FUSSBALL: Kreuzbandriss: Janko Pacar fällt monatelang aus

Pech für Janko Pacar: Der Luzerner in Diensten des FC Wohlen zog sich am Samstag einen Kreuzbandriss und eine Meniskusverletzung zu. Der 26-Jährige muss operiert werden.

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Janko Pacar (hier im Trikot des FC Chiasso) hat sich schwer verletzt. (Bild: Martial Trezzini/Keystone (Genf, 7. Dezember 2014))

Janko Pacar (hier im Trikot des FC Chiasso) hat sich schwer verletzt. (Bild: Martial Trezzini/Keystone (Genf, 7. Dezember 2014))

Der FC Wohlen muss die restliche Saison ohne seinen besten Stürmer Janko Pacar auskommen. Der 26-Jährige rutschte am Samstag im Spiel gegen Neuchâtel Xamax (1:2) aus, blieb mit dem rechten Bein im Gras hängen und mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. In der Luzerner Klinik St. Anna folgte die bittere Diagnose: Das vordere Kreuzband, der Meniskus und das Seitenband im rechten Knie sind gerissen. Wenn die Schwellung am Knie abgeklungen ist, wird Pacar operiert. Er fällt sechs bis neun Monate aus. Das Fussballjahr 2017 ist für ihn gelaufen.

Gegenüber der «Aargauer Zeitung» sagte Pacar: «Die Verletzungen in meinem rechten Knie sind schlimm. Noch viel schlimmer ist der psychische Schmerz.» Er habe einen Knall gehört und gewusst, dass sein Knie «zerfetzt» sei. Pacar ist mit elf Toren Wohlens bester Torschütze. Die Aargauer sind im 7. Rang klassiert und weisen zwei Punkte Reserve auf Schlusslicht Wil auf.

Kurzzeitig vereinslos

Die Verletzung ist der Tiefpunkt in Pacars Karriere, die so verheissungsvoll begann. 2008 debütierte er als 17-Jähriger beim FC Luzern in der Super League. Er kam in diversen Schweizer Nachwuchs-Nationalmannschaften zum Einsatz. Auf höchster Stufe konnte er sich allerdings nie durchsetzen. Drei Tore in der Saison 2010/11 waren das Maximum.

Pacar spielte in der Folge für Kriens, Winterthur, Chiasso, Servette und den rumänischen Klub Petrolul Ploiesti. Im letzten Sommer trainierte er in Dietikon mit anderen arbeitslosen Spielern, ehe er vom FC Wohlen mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet wurde. Das Vertrauen in seine Person zahlte er mit elf Toren zurück. «Bis jetzt wurde ich von schlimmen Verletzungen verschont», sagte er gegenüber der «Aargauer Zeitung» weiter, «aber nun hat es mich ganz böse erwischt.»

jvf