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FUSSBALL: FCL beweist Mut und Charakter

Der FC Luzern bleibt nach dem 1:1 gegen YB weiterhin ohne Heimsieg. Doch die Leistung lässt hoffen. Diese wird vom Heimpublikum honoriert.
FCL-Stürmer Dario Lezcano (rechts), im Zweikampf mit Leonardo Bertone, hat Pech mit zwei Pfostentreffern. (Bild: Phiilipp Schmidli / Neue LZ)

FCL-Stürmer Dario Lezcano (rechts), im Zweikampf mit Leonardo Bertone, hat Pech mit zwei Pfostentreffern. (Bild: Phiilipp Schmidli / Neue LZ)

Daniel Wyrsch

In der 89. Minute standen die Zuschauer auf, selbst auf der Haupttribüne, wo das höchst selten passiert. «Steht auf, wenn ihr Luzerner seid!», sang das Luzerner Publikum mit den lautstarken Fans im Block. Die Mannschaft von Trainer Markus Babbel war gerade dabei, gegen die zuletzt im November und Dezember in sieben Pflichtspielen hintereinander siegreichen Young Boys einen Punkt zu holen. Uli Forte, der Trainer der Berner, brachte es nach dem 1:1 ausgegangenen Match auf den Punkt: «Luzern ist unter dem Wert klassiert. Schon vor dem Spiel hatte ich gesagt, dass die Tabelle mit einem letztplatzierten FCL nicht den wirklichen Stärkeverhältnissen entspricht.»

Forte hatte wie 9059 Zuschauer in der Swissporarena zweikampf- und laufstarke Luzerner gesehen, die sofort den Führungstreffer suchten. Es war ein mutiger und spielerisch guter Auftritt des Tabellenschlusslichts. Zuschauer, die nichts von der Positionierung des FCL gewusst hätten, wären nicht auf die Idee gekommen, dass diese Mannschaft auf dem Abstiegsplatz steht.

Eine erste Topchance auf den Führungstreffer besass Marco Schneuwly in der 19. Minute. Er brachte seinen Kopfball auf Massflanke von Remo Freuler aber nicht am reaktionsschnellen YB-Goalie Yvon Mvogo vorbei ins Tor.

Babbel beweist Mut mit Winter

Am hervorragenden Spielauftakt während der ersten 25 Minuten hatte Babbel seinen Anteil. Der Coach bewies Mut, indem er statt auf Jakob Jantscher in der Startelf auf Adrian Winter setzte. Immerhin hatte er Winter in den letzten vier Partien der Vorrunde wegen mangelndem Trainingsfleiss nicht einmal ins Aufgebot genommen. Tempi passati. Gestern Abend beim Startspiel in die Rückrunde spielte Winter hinter den beiden Spitzen Schneuwly und Dario Lezcano. Der Thalwiler zahlte dem Trainer das Vertrauen zurück. Winter war viel unterwegs, nutzte seine Schnelligkeit zu gefährlichen Gegenstössen aus, passte zwei-, dreimal genau in die Schnittstelle auf die Stürmer. Einziges Manko waren in der zweiten Halbzeit zwei überhastete Weitschüsse.

Nachdem Schiedsrichter Stephan Studer in der 25. Minute für einen Freistoss von Winter dem Schaumspray auf Super-League-Plätzen die Premiere bescherte, kamen die Berner zu zwei hervorragenden Möglichkeiten. Zuerst entwischte Yuya Kubo der Abwehr, weil Sally Sarr das Abseits aufhob. Doch Goalie David Zibung rettete gegen den Japaner Kubo (27.). In der 32. Minute klatschte ein spektakulärer Fallrückzieher von Raphael Nuzzolo an die Latte hinter Zibung. Das Übergewicht an Chancen erreichte der FCL erst nach der Pause wieder: Lezcano (47.) umdribbelte im Strafraum zwei YB-Verteidiger, sah seinen Schuss aus wenigen Metern aber von Mvogo an den Pfosten gelenkt. Den Abpraller köpfelte Lezcano an denselben Pfosten.

An Fringers Worte geglaubt

Nach weiteren Gelegenheiten durch Freuler (62.) und Schneuwly (65.) prüfte YBs Renato Steffen (71.) FCL-Keeper Zibung. Das war erst die dritte Chance der Berner, die sich weitgehend auf ihre Effizienz verliessen. In der 81. Minute war es dennoch so weit: Der soeben eingewechselte, lange verletzt gewesene Alex Gerndt bediente nach einem Freistoss Milan Vilotic, der Innenverteidiger schoss zum 0:1 ein. War der Rückstand entgegen dem Spielverlauf wie ein Genickschlag für den FCL? Nein, das war er nicht. Die Luzerner scheinen die wie ein Mantra immer wieder gesagten Worte von Sportchef Rolf Fringer verinnerlicht zu haben. «Zeigt positiven Charakter, verdient euch den Erfolg», hat dieser ihnen eingeimpft. In der 83. Minute belohnte sich der FCL mit dem Ausgleich: Der eingewechselte Jantscher trat einen Freistoss perfekt auf Puljic, der gewann das Luftduell mit Vilotic und köpfelte zum 1:1 ein. Der FCL und die Fans feierten den mehr als verdienten Punkt.

Hinweis

Mehr zum FCL und Tomislav Puljic auf Seite 26.

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