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FUSSBALL: Hitzig, aber nicht gehässig

Schötz und Buochs trennen sich leistungsgerecht 3:3. Ein Hattrick, Rudelbildung, zwei rote Karten und zwei Lattenschüsse zeugen von einem äusserst unterhaltsamen 1.-Liga-Derby.
Stephan Santschi
Der Buochser Christophe Lambert (rechts), hier gegen Joel Stephan, erzielt den 1:1-Ausgleich. (Bild: Boris Bürgisser (Schötz, 24. März 2018))

Der Buochser Christophe Lambert (rechts), hier gegen Joel Stephan, erzielt den 1:1-Ausgleich. (Bild: Boris Bürgisser (Schötz, 24. März 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Eine Stunde war gespielt, als die Partie zwischen Schötz und Buochs zum Stillstand kam. In der Platzmitte entstand ein Knäuel an Spielern, die schimpfend und schubsend aufeinander losgingen, einzig die beiden Torhüter hielten sich raus. Was war passiert? Ursprung war der Buochser Daniel Marquez, der nach einem harten Einsteigen des Schötzers Agron Skeraj schreiend am Boden lag. Seine Mannschaft spielte den Ball aber nicht ins Seitenaus, sondern wollte die gute Ausgangs­lage für den Angriff nutzen.

Als ihr Vorstoss abgewehrt war und Schötz den Konter lanciert hatte, forderten die Buochser, dass der Gegner für den freiwilligen Spielunterbruch sorgt, damit ihr Kollege gepflegt werden kann. Doch Joel Stephan dachte nicht daran, ignorierte selbst den Ruf seines Trainers René Erlachner, ehe er vom Buochser Michael Diethelm zu Fall gebracht wurde.

Offensivspektakel stellt beide Teams zufrieden

Daraufhin kam es zum kollektiven Zusammentreffen, wofür stellvertretend ein Schötzer (Labinot Aziri) und ein Buochser (Christophe Lambert) verwarnt wurden. Und: Diethelm sah rot für sein Foul, derweil Skeraj für die nicht minder harte Attacke an Marquez ungestraft blieb. Es war das ungerechte Ende des emotionalen Höhepunkts an diesem sonnigen Samstagnachmittag.

Trotz heissem Blut und roten Köpfen geriet das Geschehen aber nicht ausser Kontrolle, war nie wirklich gehässig. Auch das Ergebnis, das 3:3, war leistungsgerecht und sorgte auf beiden Seiten für Zufriedenheit. Zusammengefasst war es ein mitreissendes 1.-Liga-Derby zweier Teams, die sich in dieser Saison im vorderen Drittel der Tabelle eingenistet haben und entsprechend unbeschwert auftreten können. Ein gegenseitiges Abtasten jedenfalls fand keines statt, nach 48 Sekunden schossen die Buochser erstmals auf das gegnerische Tor, nach 56 Sekunden forderte ihr Trainer Selver Hodzic «mehr Aggressivität», etwas mehr als eine Minute war gespielt, als Erlachner seine Mannen zum «Attackieren» aufforderte und keine drei Minuten waren vorüber, als der Ball ein erstes Mal im Netz zappelte – Manuel Zobrist hatte Schötz nach einem haarsträubenden Fehlpass des Gegners in Führung gebracht.

Im gleichen Stil ging es weiter, beide Teams agierten mit offenem Visier, suchten nach der Balleroberung sofort den Umschaltmoment. Es waren dann die Nidwaldner, die sich allmählich ein optisches Übergewicht erarbeiteten, durch Luan Haxhimurati die Latte (24.) trafen und dank einem Doppelschlag von Lambert (30./32.) die Partie drehten. Zuerst traf der SCB-Captain nach einem feinen Solo, kurz darauf war er per Kopf erfolgreich.

Der Gastgeber aber steckte nicht auf, Aziri bewerkstelligte nach einem typischen Schötzer Konter den Ausgleich (38.), ehe Lambert den Gast mit einem direkt verwandelten Freistoss aus 16 Metern wieder in Führung brachte (44.). Dann war Pause, Zeit zum Durchschnaufen, ehe das Spektakel fortgesetzt wurde. Mit Torchancen auf beiden Seiten, erwähnter Rudelbildung, dem Kunstschuss von Ante Pekas zum 3:3 (74.), der roten Karte für den Schötzer Luca Ferricchio nach einer Notbremse (76.), einem weiteren Buochser Lattenschuss (89./Rico Gabriel) und der abschliessenden Erkenntnis von Schiedsrichter Tobias Thies: «Das war ein schwieriges Spiel.»

Hinweis

Telegramm, Resultate und Tabelle in der ersten Spalte.

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