FUSSBALL: Freiämter bringen sich in Position

Der FC Sins gewinnt den Spitzenkampf gegen den FC Ruswil mit 2:1. Die Freiämter sind nun einer der Favoriten im Kampf um den Aufstieg in die 2. Liga regional. Verlierer FC Ruswil bleibt weiter im Rennen.

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Während die Ruswiler Spieler um Trainer Roberto Bertoni nach der 1:2-Niederlage mit finsteren Gesichtsausdrücken ohne Emotionen das Spielfeld verliessen, wurde im Lager der Sinser das Erreichen der Aufstiegsspiele in die 2. Li­ga ausgiebig gefeiert. «Es war harte Arbeit, welche meine Spieler verrichten mussten, um die gute Ruswiler Mannschaft zu besiegen», resümierte der verletzte Sins-Trainer Miodrag Dedic.

Doch wenige Minuten nach dem Schlusspfiff hellten sich auch die enttäuschten Gesichtszüge der Ruswiler wieder auf. Der Grund: Auch Cham II und Baar verloren ihre Partien. «Damit habe ich nicht gerechnet, dass gleich beide Mitkonkurrenten um den zweiten Aufstiegsrundenplatz als Verlierer vom Platz mussten», nahm Ruswil-Goalie Lukas Bühlmann die neue Ausgangslage freudig zur Kenntnis. Im Spiel selber hat er von seinem Team nicht viel Erbauendes gesehen. «Bis zur 70. Minute passte offensiv bei uns überhaupt nichts zusammen. Sins machte uns mit seinem aufsässigen Spiel das Leben schwer.»

Die Sinser gingen nach einem von Marc von Flüe verwandelten Foulpenalty in der 29. Minute in Führung. Das 2:0 erzielte Robin Niederberger in der 70. Minute. Er versenkte einen weiten Einwurfball von Alex Niederberger mit dem Kopf. Erst dieser zweite Gegentreffer weckte die Ruswiler. Der bisher arbeitslose Sinser Goalie Fridolin Leuthard konnte sich innert Sekunden gleich zweimal auszeichnen (75.), ehe er sich in der Nachspielzeit bezwingen lassen musste. Pascal Lang köpfelte einen Cornerball von Fabian Florin zum 1:2-Anschlusstreffer.

Diese drei Punkte hat das junge Team von Trainer Dedic mehr als nur verdient, denn es investierte für den Sieg mehr als die gehemmt auftretenden Ruswiler. Auch Sportchef Thomas Stocker freute sich riesig über das Erreichen der Aufstiegsspiele und erwähnt vorausblickend: «Nach 21 Jahren 3.-Liga-Fussball täte dem Verein eine Luftveränderung in der 2. Liga schon gut.» Die Sinser unter Trainer Miga Dedic (er verlässt den Verein nach vier Jahren) stand schon letzte Saison im Vorhof zur 2. Liga. «Ohne Erfolg, doch die gesammelten Erfahrungen wollen wir in den Aufstiegsspielen nun ausschöpfen», versprüht der Sportchef viel Optimismus. Für ihn steht fest: «Die Mannschaft hat sich dank der guten Arbeit unseres Trainers in den letzten vier Jahren enorm entwickelt und ist für die 2. Liga parat.»

 

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch