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FUSSBALL: FC Hergiswil macht weiteren Schritt Richtung Aufstieg

Der FC Hergiswil gewinnt das schwierige Auswärtsspiel in Altdorf dank einer starken ersten Halbzeit mit 1:0. Im zweiten Durchgang steht den Nidwaldnern das Glück zur Seite, sie werden für ihre Passivität nicht bestraft.
Urs Hanhart
Matchwinner Markus Kiser (Mitte) setzt sich im Zweikampf gegen Altdorfs Calderon Mavembo (rechts) durch. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 13. Mai 2018))

Matchwinner Markus Kiser (Mitte) setzt sich im Zweikampf gegen Altdorfs Calderon Mavembo (rechts) durch. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 13. Mai 2018))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

430 Zuschauer bekamen gestern Nachmittag auf der Altdorfer Schützenmatte ein 2.-Liga-inter-Spiel mit völlig unterschiedlichen Halbzeiten zu sehen. Während Tabellenführer Hergiswil im ersten Durchgang dominierte, bestimmten die Urner nach der Pause das Geschehen. Allerdings fehlte den Altdorfern die nötige Kaltblütigkeit im Abschluss, denn an Torchancen mangelte es nicht. Hergiswil-Trainer Marco Odermatt gab sich nach dem Schlusspfiff selbstkritisch, bilanzierte er doch: «Das ist ein glücklicher Auswärtssieg. Insgesamt bin ich mit der Leistung unzufrieden. In der zweiten Halbzeit agierten wir zu passiv. Sehr gut war hingegen der erste Durchgang. Es ist uns gelungen, dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen. Ich ziehe den Hut vor meinem Team, es ist uns gelungen, trotz durchzogener Vorstellung den achten Sieg in Serie einzufahren.»

Erste Hälfte gehört klar dem Tabellenführer

Im ersten Viertel der Partie gab es fast ausschliesslich Einbahnfussball Richtung Altdorfer Tor. Hergiswil schnürte die Gastgeber richtiggehend in deren eigenen Platzhälfte ein, ohne sich zwingende Torchancen zu erarbeiten. Das änderte sich bald. In der 28. Minute schlenzte Silvan Sager den Ball nach einer schnellen Aktion knapp am Gehäuse vorbei. Zehn Minuten später gelang Markus Kiser mit einem unhaltbaren Schuss aus 20 Metern in die rechte untere Ecke der verdiente 0:1-Führungstreffer. Kurz vor der Pause folgte dann noch ein Lattenknaller für die Nidwaldner. Die Altdorfer waren mit dem knappen Pausenrückstand noch gut bedient.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann ein völlig anderes Bild. Die Urner rissen das Spieldiktat resolut an sich und kreierten mehrere Topchancen, die jedoch allesamt - teilweise kläglich – vergeben wurden. In der 62. Minute köpfelte Calderon Mavembo einen Cornerball knapp übers Tor, und nur wenig später hämmerte Captain Samuel Lustenberger einen Weitschussknaller über die Latte. Die allerbeste Ausgleichschance vergab aber Kartal Cil in der 67. Minute. Er kam nach einer starken Ballstafette aus 16 Metern unbedrängt zum Abschluss, setzte seinen Schuss jedoch haarscharf neben den rechten Pfosten.

Schiedsrichter sah keine Regelwidrigkeit

Die Hergiswiler brachten im zweiten Umgang offensiv nicht mehr viel zu Stande. Mit ihren gefährlichen Kontern hätten sie den Match aber durchaus vorzeitig für sich entscheiden können. Die beste Möglichkeit für die Gäste vergab Flavio Weber in der 73. Minute. Aus kurzer Distanz kickte er das Leder knapp übers Lattenkreuz. Eine umstrittene Szene gab es fünf Minuten vor Schluss.

Altdorfs Stürmer Pirmin Baumann wurde im Strafraum penaltyreif gelegt, zumindest nach Ansicht der Einheimischen. Der Unparteiische war jedoch anderer Meinung und sah beim Einsteigen des Verteidigers keine Regelwidrigkeit. In der Nachspielzeit kamen die Hausherren noch zu zwei Freistössen aus 20 Metern. Beim zweiten mussten die Gäste das Glück der Tüchtigen in Anspruch nehmen. Hergiswil-Keeper Oliver Strohhammer konnte den von Cil platziert getretenen Ball nur mit viel Mühe abwehren. Es kam zu einem gefährlichen Nachschuss, der allerdings den Kasten knapp verfehlte.

Altdorf ist noch nicht gerettet und muss um Ligaerhalt zittern

«Wir haben gut gespielt, insbesondere in der zweiten Halbzeit. Aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Das ist schade», resümierte Altdorf-Captain Samuel Lustenberger und fügte an: «Besonders ärgerlich war, dass kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit ein penaltyreifes Foul nicht gepfiffen wurde. Für mich war das Einsteigen des gegnerischen Verteidigers ganz klar regelwidrig.» Trotz dieser unglücklichen Niederlage verbleibt Altdorf in der Tabelle auf dem elften Platz, also knapp über dem Abstiegsstrich. Der Vorsprung auf Verfolger Ascona, der den Urnern in den verbleibenden vier Runden den Ligaerhalt noch vermasseln könnte, beträgt weiterhin magere zwei Punkte.

Hinweis

Telegramm, Resultate und Tabelle auf Seite 27.

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