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FUSSBALL: «Embolos Jugendbonus ist vorbei»

Basel spielt am Montag (16.00) in Luzern. Es könnte hier der letzte Auftritt von Breel Embolo sein, bevor er ins Ausland wechselt. Sein Trainer warnt ihn aber vor einer schwierigen Zeit.
Daniel Wyrsch, Basel
Basels Jungstar Breel Embolo hat das Interesse von grossen Klubs geweckt. Ob er gegen den FCL in der Startelf steht, ist noch unklar. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Basels Jungstar Breel Embolo hat das Interesse von grossen Klubs geweckt. Ob er gegen den FCL in der Startelf steht, ist noch unklar. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Daniel Wyrsch, Basel

Breel Embolo (19) gilt als Supertalent. Seine unbestrittene Klasse hat er am 8. August 2015, beim letzten Gastspiel der Basler in Luzern, eindrucksvoll bewiesen. Mit einem Doppelschlag (27./30.) drehte er den Match, machte aus einem 0:1 ein 2:1. Der FCB besiegte den FCL am Ende 3:1 und gewann auch seine folgenden zwei Heimspiele gegen Luzern (je 3:0). Vor dem letzten Aufeinandertreffen der Saison zwischen den Innerschweizern und den Baslern stellt sich nun die Frage, ob Embolo im Sommer ins Ausland wechselt. Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig hat Interesse am Schweizer Nationalspieler. Bereits im Januar wollte ihn Wolfsburg für satte 30 Millionen Franken holen. Der Basler mit kamerunischen Wurzeln zeigte sich im KKL Luzern, wo er von der Liga zum besten Schweizer Fussballer gewählt wurde, erstaunt über die Ablöse. Er könne gar nicht so viel Geld wert sein, meinte Embolo.

Liverpool bietet 35 Millionen Euro

Liverpool soll jetzt gemäss «Sport Bild» sogar 35 Millionen Euro für Embolo bieten – egal, ob das Team von Trainer Jürgen Klopp am nächsten Mittwoch in Basel den Final der Europa League gegen Titelverteidiger Sevilla gewinnt oder nicht. Der begehrte Jungprofi will über einen möglichen Wechsel aber nicht reden. FCB-Trainer Urs Fischer warnt Embolo derweil vor dem höheren Tempo in den Topligen: «Wenn er den Schritt machen will, muss er zu einem Klub gehen, bei dem er seine Chance sieht. Schon beim FCB ist es schnell, aber je nach Liga hat das Spiel noch einmal eine ganz andere Dynamik.»

Fischer hat sich noch nicht entschieden, ob er Embolo am Pfingstmontag in Luzern in der Startelf einsetzt. Obwohl der verletzte Angreifer Marc Janko weiterhin nicht für einen Pflichteinsatz in Frage kommt, überlegt sich der Coach, Cedric Itten stürmen zu lassen. «Breel selber muss ich nicht fragen, er würde am liebsten gleich zwei Partien hintereinander spielen», sagt Fischer. Embolo habe die Power dafür, trotzdem müsste man aufpassen, ihn nicht zu stark zu forcieren. Zudem habe Embolo die EM vor sich. Fischer scheint hin- und hergerissen, ob er nach dem seit dem 30. April feststehenden Meistertitel die EM-Teilnehmer schonen soll oder nicht. Er betont aber auch: «Wir haben bis zum 25. Mai Meisterschaftsbetrieb, bis dann belaste ich die Spieler.»

Strubes Jahr erlebt

Über die letzten zwölf Monate von Embolo sagt Fischer: «Breel hat sich gut entwickelt. Er ist ein ganz junger Spieler, der ein strubes Jahr mit dem Hype um seine Person hinter sich hat.» Im Winter sei ein Transfer konkret gewesen, das müsse einer zuerst verarbeiten. «Er hat das toll gemacht.» Zum Potenzial des wertvollsten FCB-Profis meint er, dass Embolo noch viel Luft nach oben habe. Fischer prophezeit ihm nach der EM eine harte Zeit: «Die nächste Saison, egal, wo er die bestreitet, wird unheimlich schwierig. Der Jugendbonus wird nicht mehr vorhanden sein, die Leute werden ihm nicht mehr alle Fehler verzeihen. Jetzt gilt es, die Leistungen zu bestätigen.» Fischer sagt, dass am Ende der Spieler über seine Zukunft entscheiden müsse. Und es tönt nach Abschied, wenn er sagt: «Seine Sporen in der Schweiz hat Breel abverdient.»

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