FUSSBALL: Eschenbach stoppt Goldauer Express

Im 2.-Liga-inter-Duell siegt der FC Eschenbach gegen den SC Goldau mit 3:1. Es ist die erste Niederlage im fünften Spiel für die Schwyzer, die ein Torverhältnis von 21:4 aufweisen.

Rene.barmettler@luzernerzeitung.ch
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Liridon Simoni (rechts) gegen Eschenbachs Silvan Honauer. (Bild: Dominik Wunderli (Eschenbach, 7. 9. 2017))

Liridon Simoni (rechts) gegen Eschenbachs Silvan Honauer. (Bild: Dominik Wunderli (Eschenbach, 7. 9. 2017))

Der FC Eschenbach siegte gestern im vorgezogenen Spiel der 5. Runde überraschend, aber verdient 3:1 gegen das bis anhin ­verlustpunktlose Goldau. Und brachte den Goldauer Express zum Stoppen.

Beide Teams mussten letzte Saison bis zur letzten Runde den Abstieg in die 2. Liga regional befürchten, zogen aber in der letzten Runde den Kopf aus der Schlinge. Am Stamm des Goldauer Kaders wurde in der Sommerpause praktisch nichts verändert, dennoch dominierten die Goldauer zu Beginn dieser Saison ihre Gegner nach Belieben. «Wir sind jetzt viel fitter als zuvor, weil wir viel daran gearbeitet haben», begründet SCG-Spielertrainer Sandro Marini (29) den Höhenflug vor der gestrigen Partie. «Und wenn du fit bist, bist du auch entschlossener.» Die Automatismen greifen, jeder kenne die Laufwege des anderen, «und so kommt halt alles zusammen». Vor der Reise ins Seetal hatte Marini keine Befürchtungen, dass sein Team den Gegner, der bis anhin nur eine Partie gewinnen konnte, auf die leichte Schulter nehmen würde. «Wir wissen: Wenn wir nicht an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit oder sogar darüber gehen, schaffen wir es nicht.» Offenbar wurde das nicht beherzigt, das Team bekundete auf dem kleinen Platz grosse Mühe und wurde nur selten gefährlich. Der Druck lastete auf dem FC Eschenbach. «Sie mussten gewinnen, während wir unsere Situation im Moment geniessen können», brachte es der ehemalige Profi (Kriens, St. Gallen, Vaduz) auf den Punkt.

Neuer Trainer, alte Schwierigkeiten

Ausserdem haben sich die Goldauer unabhängiger von ihrem Goalgetter Zeno Huser gemacht. Nach seiner Rückkehr aus Tuggen war er nicht mehr «der Alte». Andere wie sein Buder Koni (bisher 6 Tore, Jozef Simoni (4), Michael Keller (3) und Sandro Marini (3) halten die Torproduktion überdurchschnittlich hoch. Davon können die Eschenbacher im Moment zwar nur träumen, aber die Gemütslage nach dem zweiten Sieg im fünften Spiel liess die Mienen aufhellen. In der Sommerpause ging bei den Seetalern ein Trainerwechsel über die Bühne. Glenn Meier verliess den Klub in Richtung der FC-Luzern-Frauen (NLA), Markus Meier übernahm. Die sportlichen Schwierigkeiten blieben – der Saisonstart verlief harzig. Doch gestern wuchs das Team über sich hinaus, bestrafte die Fehler in der Goldauer Hintermannschaft. Und es waren diesmal die Eschenbacher, die das Spiel geniessen konnten.

René Barmettler

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch


Eschenbach – Goldau 3:1 (2:0)
Weiherhus. – 240 Zuschauer. – SR Niederberger. – Tore: 9. Walker 1:0. 29. Mazoll 2:0. 49. Walker 3:0. 88. Koni Huser (Foulpenalty) 3:1.
Eschenbach: Grünig; Odermatt, Stauber, Emmenegger, Honauer (90. Jakupi); Arnold, Mazoll, Walker, Unterbörsch (68. Barmet); Felder, Vukovic (86. Peter).
Goldau: Dudle; Sommaruga, Spichtig (64. Zeno Huser), Suter, Liridon Simoni (87. Beeler); Christen, Schmid; Koni Huser, Marini, Jozef Simoni; Keller.
Bemerkung: 71. Pfostenschuss Walker.