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FUSSBALL: Konzeptlos, harmlos, hilflos

Trainer Peter Bosz steht in Dortmund vor dem Aus. Nach einem 1:2 (0:1) gegen den Abstiegskandidaten Werder Bremen wird die Borussia sich heute vom Niederländer trennen.
Thomas Nowag und Niklas Scheubel (sid), Dortmund
Die Zeichen stehen für Trainer Peter Bosz in Dortmund klar auf Abschied. (Bild: Friedemann Vogel/EPA (Dortmund, 9. Dezember 2017))

Die Zeichen stehen für Trainer Peter Bosz in Dortmund klar auf Abschied. (Bild: Friedemann Vogel/EPA (Dortmund, 9. Dezember 2017))

Thomas Nowag und Niklas Scheubel (SID), Dortmund

sport@luzernerzeitung.ch

Wieder blieb eine Wende hinsichtlich des Ergebnisses oder zumindest der sehr fahrigen Spielweise aus. Ob vor oder nach dem 0:1 durch ein Traumtor des Bremers Maximilian Eggestein (26.): Borussia Dortmund brachte fast nichts von dem auf den Platz, was das Team in den berauschenden ersten Saisonwochen ausgezeichnet hatte. Am vorläufigen Ende des atemberaubenden Absturzes stand das achte Bundesliga-Spiel in Serie ohne Sieg. Den BVB-Ausgleich konterte Theodor Gebre Selassie (65.). Werder Bremen sicherte sich wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Dortmund-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportchef Michael Zorc hatten in den letzten Tagen den Druck auf den Trainer nochmals erhöht und eine Wende zum Besseren gefordert. Was Bosz bei seiner vermeintlichen Schicksalspartie von seinen Spielern zu sehen bekam, war ernüchternd. Dortmund trat nicht nur harm- und hilflos auf, sondern auch konzeptlos. Laut «Sport Bild» wird Borussia Dortmund die Entlassung von Bosz heute bekanntgeben.

Für den BVB gab es vor 81160 Zuschauern (eigentlich) nur ein Leitmotiv: Attacke. «Wir wollen das Spiel gewinnen – und zwar auf unsere Art: offensiv», hatte Bosz kurz vor dem Anpfiff gesagt. So stellte er auch auf. Weder Julian Weigl noch Nuri Sahin spielten im defensiven Mittelfeld von Beginn an, Shinji Kagawa und der auffallend schwache Mahmoud Dahoud gaben die Schaltzentrale hinter der Dreier-Sturmreihe. Bei den Gästen war alles auf die Sturmspitze Max Kruse ausgerichtet, die nach einem ersten Konter den Dortmunder Torhüter Roman Bürki zum Nachfassen zwang (13.).

Ein Pfeifkonzert schon zur Pause

Das löste direkt eine Phase Dortmunder Verunsicherung aus. Da Werder Bremen zudem sicher stand und die Räume konsequent «zu rannte», passierte trotz optischer Überlegenheit wenig: von wegen Attacke. Auf der Gegenseite verfehlte Zlatko Junuzovic (22.) das Tor knapp – lange Bälle waren wie zuletzt immer gegen Borussia Dortmund ein gefährliches Mittel.

Eggestein traf dann allerdings nach einem in Ruhe aufgezogenen Werder-Angriff mit einem traumhaften Linksschuss, ohne gross gestört zu werden. Dortmund war zu diesem Zeitpunkt noch ohne Torschuss. Der Aufbau wirkte ratlos, die beste Dortmund-Chance der ersten Halbzeit war ein Andrej-Jarmolenko-Schüsschen meterweit am Tor vorbei (40.).

Der Ukrainer kam wie Raphael Guerreiro nach einem Pfeifkonzert zur Pause nicht mehr zurück. Nuri Sahin sollte dem Dortmunder Spiel nun mehr Struktur geben, Weltmeister André Schürrle ausserdem den Angriff beleben. Erste Annäherungen an das Werder-Tor waren vielversprechend wie beispielsweise von Kagawa (47.) und Schürrle per Seitfallzieher (52.).

Werder-Trainer Florian Kohfeldt musste den starken, aber angeschlagenen Captain Junuzovic durch Jerome Gondorf ersetzen, kurz darauf traf Bargfrede ins eigene Netz.

Das brachte auch die verfrorenen Borussia-Fans wieder in Stimmung. Die Dortmunder spielten nun mit vollem Risiko auf Sieg. Doch es traf: Werder Bremen. Gebre Selassie nutzte die dritte Grosschance der Bremer innerhalb weniger Minuten. In der Folge versuchte es Borussia Dortmund mit dem Mute der Verzweiflung, aber weiterhin ohne klare Spielidee.

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