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FUSSBALL: Gutes Spiel, schlechtes Resultat

Die Schweizer Auswahl hat sich gesteigert gegenüber den inferioren Auftritten im März. Trotzdem resultiert mit dem 1:2 gegen Belgien die dritte Niederlage im dritten Spiel dieses Jahres.
Andreas Ineichen, Genf
Der Schweizer Verteidiger Philippe Senderos (in Rot-Weiss) stoppt Belgiens 2:1-Torschützen Kevin De Bruyne mit einem Foul. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Martin Meienberger))

Der Schweizer Verteidiger Philippe Senderos (in Rot-Weiss) stoppt Belgiens 2:1-Torschützen Kevin De Bruyne mit einem Foul. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Martin Meienberger))

Der Schweizer Johan Djourou und der Belgier Michy Batshuayi. (Bild: Keystone / EPA/CYRIL ZINGARO)
Der Belgier Divock Origi und der Schweizer Ricardo Rodriguez. (Bild: Keystone / EPA/CYRIL ZINGARO)
Ricardo Rodriguez und der Belgier Axel Witsel. (Bild: Keystone / EPA/CYRIL ZINGARO)
Axel Witsel gegen den Schweizer Ricardo Rodriguez. (Bild: Keystone / EPA/CYRIL ZINGARO)
Der Belgier Marouane Fellaini gegen Granit Xhaka (rechts). (Bild: Keystone / EPA/CYRIL ZINGARO)
Marouane Fellaini gegen den Schweizer Granit Xhaka. (Bild: Keystone / EPA/CYRIL ZINGARO)
Das Schweizer Team. (Bild: Keystone / EPA/CYRIL ZINGARO)
...und das belgische Team. (Bild: Keystone / EPA/CYRIL ZINGARO)
8 Bilder

Testspiel Schweiz - Belgien

Andreas Ineichen, Genf

Als das Spiel an diesem sonnigen Nachmittag in Genf vorbei war, erhoben sich viele der 20 000 Zuschauer im Stade de Geneve von ihren Sitzen und spendeten den Schweizern herzlichen Applaus. Als Dankeschön für eine vorab in der ersten Halbzeit gute Teamleistung und als Aufmunterung nach einer missglückten Schlussphase. Erst kassierte der Surseer Haris Seferovic eine rote Karte fürs Reklamieren (80.) – und das in einem Testspiel knapp zwei Wochen vor der EM wohlgemerkt (siehe untenstehenden Artikel) – und dann erwischte Kevin De Bruyne Goalie Yann Sommer mit einem Gewaltsschuss in der nahen Torecke zum 1:2 (84.). Trotzdem stellte Blerim Dzemaili mit zufriedenem Gesichtsausdruck fest: «Wir haben die Freude ins Volk zurückgebracht.»

Shaqiris Kritik

Das rührte vor allem daher, dass die Schweiz engagiert ins Spiel stieg und die Belgier, die Nummer 2 der Fifa-Weltrangliste, herausforderte. Einer der Angriffe, hauptsächlich über die Seite mit dem agilen Xherdan Shaqiri und Verteidiger Michael Lang vorgetragen, verwertete Dzemaili mit einem präzisen Distanzschuss zum 1:0. Es war das erste Tor der Schweizer im EM-Jahr.

Doch die Führung währte nicht lange. Zwei Minuten später profitierte Romelu Lukaku davon, dass Innenverteidiger Philippe Senderos eine Flanke von Dries Mertens nicht entschärfen konnte. «Erstens muss die Flanke verhindert werden, und wenn das nicht gelingt, muss man beim Mann stehen. Solche Fehler dürfen uns an der EM nicht mehr passieren», kritisierte Shaqiri zu Recht.

Für Vladimir Petkovic, den Trainer der Schweizer, war es ein «sehr positiver Auftritt mit einem negativen Resultat». Er habe gesehen, was er sich erhofft habe. «Wir haben mit Belgien einen starken Gegner mit viel individueller Klasse lange gefordert.» Zumindest eine Halbzeit, muss man anmerken. Und die Belgier, die im Abschluss viel konkreter und gefährlicher waren, erweckten nicht den Eindruck, als wären sie an die Leistungsgrenze gegangen.

Zeit von Senderos abgelaufen

Am Montag, so hatte Petkovic angekündigt, wolle er sein definitives 23-Mann-Kader für die Euro in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) benennen. Drei Spieler muss er noch streichen, und er hat gestern durchaus ein paar Anhaltspunkte bekommen. Ein Michael Lang und ein Nico Elvedi gehören zu den Siegern, Senderos, der nie ins Spiel eingebundene und später angeschlagen ausgewechselte Derdiyok sowie der unbeherrschte Seferovic zu den Verlierern.

Lang, der gegen Silvan Widmer um den zweiten Platz hinter Captain Stephan Lichtsteiner auf der rechten Verteidigerposition kämpft, hat viel offensiven Zug gebracht, auch wenn seinen Flanken die Präzision fehlte. Widmer dagegen scheiterte bei seinem Vorstössen an einem Gegenspieler.

Senderos ist bloss noch ein Schatten seiner selbst. Er ist zu langsam geworden und hat an einer EM nichts verloren. Der Genfer hat gestern wahrscheinlich seine Abschiedsvorstellung im Nati-Dress gegeben. Debütant Elvedi zeigte eine stabile Vorstellung und hatte Glück, dass ein von ihm abgelenkter Ball an den Aussenpfosten prallte. Doch scheint die Innenverteidigung die Achillesferse der Schweizer EM-Mission zu werden. Denn auch ein Johan Djourou zeigte eine Leistung, die nichts Gutes erahnen lässt. Und Fabian Schär hat keine gute Saison hinter sich. Es könnte sich rächen, dass Petkovic auf Fabian Lustenberger und Timm Klose verzichtet hat.

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