Fussball
Grosse Dankbarkeit: Der FC Luzern verabschiedet seinen Trainer Glenn Meier

Die Frauen des FC Luzern verlieren ihr letztes Meisterschaftsspiel 1:3 und beenden die Saison auf Platz sechs.

René Barmettler
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Spalierstehen für FCL-Trainer Glenn Meier (Mitte).

Spalierstehen für FCL-Trainer Glenn Meier (Mitte).

Bilder: René Barmettler (Luzern, 29. Mai 2021)

Trotz 1:0-Führung des FC Luzern bereits nach acht Minuten durch Irina Pando: Die 15. Saisonniederlage konnte nicht abgewendet werden. Das Schlussresultat von 1:3 stand bereits nach 37 Minuten fest. Die Luzernerinnen verpatzten die Cupfinal-Hauptprobe: Am Samstag treten sie gegen den favorisierten FC Zürich in Zürich an.

Dabei begann die Heimdernière von FCL-Trainer Glenn Meier mit einer positiven Überraschung: Seine «FCL-Familie» stand vor dem Spiel Spalier. Der Verein erwies ihm so seine grosse Dankbarkeit für vier Jahre akribische Trainerarbeit. Meier wird sich nach der Saison eine Auszeit gönnen.

Abschied zwei: Stürmerin Svenja Fölmli.

Abschied zwei: Stürmerin Svenja Fölmli.

Ausserdem verabschiedete sich der FCL von drei Schlüsselspielerinnen. Mit Irina Pando (13 Meisterschaftstore) und Svenja Fölmli (9 Treffer) verlieren die Innerschweizerinnen ein Sturmduo, das 56 Prozent aller Treffer erzielt hat. Fölmli wechselt in die Bundesliga zum SC Freiburg. Pando geht ebenfalls ins Ausland, verriet aber noch nicht wohin. Ausserdem verabschiedete sich die Innenverteidigerin Flavia von Känel, sie geht zu den Young Boys nach Bern.

Abschied drei: Stürmerin Irina Pando.

Abschied drei: Stürmerin Irina Pando.

Topspiele, aber auch zu wenig Konstanz gezeigt

Meiers Abschied fiel schliesslich nicht nach seinen Vorstellungen aus. Er wollte den Sieg und die Saison mit einem guten Gefühl für den kommenden Cupfinal beenden. Stattdessen brachte sich sein Team leichtfertig um ein besseres Resultat. «Wir waren klar die bessere Mannschaft trotz nicht so gutem Spiel. Wir haben GC die Tore hergeschenkt. Es fehlte die Grundtechnik und schliesslich auch der Wille, dieses Spiel noch zu gewinnen», monierte Glenn Meier. Seine Equipe bewies, dass es die besten Teams der Schweizer schlagen kann, aber es brachte nicht die Konstanz hin, um mit den Top 5 mithalten zu können. «Die Tabelle lügt am Ende nie. Nun ist der Ehrgeiz jeder Einzelnen gefragt, damit es möglich wird, unser grosses Saisonziel zu erreichen.» Cupfinalgegner FC Zürich beendete die Saison auf Platz zwei und möchte selbstredend die Spielzeit ebenfalls mit einem Pokal beenden. Dieser jedoch wäre das schönste Abschiedsgeschenk, das die FCL-Spielerinnen ihrem Trainer bescheren könnten.

Abschied vier: Verteidigerin Flavia von Känel.

Abschied vier: Verteidigerin Flavia von Känel.

Frauen, Super League

Letzte Runde: Luzern – Grasshoppers 1:3. Servette Chênois – Basel 2:2. Lugano – Young Boys 0:5. St.Gallen-Staad – Zürich 0:2. – Schlussrangliste (alle 28 Spiele): 1. Servette Chênois 66. 2. Zürich 61. 3. Young Boys 46. 4. Basel 41. 5. Grasshoppers 41. 6. Luzern 27. 7. St.Gallen-Staad 26. 8. Lugano 7.

Luzern – Grasshoppers 1:3 (1:3)
Leichtathletik-Stadion. – 100 Zuschauer. – Tore: 8. Pando 1:0. 18. Csillag 1:1. 25. Csillag 0:2. 37. Hofer 1:3. – Luzern: Van Weezenbeek; Wyser, Scherer (46. Ruf), von Känel, Klotz; Müller, Bienz (71. Graf); Sager (80. Höltschi), Jackson (61. Schnider), Pando; Fölmli (80. Hadorn). – Grasshoppers: Studer; Glanzmann (46. Brülhart), Walker, Rauber; Blöchlinger, Ljustina (69. Krisztin), Hofer (82. Rittmann), Steinmann; Müller (69. Markovic); Csillag, Hubler.