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FUSSBALL: Jetzt darf auch Lichtsteiner ran

Zum Abschluss der Achtelfinal-Hinspiele in der Champions League treffen heute zwei zweifache Sieger aus früheren Jahren aufeinander: Porto empfängt Juventus Turin (20.45/SRF 2).
Stephan Lichtsteiner (links) im Serie-A-Einsatz – und heute wohl auch in der Champions League. Bild: Daniele Badolato/Freshfocus (29. Januar 2017)

Stephan Lichtsteiner (links) im Serie-A-Einsatz – und heute wohl auch in der Champions League. Bild: Daniele Badolato/Freshfocus (29. Januar 2017)

Für einen Serienmeister wie Juventus Turin ist das Ziel in der Champions League mit den Achtelfinals noch längst nicht erreicht. Die Turiner weisen in der Meisterschaft mittlerweile einen Vorsprung von sieben Punkten auf die AS Roma auf. Am sechsten Meistertitel in Serie ist kaum zu zweifeln. Auf internationaler Ebene will die Mannschaft dort hinkommen, wo sie vor zwei Jahren war: in den Final. Den Titel holte die «alte Dame» 1985 und 1996.

Der Adligenswiler Stephan Lichtsteiner wird zum Gelingen beitragen können. Das ist nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass Trainer Massimiliano Allegri den Schweizer Internationalen für das reduzierte Kader für die Champions-League-Gruppenphase im Herbst nicht berücksichtigte. Die personelle Situation ist nun etwas angespannter, sodass Lichtsteiner mit Einsätzen rechnen kann – wie zuletzt in der Meisterschaft. In der Offensive verfügt Juventus nicht nur mit seinem argentinischen Goalgetter Gonzalo Higuain über ein ansehnliches Potenzial.

Der FC Porto, Sieger im Meistercup respektive in der Champions League 1987 und 2004, ist wie meistens ein unangenehmer Aussenseiter. National liefert sich Porto, das mit dem Brasilianer ­Tiquinho Soares und dem jungen Portugiesen Andre Silva seinerseits über exzellente Stürmer verfügt, einmal mehr ein offenes ­Duell mit dem Erzrivalen Benfica Lissabon.

Die Andalusier gegen die Sphinx

Das heutige Spiel FC Sevilla gegen Leicester City ist der einzige Achtelfinal mit zwei Mannschaften, die keine nennenswerte oder gar keine Tradition in der Champions League vorzuweisen haben. Der FC Sevilla hat in der Champions League noch keine Stricke zerrissen. In ihren vier Teilnahmen ab 2007 schieden die Spanier einmal in der Barrage, zweimal in den Achtelfinals und einmal – vor einem Jahr mit dem nachmaligen Europa-League-Triumph – nach Abschluss der Gruppenphase aus.

Leicester machte im Herbst bei seinem Debüt in der Königsklasse mit einem Rekord auf sich aufmerksam. Es war der erste Klub, der in seinen ersten vier Spielen in einem Europacup-Wettbewerb kein Gegentor zuliess.

Für den FC Sevilla ist es eine Auszeichnung, dass er in dieser Saison nicht zum vierten Mal in Folge die Europa League gewinnen kann. Das ist nicht paradox, denn die Andalusier haben als Teilnehmer der Champions League die oberste Stufe erklommen.

Obwohl er meistens im Schatten von Real und Barça stehen musste, beschäftigte der FC Sevilla in der Vergangenheit viele Stars, beispielsweise Diego Maradona, Bebeto, Davor Suker, Diego Simeone, Javier Saviola, Toni Polster sowie die auch in der Schweiz bekannt gewordenen Ivan Zamorano (St. Gallen) und Ivan Rakitic (Basel).

Der Sphinx Leicester City könnte in dieser Saison Erst- und Einmaliges widerfahren: als englischer Sensationsmeister eine grossartige Rolle in der Champions League spielen und gleichzeitig aus der Premier League absteigen. Tatsächlich liegt Leicester in der Meisterschaft nach 25 von 38 Runden nur einen Punkt über den Abstiegsplätzen. (sda)

Champions League

Achtelfinals. Hinspiele: Leverkusen - Atletico Madrid 2:4. Manchester City - Monaco 5:3.

Heute, 20.45: Porto - Juventus Turin. FC Sevilla - Leicester.

Rückspiele am 14. und 15. März.

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