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FUSSBALL: Ernüchterung nach Freudentaumel

Die Realität hat Zug 94 schnell wieder eingeholt. Nur drei Tage nach dem 3:1-Sieg über Buochs kassiert die Elf von Trainer Roli Widmer eine 1:5-Kanterniederlage in der 1. Liga.
Martin Mühlebach
Jonas Bernet (rechts) gibt ein glückloses Comeback für die Zuger. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. August 2016))

Jonas Bernet (rechts) gibt ein glückloses Comeback für die Zuger. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. August 2016))

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

Am Mittwochabend waren sich die Spieler und Fans von Zug 94 noch in den Armen gelegen. Gemeinsam feierten sie den 3:1-Sieg im ersten Meisterschaftsspiel unter dem neuen Trainer Roli Widmer über Buochs. Ein Fan prophezeite: «Es ist nur eine Frage der Zeit, bis unsere Mannschaft im Mittelfeld der Tabelle Unterschlupf findet.» Nur drei Tage nach dem Freudentaumel kehrte Ernüchterung ein: Zug 94 verlor das Auswärtsspiel gegen die Black Stars Basel diskussionslos mit 1:5.

Die Platzherren legten von Beginn an ein horrendes Tempo vor, dem die Zentralschweizer nicht gewachsen waren. Muslija (16.) und Bajraktari (36.) schossen die Basler bis zum Pausenpfiff 2:0 in Front. Trainer Widmer analysierte: «Wir haben den ersten Durchgang total verschlafen und dem Heimteam erlaubt, sein Spiel aufzuziehen. Das muss sich ändern.»

Mit der Einwechslung des von einer langwierigen Verletzung wieder genesenen Routiniers Jonas Bernet, der den jungen Leonard Reci ersetzte, ging tatsächlich ein Ruck durch die Reihen der Zuger. Sie erspielten sich eine Torchance nach der anderen, aber sie liessen im Abschluss – wie schon so oft in dieser Saison – die Effizienz vermissen. Der Basler Keeper Steven Oberli musste sich erst in der 62. Minute geschlagen geben, als Kemil Festic nach einer feinen Einzelleistung den Ball zum Anschlusstor ins Netz schlenzte. Die Zentralschweizer powerten unvermindert weiter, aber sie verloren zusehends die Übersicht. In der 69. Minute gaben sie in der Vorwärtsbewegung den Ball her. Die Basler konterten blitzschnell und erhöhten das Skore auf 3:1. Rodriguez liess sich als Torschütze feiern. Die Zuger ersetzten ihren ausgepowerten Captain Davide Palatucci (74.) durch den wirbligen Ruben Burkard, der kurz darauf am glänzend agierenden Basler Keeper scheiterte.

Klare Worte des Trainers

Die Black Stars lauerten weiterhin auf Kontervorstösse – und hatten Erfolg damit. Hengel sorgte in der 85. und der 90. Spielminute mit einem Doppelpack für das Gesamtskore von 5:1. Roli Widmer befand: «Meine Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit eine klare Reaktion gezeigt. Aber sie liess sich von den Kontervorstössen der Platzherren zu einfach erwischen. Unsere Abwehrleistung muss besser werden – heute war sie inakzeptabel.»

Es ist aber nicht nur die Defensivarbeit, die verbessert werden muss. Der Hebel muss auch im Angriff angesetzt werden. Torchancen zu kreieren ist das eine, sie zu verwerten das andere. Dass Zug wieder auf den zweitletzten Tabellenplatz abgerutscht ist, ist noch kein Beinbruch. Aber es ist ein Hinweis darauf, dass ein Trainerwechsel nicht viel bewirken kann, wenn es dem Team an Kontinuität und Substanz mangelt.

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