FUSSBALL: Fussballverband strebt Verbesserungen an

Die Swiss Football League (SFL) präsentierte vor einem Jahr das Projekt «Friedliche Spiele durch Kooperation» mit Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. Die SFL zieht eine positive Bilanz des vergangenen Jahres und sieht gleichzeitig weiteren Handlungsbedarf.

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Beim Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen verzeichnet die Swiss Football League (SFL) keinen Rückgang. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Beim Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen verzeichnet die Swiss Football League (SFL) keinen Rückgang. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Die Anzahl der von der Swiss Football League (SFL) erhobenen Vorfälle in und um die Stadien sei tendenziell rückläufig, informiert die SFL am Mittwoch. Sie sieht sich darin bestätigt, auf dem richtigen Weg zu sein. Im vergangenen Jahr haben die SFL, die Klubs und der Verband verschiedene Massnahmen wie die Einführung von lizenzrelevanten Zertifikatskursen für Fan- und Sicherheitsleute, den verstärkten Dialog mit allen Beteiligten oder die Förderung der Fanarbeit in den Klubs umgesetzt.

Eingänge zu Gästesektoren kritische Punkte

Die SFL sieht nach wie vor Handlungsbedarf, um die Sicherheit zu verbessern. Die Eingänge zu den Gästesektoren seien kritische Bereiche, in welchen aufgrund der engen Platzverhältnisse schnell negative Emotionen ins Spiel kämen. Bereits auf die Saison 13/14 gilt die Anforderung, dass pro 250 Personen im Gästesektor eine Drehsperre installiert sein muss, um den flüssigen Einlass zu garantieren. In den Heimsektoren wird pro 1'000 Fans ein Drehkreuz gefordert. Viele Klubs mussten aufgrund dieser Änderung der Anforderungen bauliche Massnahmen in ihrem Stadion ergreifen. In den meisten Fällen seien diese zum Saisonstart bereits abgeschlossen gewesen.

Täter schneller identifizieren

Prioritär will die SFL in der Saison 13/14 die Videoüberwachungsanlagen analysieren sowie die Prozesse der Täterverfolgung überprüfen und verbessern. Durch lückenlose Beweissicherung, qualitativ hochstehende Video- und Bildqualität erhofft sich der SFL eine konsequente Täterverfolgung und die Möglichkeit rasch Sanktionen ergreifen zu können.

Pyroproblem ungelöst

Keine Verbesserung wurde nach eigenen Angaben der SFL im Bereich des Abbrennens von gesetzlich verbotenen, pyrotechnischen Gegenständen erreicht. Diese Werte seien im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Die Liga verurteilt das Abbrennen von Pyromaterial und richtet einen Appell an die Verantwortlichen, diese gefährlichen Taten zu unterlassen.

pd/spe