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FUSSBALL: Hoeness kritisiert hohe Transfersummen

Der FC Bayern will sich am Poker um Rekordtransfers nicht beteiligen. Die Summen seien den Zuschauern kaum noch zu vermitteln, sagt Präsident Uli Hoeness. Er will deshalb wieder vermehrt auf eigene Spieler setzen.
Uli Hoeness kritisiert die Transfersummen in dreistelliger Millionenhöhe. (Bild: Keystone)

Uli Hoeness kritisiert die Transfersummen in dreistelliger Millionenhöhe. (Bild: Keystone)

Mit dem heutigen Spiel gegen Inter Mailand in Singapur (13.30, Sport 1) geht die Asien-Reise des FC Bayern zu Ende. Im Gespräch mit dem deutschen Sport-Informations-Dienst (SID) nimmt Präsident Uli Hoeness zu aktuellen Themen Stellung, unter anderem zum Transfer-«Wahnsinn» und zu den Zielen der Bayern in der Champions League. Diese zu gewinnen, könne man nicht als Ziel ausgeben, meint Hoeness. «Schauen Sie mal, wie auf der ganzen Welt gerade aufgerüstet wird. 100, 150 Millionen, demnächst wird es wahrscheinlich einen 200-Millionen-Transfer geben in Paris – solange solche Verrücktheiten passieren, kannst du nicht als FC Bayern München den Anspruch haben, die Champions League zu gewinnen. Das kann passieren, aber das ist kein Selbstläufer mehr.» Bayern sei ein Verein, der ganz vernünftig wirtschafte, seine Ressourcen ganz vernünftig einsetze und jeden Transfer in bar bezahle.

Die hohen Summen, die auf dem Transfermarkt bezahlt werden, sind für Hoeness nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht problematisch: «Ich frage mich, ob das auf Dauer den Zuschauern und Fans noch zu vermitteln ist.» Er glaube, irgendwann werde sich der Zuschauer sagen: «Ich muss mein Geld zusammenhalten, dass ich mir ein Ticket leisten kann, und da wird mit dem Geld um sich geschmissen, als wenn eine Million nichts mehr wäre.»

Die Bayern wollen dieses Millionenspiel nicht mitspielen, betont Hoeness: «Ich kann deutlich sagen, und das hat man auch wieder bei der Transferpolitik in diesem Jahr gesehen, dass wir uns diesem Treiben nicht anschliessen wollen.» Bis jetzt sei man damit ja ganz gut gefahren. Für ihn ist klar: «Ich möchte keinen Spieler für 150 oder 200 Millionen kaufen, diesen Wahnsinn möchte ich nicht mitmachen. Das sind Dinge, die wir beim FC Bayern total ablehnen.»

Das Geld investiert Hoeness lieber im Jugendbereich. Für fast 100 Millionen Euro hat der FC Bayern ein Nachwuchsleistungszentrum installiert. «Mit sehr viel Aufwand – nicht nur mit Geld, sondern auch mit Manpower – bauen wir da etwas auf», sagt Hoeness. «Wir hoffen, dass das, was den FC Bayern einmal ausgezeichnet hat, nämlich die Ausbildung eigener grosser Spieler mit grosser Persönlichkeit, die Antwort des FC Bayern sein könnte.»

Als Saisonziele für den FC Bayern nennt Hoeness die deutsche Meisterschaft und «im DFB-Pokal so weit wie möglich zu kommen». In der Champions League wolle man natürlich auch mitmischen. «Wir gehören zu den drei, vier besten Mannschaften in Europa, und von diesen drei, vier besten Mannschaften kann jede die Champions League gewinnen.» (red)

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