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FUSSBALL: Kaffee, Kuchen, Kabine, Konter

Der FC Schötz tritt am Donnerstag (19.30, Wissenhusen) im Cup-Achtelfinal gegen das Super-League-Team des FC Lugano an. Mittelfeldstratege Claudio Zenger (29) weiss, wie man einen Cup-Coup landet.
Turi Bucher
Blickt dem heutigen Cup-Hit zuversichtlich entgegen: Schötz-Spieler Claudio Zenger. (Bild: Roger Grütter (Schötz, 23. Oktober 2017))

Blickt dem heutigen Cup-Hit zuversichtlich entgegen: Schötz-Spieler Claudio Zenger. (Bild: Roger Grütter (Schötz, 23. Oktober 2017))

Turi Bucher

arthur.bucher@luzernerzeitung.ch

Claudio Zenger spielt mittlerweile die dritte Saison für den FC Schötz. Am Donnerstag steht für ihn ein Highlight auf dem Programm: der Cup-Fight gegen den FC Lugano aus der Super League. Dabei hat Zenger durchaus schon einige Cup-Leckerbissen auf dem Rasen miterlebt. Beispielsweise 2009 mit dem FC Biel, als im Achtelfinal der FC Basel mit einem 1:0 aus dem Cup geworfen wurde. Oder ein Jahr zuvor, als die Bieler im Achtelfinal den FC Aarau mit 2:1 rausschmissen. Im Viertelfinal war dann gegen Basel mit Shaqiri, Frei, Streller und Co. Endstation. «Gegen den FC Lugano wird unsere Konzentration, unser Mut, der Glaube, der Wille matchentscheidend sein», sagt der 29-jährige Zenger. «Denn spielerisch haben wir ein gutes Team. Vieles ist deshalb Kopfsache.»

Schötz-Trainer René Erlachner und Teamchef Edi Iseli hätten, so erzählt Zenger, die Luganesi in einem Europa-League-Spiel in Luzern beobachtet. Zenger selber weiss: «Offensiv sind die Tessiner sehr stark.» Und defensiv? «Nun, wir müssen den Mut haben, aufs Tor zu schiessen. Wer nicht auf das Tor schiesst, erzielt auch keinen Treffer.»

Aufgewachsen ist Zenger im bernerischen Rüti bei Büren, nur ein paar Häuser entfernt von alt Bundesrat Samuel Schmid. In Bern bei der Post das Sport-KV absolvierend, schaffte er es bis in die 1. Mannschaft der Young Boys unter Trainer Martin Andermatt. Danach ging’s nach Biel (mit Christian Schneuwly), Wil (mit Fabian Schär), nach Basel zu den Old Boys (Aufstieg in die Promotion League unter Trainer Massimo Ceccaroni), zurück nach Bern zum FC Breitenrain, wo er auf Trainer René Erlachner traf, der ihn dann auch gleich mit nach Schötz nahm. «Er ist der beste Trainer, den ich je hatte. Er ist ein ausgezeichneter Motivator, er macht einen hervorragenden Job», lobt Zenger.

Vor dem Cup-Hit eine 0:6-Ohrfeige in der Meisterschaft

Die Generalprobe für das heutige ­Cup-Fest ist den Schötzern am letzten ­Wochenende allerdings gründlich misslungen. Eine 0:6-Packung gab’s in der 1.-Liga-Meisterschaft gegen die Black Stars. Zenger: «Es hat nichts zusammengepasst. Aber das darf mal passieren. Wir hatten nach dieser Niederlage ein gutes Gespräch im Team, und der Trainer hat uns angewiesen, vorwärtszuschauen und den Fokus auf Lugano zu richten.»

Claudio Zenger ist heute wie üblich um 6.30 Uhr aus dem Bett gestiegen. Nach dem Zmorge mit Kaffee geht’s für den Aussendienstmitarbeiter einer Versicherung noch nach Büren an der Aare ins Büro. «Um die Mittagszeit mache ich dann Feierabend», sagt Zenger. Nach dem Mittagessen steht Ausruhen und mentale Konzentration auf dem Programm. «Zwischen 17 und 18 Uhr treffen sich die Mannschaft und der Teamstaff im Clubhaus zu Kaffee und Kuchen», erzählt Zenger, «danach geht es langsam in Richtung Umkleidekabine.» Dann wird schon bald einmal der Anpfiff ertönen, werden hoffentlich die ersten Konterattacken gegen das hochfavorisierte Lugano gestartet, gegen das Tor von «Portiere» David Da Costa.

Mit dabei heute im vierstelligen Zuschauervolumen: Claudio Zengers Freundin Olivia, mit der er seit einem Jahr zusammen in Rüfenacht wohnt. Die 28-jährige Olivia ist selber Fussballerin, spielt als Innenverteidigerin in der 3. Liga beim FC Grosshöchstetten. Kennen gelernt hatte Zenger seine Olivia vor drei Jahren bei einem Fest, zu dem er seine Schwester Stephanie – sie wiederum Teamkollegin von Olivia – begleitet hatte. Ob’s heute in Schötz auch zum Fest reicht? «Wir gewinnen das Spiel gegen Lugano nach neunzig Minuten mit 2:1», sagt Zenger. Eben: mutig. Und wenn nicht? «Dann gewinnen wir 5:4 im Penaltyschiessen.»

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