FUSSBALL: Fehlstart nach schwachem Auftritt

Der Erstligist Zug 94 verliert zum Saisonauftakt gegen Solothurn mit 0:2. Er bezog verdientermassen eine Niederlage, denn die ­Platzherren lieferten eine enttäuschende Leistung ab.

Michael Wyss
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Für die Zuger (am Ball: Davide Palatucci) reichte es nicht zum Sieg gegen die Solothurner. (Bild: Maria Schmid (Zug, 5. August 2017))

Für die Zuger (am Ball: Davide Palatucci) reichte es nicht zum Sieg gegen die Solothurner. (Bild: Maria Schmid (Zug, 5. August 2017))

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

«Wir zeigten nicht unser wahres Gesicht. Es ist frustrierend, dass wir mit leeren Händen dastehen», lautete der Kommentar von Zug-94-Mittelfeldspieler Davide Palatucci (29, Captain) nach der 0:2-Niederlage gegen das vom ehemaligen Aarau- Profi Dariusz Skrzypczak (49) trainierte Solothurn.

Dank zwei Kontertreffern (40. Massimo Veronica 0:1; 85. Loïc Chatton 0:2) – beide Treffer entstanden nach individuellen Fehlern bei Zug 94 – entschieden die Gäste unter ihrem neuen Sportchef und früheren Super-League-Trainer Hans-­Peter Zaugg (64) das Auftaktspiel zu ihren Gunsten.

«Eine Niederlage, die schmerzt»

Zug-94-Trainer Roli Widmer (51) über die Gründe des missglückten Auftritts: «Die Partie unsererseits war geprägt von vielen Fehlern im Spielaufbau. So kannst du gegen einen gut organisierten Gegner, wie Solothurn es ist, nicht bestehen. Ich bin sehr enttäuscht.» Es mangelte im Spiel des Gastgebers vor allem an Ideen und Spielwitz. Zug 94 wollte an die zuletzt guten Leistungen in den Testspielen anknüpfen, die Erwartungshaltung war dementsprechend hoch: «Wir waren guten Mutes und wollten den Sieg, haben jedoch nicht das umgesetzt, was der Trainer forderte. Wir standen nicht kompakt genug und haben dem Gegner viele Freiräume gelassen. Aus diesem Duell müssen wir einen Zähler mitnehmen. Ein Remis wäre für die Moral gut gewesen.» Vor allem wäre es gegen einen sehr starken Gegner, der im Juni noch in den Aufstiegsspielen zur Promotion League stand und am späteren Aufsteiger Yverdon scheiterte, ein Achtungserfolg gewesen.

Alles war nicht schlecht, was Zug 94 zeigte. Aber es war zu wenig, um zu punkten. Gute Momente vor 315 Fans in der Hertiallmend hatten die Gastgeber ­dennoch: Unter anderem mit einem Abschlussversuch aus rund 25 Metern durch Kemil Festic (13.) sowie nach einem herrlichen Zuspiel von Mirzet Mehidic auf ­Denis Pozder (29.; stand in Offsideposition) offenbarten die Gast­geber zwischendurch ihre Ge­fährlichkeit. Zug 94 konnte ­­den Respekt jedoch lange Zeit nicht ablegen. Nichts zu bemängeln gab es bei Zug-94-Schlussmann Nils Bruhnsen, der bei beiden Gegentreffern machtlos blieb. Im Gegenteil. Der 20-Jährige verhinderte grösseres Ungemach, nachdem er doch die eine oder andere sehenswerte Parade zeigen musste. Übrigens: Die Gäste hatten gleich doppelten Grund zum Jubeln in Zug: Das Fanionteam absolvierte das 1500. Spiel in der 1. Liga. Seit 64 Saisons und 1500 Partien steht Solothurn nun in der 1. Liga– ein neuer Rekord in der Schweiz.

Reise in den Jura

Weiter geht es für Zug 94 in der 1.-Liga-Meisterschaft am Mittwoch, 16. August, mit dem Auswärtsspiel bei Bassecourt (20 Uhr, Stade des Grands-Prés). Die Jurassier trennten sich im Startspiel von Schötz 1:1. Der Zuger Captain Palatucci verspricht: «Im Jura werden wir eine Reaktion zeigen und die Zuschauer ein anderes Zug 94 am Werk sehen.»

Zug 94 – Solothurn 0:2 (0:1)

Hertiallmend. – 315 Zuschauer. – SR Von Mandach. – Tore: 40. Veronica 0:1. 85. Chaton 0:2. – Zug 94: Bruhnsen; Riedweg, Martino, Wüest, Weiss; Palatucci, Mehidic (72. Yebra Basilio), Peter, Yilmaz (46. Ntsika); Festic, Pozder (63. Vögeli). – Solothurn: Jefferey Grosjean; Du Buisson, Anderegg, Waylon Grosjean, Kohler; Hunziker, Stauffer, Koch, Veronica (83. Henzi); Chaton (88. Kopp), Bisevac (72. Schrittweiser).