Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vor dem Showdown gegen Irland: Fünf Fragen zum Schweizer Nationalteam

Am Dienstag um 20.45 Uhr trifft die Schweiz in Genf auf Irland. Anbei ein paar Dinge, die Sie noch unbedingt wissen müssen vor dem kapitalen EM-Qualifikationsspiel.
Christian Brägger
Vladimir Petkovic und seine Schweizer Spieler beim Abschlusstraining im Stade de Genève. (Bild: Salvatore Di Nolfi/KEY)

Vladimir Petkovic und seine Schweizer Spieler beim Abschlusstraining im Stade de Genève. (Bild: Salvatore Di Nolfi/KEY)

Haben die Schweizer die Niederlage gegen die Dänen verdaut?

Während Captain Stephan Lichtsteiner noch am Samstag nach der Niederlage von einem «Finalspiel» sprach, dem man sich stellen werde, sagt Yann Sommer: «Direkt nach dem Spiel waren wir sehr enttäuscht, weil die Leistung gut war. Aber es bringt nichts, in einer englischen Woche gedanklich daran lange hängen zu bleiben. Wir haben uns gesagt, Kopf hoch. Cool bleiben. Motiviert sein. Wir müssen uns an den positiven Punkten festhalten und versuchen, Power auf den Platz zu bringen. Die Mannschaft freut sich auf das Spiel, und sie ist auch bereit. Es geht um viel.» Das Verhalten der Schweizer spricht grundsätzlich dafür, dass sie die jüngsten negativen Dinge ausblenden kann. Allein schon wegen ihrer Erfahrung.

In welcher Formation wird die Schweiz gegen Irland spielen?

Vermutlich wird Nationalcoach Vladimir Petkovic weiter auf die Dreierkette setzen. Sie bringt der Offensive mehr Wucht, das ist gerade jetzt hilfreich, wenn die Stürmer so selten treffen – erst drei der zehn Tore in der laufenden EM-Qualifikation gehen auf ihr Konto. Fraglich ist, ob Stephan Lichtsteiner weiter rechts im Mittelfeld spielen wird. In der Tendenz dürfte Petkovic eher auf Kevin Mbabu setzen, dem aber nicht gerade das Image des Glücksbringers anhaftet. Letztlich scheint folgende Formation gut möglich: Sommer; Elvedi, Schär, Akanji; Mbabu, Zakaria, Xhaka, Rodriguez; Mehmedi; Embolo, Seferovic.

Was spricht für einen Sieg gegen die Iren?

Die Schweiz erlebt derzeit die schwierigste Qualifikationsphase und auch die grösste Resultatbaisse, seit Petkovic ihr Trainer ist. Bisher hat sie unter Druck aber stets geliefert. Sei es in der Barrage vor knapp zwei Jahren gegen Nordirland, oder 2014 sowie 2015 nach einem schwachen Start in die EM-Qualifikation gegen England und Slowenien. Zudem gilt sie als heimstark. Und die Iren sind nicht gerade dafür bekannt, gegnerische Abwehrreihen verunsichern zu können. Bisher haben sie in sechs Spielen erst sechsmal getroffen, dabei aber auch erst zwei Gegentore kassiert. Granit Xhaka sagt: «Es wird nicht einfach, die Iren in der Defensive zu knacken. Aber wir verfügen über genug Qualität.»

Werden die Schweizer wieder zittern und ein spätes Gegentor erhalten?

Das wissen wir nach 90, vielleicht 95 Minuten. Gewiss würde es Sinn machen, wenn die Schweiz in den Schlussphasen pragmatischer spielen würde und nicht stets weiter das Tor suchte. Es hat sich schon etwas aufgebaut im Schweizer Team. Und seien es neben den Fakten mit späten Gegentoren in fünf Spielen seit dem vergangenen Jahr auch nur die öffentlichen Diskussionen, die sich darum drehen. Was unweigerlich dazu führen kann, dass etwas in den Köpfen hängen bleibt. Sommer sagt: «Es bringt nichts, zu überlegen, weshalb das passiert ist. Ein gutes Team kommt auch durch schwierige Phasen durch. Wir müssen dem Resultat einfach noch mehr Sorge tragen.»

Werden die Trainerdiskussionen bei einem Sieg verstummen?

Nein. Es sei denn, die Schweizer fegen die Iren gleich mit 6:0 vom Platz und zeigen eine Trotzreaktion. Das gäbe fürs Erste ein bisschen Ruhe, aber eben nur fürs Erste. Danach müsste die Schweiz noch die letzten beiden Qualifikationsspiele gegen Georgien und Gibraltar gewinnen. Doch grundsätzlich werden die kritischen Stimmen an Petkovic nicht verstummen, sondern bleiben. Es sind Stimmen, die im fachlich nichts vorwerfen, aber seine Kommunikationsprobleme hervorheben. Und dass er es nicht schafft, der Schweiz ein bessere Image zu verpassen. Petkovic sagt: «Es ist normal, dass ein Trainer irgendwann in Frage gestellt wird. Bei mir passiert das einfach zu oft und seit fünfeinhalb Jahren. Aber ich bin immer noch da. Und werde es auch noch ein paar Spiele lang bleiben. Letztlich geht es nicht um mich. Es geht um die Schweiz. Auch die Medien könnten dabei dem Team ein bisschen mehr helfen.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.