seetaler verlieren den einseitigen Spitzenkampf gegen Zofingen klar mit 0:4 Toren.

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Der 2.-Liga-inter-Spitzenkampf hielt nicht, was er im Vorfeld versprochen hatte. Zu einseitig verlief die Partie, zu schnell war die Spannung aus dem Spiel. Der SC Zofingen war dem FC Hochdorf in allen Belangen überlegen und machte schon vor der Pause alles klar. Am Ende siegten die Aargauer 4:0. Damit bleibt Zofingen mit Kickers Luzern im Aufstiegsrennen, den Hochdorfern bleiben nur noch theoretische Chancen auf die Promotion. Selbst Spielertrainer Remo Meyer meinte nach dem Spiel: «Jetzt haben wir uns endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.»

Von Beginn weg war es der SC Zofingen, der auf der Hochdorfer Arena den Takt anschlug. Die Aargauer kombinierten, setzten ihre Technik ein –und hatten mit Julio Sant Anna einen bulligen Stürmer, dessen Geschwindigkeit die Seetaler Abwehr immer wieder vor grosse Schwierigkeiten stellte. Und wenn die Gäste einmal halbwegs in Bedrängnis kamen, weil die Hochdorfer sich in die Nähe des Zofinger Strafraums verirrten, lösten die Aargauer auch diese Situationen mit breiter Brust. Stellvertretend jene Szene nach einer Viertelstunde, als Dominik Sieber mit einem «Zidane-Trick» gleich zwei Hochdorfer ins Leere laufen liess und sich so mit grossem Selbstvertrauen befreite.

Zwei Penaltys für Zofingen

Entstand der erste Treffer für Zofingen nach einer schönen Kombination, so fielen die Tore Nummer zwei und drei auf Penalty. Beide Male war es Sant Anna, der von den Seetalern nur mit unfairen Mitteln gestoppt werden konnte. War der erste Penalty von Bucheli noch naiv verursacht worden, setzte sich Sant Anna beim zweiten Strafstosspfiff gegen Remo Meyer clever in Szene. Elfmeter gesucht, Elfmeter gefunden, Elfmeter versenkt. «Zofingen spielte in der ersten Halbzeit sehr effektiv. Sie haben unsere Fehler, die wir im Aufbauspiel begingen, gnadenlos ausgenutzt. Mit der klaren Pausenführung war das Spiel eigentlich schon entschieden», analysierte Remo Meyer weiter.

Zofingen beschränkte sich auf die Spielkontrolle

Nach der Pause hatte Hochdorf mehr vom Spiel. Einerseits, weil sich die Seetaler zu einer Leistungssteigerung aufraffen konnten, andererseits, weil die Zofinger nur noch das Nötigste unternahmen und sich weitgehend auf die Kontrolle des Spiels beschränkten. So kamen Bucheli (Pech beim Lattenschuss), Raphael und Pascal Kuchling zu guten Chancen, die sie aber allesamt nicht zu nutzen wussten. Und es passte zu diesem spannungslosen Spitzenkampf, dass in der Schlussphase mit Aidan Uebelmann ein Hochdorfer vorzeitig unter die Dusche musste und der eingewechselte Luca Schifferle nach einem Konter mit einem schönen Lupfer über Hochdorf-Goalie Schmidt den Schlussstand sicherstellte.

Während sich Zofingen in den letzten beiden Spielrunden mit den Luzerner Kickers über die Promotion in die 1. Liga duelliert, ist für Pascal Bader, den neuen Trainer von Hochdorf, klar: Er kann für die 2. Liga interregional planen. «Nicht so schlimm», findet der scheidende Spielertrainer Meyer: «Der Aufstieg war nie unser Ziel. Wir wollten Spiel für Spiel nehmen. Es ist schön, dass wir so lange um die vordersten Plätze mitspielen konnten», sagte Meyer nach dem Schlusspfiff und kündigte an: «Wir werden die verbleibenden Partien bestimmt noch ernst nehmen, alles, was wir haben, abrufen, um die Saison erfolgreich abschliessen zu können.» (cb.)

Hochdorf – Zofingen 0:4 (0:3)
Arena. – 250 Zuschauer. – SR Winter. – Tore: 9. Hasani 0:1. 19. Malis (Foulpenalty) 0:2. 45. Hasani (Foulpenalty) 0:3. 84. Schifferle 0:4. – Hochdorf: Schmidt; Bucheli, Meyer, Schumacher, Raphael Kuchling; Jost, Weibel (55. Ates), Rajic (64. Manuel Kuchling), Loshaj; Uebelmann, Vogel (55. Pascal Kuchling). – Zofingen: Vodola; Malic, Mamone, Mike Sieber; Ajil, Jonjic, Selmani (82. Malundama), Dominik Sieber; Amoroso, Sant Anna, Hasani. – Bemerkungen: 47. Lattenschuss Bucheli. 76. Platzverweis Uebelmann.