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FUSSBALL: FC Sursee: Gepatzt, gehofft, gehadert

Der FC Sursee verliert das 1.-Liga-Kellerduell gegen Bassecourt mit 2:3 (0:3). Grund für die Niederlage ist eine desaströse erste Halbzeit, in der die Luzerner mit mehr als nur 0:3 hätten zurückliegen können.
Roland Bucher
Der zweifache Surseer Torschütze Elvis Bratanovic im Sandwich von zwei Bassecourt-Spielern. (Bild: Pius Amrein (Sursee, 17. September 2017))

Der zweifache Surseer Torschütze Elvis Bratanovic im Sandwich von zwei Bassecourt-Spielern. (Bild: Pius Amrein (Sursee, 17. September 2017))

Roland Bucher

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Es war eine Niederlage der ärgerlichen Art. «Viele, viele Chancen» hatte Sursee-Trainer André Grüter gezählt. So viele Tormöglichkeiten, die eigentlich hätten Gewähr dafür bieten müssen, den eminent wichtigen Sieg im Kampf gegen den Absturz an das Tabellenende in Stein zu meisseln. In der Addierung waren es genau acht Hochkaräter, zwei davon wurden von der Sturmspitze Elvis Bratanovic verwertet. Zu wenig. Zu wenig, um der Gefahr zu entfliehen, anstelle eines ruhigen einem kühlen Fussballherbst entgegenzusteuern. Sursee ist – nach einem achtbaren Saisonstart – auf dem Boden jener Realität gelandet, die Abstiegsängste schürt.

Gepatzt: So dämlich, wie sich die Surseer Defensive in der ersten Halbzeit anstellte, hatte Bassecourt gar keine andere Wahl, als vorentscheidend davonzuziehen. Anzumerken ist auch, dass die Westschweizer ein durchaus gepflegtes, von starken Individualisten und variablen Temporhythmen geprägtes Spiel boten. Sursee war überfordert. André Grüters gedemütigte Mannschaft hatte in der Pause einen 0:3- Rückstand zu verdauen. «Es hätte auch 0:5 lauten können», war dem allgemeinen Tenor auf der Sportanlage Schlottermilch zu entnehmen.

Gehofft: Die Gastgeber verdauten die Schreckerlebnisse der ersten Halbzeit bestens. Die Surseer waren in der zweiten Halbzeit kaum wiederzuerkennen, machten mächtig Dampf, sorgten sogar bei den 360 fast ausnahmslos einheimischen Fans zeitweilig für einige Klatscher. Zu Recht. Elvis Bratanovic, ein Haudegen der besonders wertvollen Art, sorgte nach 52 Minuten für den ersten lauten Beifall, als ihm das 1:3 gelang. Und kurz vor Spielschluss (89.) entfachte der gleiche Akteur, als ihm das 2:3 glückte, nochmals die Hoffnung, der Tristesse doch noch zu entgehen. Das erlösende 3:3 lag sogar noch auf dem Serviertablett – Sursee verkorkste auch diese Chance. «Es war wie so oft in dieser Saison: Wir machen die ganze Sache gut, erarbeiten uns Chancen, sind auf Augenhöhe mit dem Gegner – aber die Bälle wollen einfach nicht über die gegnerische Torlinie», haderte FCS-Trainer Grüter nach dem Spiel. Der Trainer tat einem leid.

Gehadert: Es war schliesslich eine bittere Niederlage, «die wir», betonte Grüter, «bestimmt nicht verdient haben». Aber es war die Wahrheit. Und es war unschwer zu erkennen, dass es den Spielern schwerfiel, zu akzeptieren, dass die bemerkenswerte Reaktion nach der Pause nicht mit dem Remis belohnt wurde. «Wir sind alle sehr, sehr enttäuscht», sagte Grüter ernüchtert.

Wer durchaus ansprechenden Fussball spielt, verliert und verliert und deshalb nicht vom Fleck kommt, dem droht Gefahr, in eine schwierig zu stoppende Negativspirale zu geraten. «Denken Sie, dass uns das blühen könnte?», fragte Grüter nachdenklich. Die Antwort gab der Chef einer Surseer Equipe, die nach einem totalen Defensivabsturz in Umgang eins nach der Pause Stolz, Charakter und den Willen zur Rehabilitation bewies, gleich selber: «Sursee lebt, das haben wir trotz der Niederlage gezeigt. Jetzt steht am Samstag das Derby gegen Zug 94 an. In Zug werden wir umsetzen müssen, was unseren Möglichkeiten entspricht.»

Aufwand und Ertrag in Einklang bringen

Das heisst im Klartext: Mindestens ein Tor mehr schiessen als der Gegner. Potenzial ist durchaus vorhanden. Wenn beispielsweise Lazar Lukic das umsetzt, was er in seiner Trickkiste parkiert hat, wird der FCS den auftauchenden Abstiegsnöten auch wieder entschwinden können.

Sursee muss Aufwand und Ertrag in Einklang bringen: Das war auch gestern das Problem auf der heimischen Schlottermilch.

Sursee – Bassecourt 2:3 (0:3)

Schlottermilch. – 360 Zuschauer. – SR Rosset. – Tore: 11. Soltani 0:1. 18. Mobili 0:2. 44. Soltani 0:3. 52. Bratanovic 1:3. 89. Bratanovic 2:3. – Sursee: Peterhans; Wyder, Bieri, Huber (46. Gashi), Ehrler; Feuchter; Pinto (76. Kozarac), Trost, Graf, Lukic; Bratanovic. – Bassecourt: Lissaau; Ghomrani, Mobili, Amaouche (58. Essomba); Erard, Nathan Ducommun (67. Oezsarik), Randaxhe (74. Meige), Kollar; Jérémy Ducommun, Soltani, Lachat.

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