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FUSSBALL: Ein unerschütterlicher Optimist

Ursin Good (22), Mittelfeldspieler des Zweitligisten Cham II, ist ein positiv denkender Mensch. Er steckt sich stets neue Ziele, kann sich aber auch mal auf Ruhe einlassen, wenn ein besonderer Mensch bei ihm ist.
Martin Mühlebach
Der unternehmungsfreudige Ursin Good hält nur selten inne. (Bild: Maria Schmid (Zug, 19. März 2018))

Der unternehmungsfreudige Ursin Good hält nur selten inne. (Bild: Maria Schmid (Zug, 19. März 2018))

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

Im vergangenen Sommer schaffte Cham II den Aufstieg in die 2. Liga. Der 22-jährige Mittelfeldspieler Ursin Good erinnert sich gern zurück: «Unser Aufstieg stand schon fest, als wir in einem gemieteten Bus zum letzten Spiel gegen Schötz II fuhren. So wurde auf der Rückfahrt trotz der Niederlage ausgiebig gefeiert.» Dieser Aufstieg sei der bisher grösste Erfolg in seiner Fussballkarriere.

Der seit den F-Junioren die Farben des SC Cham tragende Good war anfänglich ein treffsicherer Stürmer. Als gefürchteter Goalgetter wurde er mit den F- und E-Junioren Meister im Innerschweizer Fussballverband. Obwohl er damals von einer Profikarriere träumte, liess er drei Probetrainings für die Aufnahme in die U11 des Team Zugerland zu Gunsten von Einsätzen in seinem Stammverein sausen.

Im Alter von 18 Jahren durfte Good die Saisonvorbereitung mit dem Chamer Fanionteam bestreiten. Zu mehr reichte es nicht. Seither spielt der vom Stürmer zum Mittelfeldspieler umfunktionierte Akteur eine tragende Rolle in der 2. Mannschaft. Seine Stärken sind eine gute Spielübersicht und ein genaues Passspiel. Verbesserungspotenzial besteht nach seinem eigenen Eingeständnis in den Sparten Aggressivität und Zweikampfverhalten. In diesen Bereichen ist ihm sein 20-jähriger Bruder und Teamkollege Andri um eine Nasenlänge voraus.

«Ligaerhalt sollte realisierbar sein»

Nach einem guten Meisterschaftsstart ist Cham II im Verlauf der Vorrunde ein wenig ins Straucheln geraten. Die Elf von Neo-Trainer Pascal Nussbaumer befindet sich derzeit mit 14 Punkten aus 13 Spielen auf dem 11. Tabellenplatz und damit in Abstiegsgefahr. Good analysiert: «Zu Beginn der Meisterschaft wurden wir von der Aufstiegs­euphorie beflügelt. Als diese Euphorie nachliess, liessen wir plötzlich auch den zum Erfolg notwendigen Siegeswillen vermissen.» In der Winterpause hätte Cham II sehr gut trainiert und auch einige Vorbereitungsspiele erfolgreich absolviert. «Wir sind nun wieder vom Siegeswillen beseelt. Der angestrebte Ligaerhalt sollte realisierbar sein.»

Ursin Good verrät: «Meine Rückennummer ist die 11. Es ist die Nummer, die meine Lieblingsspieler Didier Drogba und Marco Streller getragen haben.» Der Name Streller fällt nicht überraschend, denn der Chamer Fussballer outet sich als Fan des FC Basel, der in der laufenden Meisterschaft nicht wunschgemäss auf Touren kommt. Good meint: «Die derzeitige Baisse ist wohl auf den Substanzverlust zurückzuführen, den der FCB nach den vielen Wechseln im Kader erlitten hat. Die Suche nach einem harmonischen Teamgefüge braucht halt noch etwas Zeit.»

Ein künftiger Konzernboss?

Good, der sich als glücklicher, zufriedener und stets positiv denkender Mensch bezeichnet, der es gerne lustig hat, steckt sich beruflich hohe Ziele. Nach der erfolgreich abgeschlossenen kaufmännischen Berufsmatura arbeitet er als Projektassistent im Bereich Coaching und Beratung. Berufsbegleitend belegt er an der Hochschule Luzern das Fach Wirtschaft, in dem er den Bachelor machen will. «Mein Berufsziel ist die Gründung einer eigenen Firma», bekennt Good, ehe er verschmitzt lächelnd korrigiert: «Die Gründung eines eigenen Konzerns.»

Seit bald drei Jahren ist der unternehmungsfreudige junge Mann mit seiner Freundin Laura (19) zusammen. «Im Gegensatz zu mir strahlt sie in allen Lebenslagen Ruhe und Besonnenheit aus. Als wir im vergangenen Sommer nach Rhodos in die Ferien flogen, befürchtete ich, es könnte mir langweilig werden. Meine Befürchtung erwies sich als falsch. Laura riss mich förmlich mit, wofür ich ihr dankbar bin», sagt Ursin Good. Verschmitzt lächelnd schiebt er nach: «Meinen Eltern lief ich einmal davon, als wir unsere Ferien in Jesolo verbrachten, weil es nicht so lief, wie ich wollte. In den Ferien mit Laura dachte ich keinen Moment ans Davonlaufen.»

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