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FUSSBALL: FCL startet mit zu viel Respekt

Luzerns NLA- Frauen verlieren zu Hause gegen den FC Zürich mit 1:2. Nach schlechtem Beginn kann man den Leader wenigstens ein bisschen ärgern.
Stephan Santschi
Fabiola Scheiber (rechts, gegen die Zürcherin Selina Kuster) gelingt die Torpremiere beim FC Luzern. Am Ende bleibt aber eine bittere Niederlage. (Bild Manuela Jans-Koch)

Fabiola Scheiber (rechts, gegen die Zürcherin Selina Kuster) gelingt die Torpremiere beim FC Luzern. Am Ende bleibt aber eine bittere Niederlage. (Bild Manuela Jans-Koch)

Stephan Santschi

Der Ärger war ihr unmittelbar nach Spielschluss anzusehen. Rahel Graf schimpfte, als sie den Platz verliess. Weshalb? «Weil ich nicht gerne verliere. Diesmal wäre mehr möglich gewesen. Wir hätten den Gegner von Beginn weg früh attackieren sollen.» Die Defensivspielerin des FC Luzern tat sich schwer mit der 1:2-Niederlage im NLA-Spitzenkampf gegen den Leader aus Zürich. Vor allem deshalb, weil man es dem Gegner in der Startphase etwas gar einfach gemacht hatte. Die Zürcherinnen legten los wie die Feuerwehr und schnürten den FCL mit gefühlten 90 Prozent Ballbesitz in dessen Defensive ein.

Lange dauerte es denn auch nicht, bis die ersten Tore fielen. Keine vier Minuten waren gespielt, als Barla Deplazes den Ball technisch perfekt mitnahm, Luzerns Goalie Nadine Böni umspielte und aus spitzem Winkel zur Führung einschoss. In der 10. Minute war es dann Selina Kuster, die nach einem Querpass völlig frei stand und aus elf Metern zum 0:2 einschoss. Danach nahm der FCZ Tempo und Offensivdrang aus dem Spiel und machte nur noch das, was nötig war – ganz im Stile eines Spitzenteams eben.

Mehr Courage in Halbzeit zwei

Und Luzern? Ihm gelang wenig. Immerhin stiess man nach dem Zürcher Startfurioso ab und zu in die gegnerische Platzhälfte vor, schuf nach einem Corner etwas Verwirrung (28.) und hatte durch Melina Scodeller sogar eine gute Abschlussmöglichkeit (43.). Mehr aber war da nicht in der ersten Halbzeit. Zu ideenlos war das Angriffsspiel, zu passiv die Zweikampfführung, zu gross offensichtlich der Respekt vor dem favorisierten Kontrahenten. Alles klar also? Keineswegs. Nach dem Seitenwechsel zeigten die Luzernerinnen ein anderes Gesicht. Nun wurde Zürich früh im Spielaufbau unter Druck gesetzt. Nun wurde herzhaft geblockt, wenn sich eine Gegnerin dem erfolgreichen Torschuss zu nähern schien. Nun ging man im Angriff mit der nötigen Courage ans Werk. Kurz: Es war ein echtes Fussballspiel, das die 300 Zuschauer im Leichtathletikstadion auf der Allmend fortan zu sehen bekamen. Die Belohnung für den FCL folgte in der 64. Minute, als Nina Stapelfeldt mit letztem Einsatz den Ball zur Mitte grätschte, wo Fabiola Scheiber bereit stand, um den Anschlusstreffer zu erzielen. «Ein schönes Gefühl. Das Tor brachte die Hoffnung zurück», sagte die 21-jährige Altdorferin zu ihrer Torpremiere.

Elf Punkte fehlen auf Rang eins

Letztlich blieb es aber bei der Hoffnung, Zählbares resultierte nicht für den FCL. Der FCZ fand zu seiner Souveränität zurück, spielte nicht unwiderstehlich, brachte den Auswärtssieg aber sicher nach Hause. Nur einmal, in der 74. Minute, als Scodellers Eckball FCZ-Goalie Friedli über Gebühr beunruhigte, kam man dem Ausgleich nahe. Der Rückstand auf den Leader beträgt nun bereits elf Punkte. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass der Dominator der NLA in einem Direktduell nicht ausser Reichweite des FC Luzern ist. Dazu bedarf es aber eines frechen Auftritts über die gesamten 90 Minuten. Sonst bleibt am Ende nur der Ärger.

Frauen, NLA

16. Runde: Luzern - Zürich 1:2. St. Gallen - Basel 0:2. Yverdon - Grasshoppers 1:0. Neunkirch - Staad 5:0. Lugano - Young Boys 2:3.

Rangliste (je 16 Spiele): 1. Zürich 46. 2. Neunkirch 37. 3. Luzern 35. 4. Basel 32. 5. Lugano 22. 6. Young Boys 16 (31:41). 7. Grasshoppers 16 (26:53). 8. Yverdon 11. 9. Staad 10. 10. St. Gallen 1.

FC Luzern - FC Zürich 1:2 (0:2)

Hubelmatt, Leichtathletik-Stadion. – 300 Zuschauer. – SR Anex. – Tore: 4. Deplazes 0:1. 10. Kuster 0:2. 64. Scheiber 1:2. – Luzern: Böni; Sager (46. Rodrigues), Paglia, Egli (80. Hashani), Remund; Pulver; Scodeller, Graf, Bühler, Stapelfeldt (82. Reuteler); Scheiber. – Zürich: Friedli; Bernet, Keller, Fischer, Kuster; Mauron, Ramseier (65. Gut), Duncan; Deplazes, Humm (82. Willi), Terchoun (64. Lienhard).

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