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FUSSBALL: «Fussballgott» Pascal Bader soll Sursee aus der Patsche helfen

Der Erstligist FC Sursee ist, wie schon in der letzten Saison, in den Abstiegskampf verwickelt. Im Sturm muss er einen gewichtigen Abgang verkraften – kann aber gleichzeitig einen 35-jährigen Routinier verpflichten.
Pascal Bader ist der neue Spielertrainer des FC Hochdorf. ACHTUNG: BILD ALS QUOTE GEDACHT!!! Das Bild entstand am Dienstag, 8. August 2017. (Bild Pius Amrein / Luzerner Zeitung) Sport, Fussball, Portrait (Bild: Pius Amrein (8. August 2017))

Pascal Bader ist der neue Spielertrainer des FC Hochdorf. ACHTUNG: BILD ALS QUOTE GEDACHT!!! Das Bild entstand am Dienstag, 8. August 2017. (Bild Pius Amrein / Luzerner Zeitung) Sport, Fussball, Portrait (Bild: Pius Amrein (8. August 2017))

Elvis Bratanovic war so etwas wie die offensive Lebensversicherung des FC Sursee. Der 25-jährige ­slowenische Stürmer schoss im Herbst 14 der 25 Tore. Doch die Surseer kassierten 35 Gegen­treffer – zu viele, um im gesicherten Mittelfeld unterzukommen. Mit zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz starten sie morgen Samstag in die Frühjahrsrunde. Die Situation ist etwas weniger prekär als ein Jahr zuvor, als die Rückrunde auf dem letzten Platz in Angriff genommen wurde. Trainer wurde damals André Grüter, der den Klub schliesslich tatsächlich noch aus dem Schlamassel ziehen konnte.

Dass nach der abgelaufenen Vorrunde Bratanovic nicht gehalten werden konnte, war absehbar. Neuchâtel Xamax hat sich derweil seine Dienste gesichert. Die Neuen­burger befinden sich auf dem Weg in die Super League. Doch Bratanovic spielte seit seinem Transfer noch keine Minute. In der Offensive werden in Sursee die Lasten nun zwangsläufig auf verschiedene Schultern verteilt.

Für die Stabilisierung der Abwehr hingegen konnte ein sportlich gewichtiger Zuzug getätigt werden. Es ist dies Pascal Bader, zwischen 2005 und 2008 beim FC Luzern von den Fans als «Fussballgott» verehrt.

Sportliches Fiasko beim FC Hochdorf

Zur Erinnerung: Eigentlich wäre der 35-Jährige als Spielertrainer beim FC Hochdorf (2. Liga inter) tätig, nachdem er zwischen 2013 bis 2017 in Cham gespielt hatte. Doch dieses Engagement endete für den defensiven Mittelfeld­spieler in einem Fiasko. Der sportliche Niedergang bei den See­talern hatte sich indes bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison abgezeichnet. «Es war schwierig, das Kader schmal, und die Qualität hatte nicht gestimmt», blickt Bader auf den für ihn trüben Herbst zurück. Ursprünglich beabsichtigte er, seine Trainerkarriere als Assistent zu starten, «um zu beobachten und zu lernen. Doch nach gewissen Versprechungen liess ich mich halt doch überreden.»

Aber es zeigte sich schnell: «Die Abmachungen wurden nicht eingehalten.» Das Verhältnis wurde deshalb bereits Anfang Oktober wieder aufgelöst. Die Seetaler beendeten die Herbstrunde mit Nachfolger Herbert Baumann abgeschlagen mit bloss einem Zähler.

In der Innerschweiz längst heimisch geworden

Der erste Anrufer nach Baders Freistellung war André Grüter. «Der Klub ist auf mich zugekommen, und nun will ich ihm mit meiner Erfahrung weiterhelfen.» Ausserdem hat er dort die Möglichkeit, Trainerdiplome zu erwerben. Definieren mag Pascal Bader seine Trainerambitionen nicht. Er arbeitet in Luzern beim Büromöbelhändler Lista Office als Aussendienstmitarbeiter. Der Solothurner, wohnhaft in Hohenrain, ist in der Innerschweiz längst heimisch geworden, «hier habe ich meine Frau kennen gelernt, und ich wurde auch sonst herzlich aufgenommen». Noch heute wird er ab und zu von ehemaligen Junioren oder Ex-Ball­buben an den «Fussballgott» erinnert. «Das war weniger wegen meiner fussballerischen Quali­täten, sondern weil ich mich mit dem FC Luzern identifizierte und das Herz am richtigen Platz hatte», erklärt er.

Und genau diese Qualitäten sollen dem FC Sursee wiederum helfen, diese bevorstehende ­Rückrunde unbeschadet zu über­stehen. «Wenn wir das umsetzen, was wir können – Herz und Leidenschaft zeigen –, dann habe ich ­keine Angst. Aber es muss alles stimmen.» Spielen möchte der 35-Jährige noch so lange, «wie es mir Spass macht. Doch mein ­primäres Ziel ist es, mit Sursee hinten rauszukommen.»

René Barmettler

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

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