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FUSSBALL: Kriens wendet die Krise ab

Der SC Kriens spielt gegen die U21-Talente des FC Basel 2:2 (2:2) und hält so die 5-Punkte-Distanz auf Verfolger Rapperswil-Jona.
Turi Bucher
Vergab den Krienser Matchball: Stürmer Nico Siegrist (in Grün-Weiss). (Bild: Nadia Schärli (Emmenbrücke, 8. April))

Vergab den Krienser Matchball: Stürmer Nico Siegrist (in Grün-Weiss). (Bild: Nadia Schärli (Emmenbrücke, 8. April))

Turi Bucher

arthur.bucher@luzernerzeitung.ch

Nach dem Rückschlag im Spitzenkampf gegen Rapperswil-Jona (1:2) brauchten die Krienser gegen die U21-Toptalente des FC Basel dringend ein Erfolgserlebnis. Zwar stand schon vor dem Anpfiff des Heimspiels auf dem Gersag in Emmenbrücke fest, dass der SC Kriens vom Zentralschweizer Rivalen SC Cham ein wenig Schützenhilfe erhalten hatte: Die Zuger trotzten SCK-Verfolger Rapperswil nämlich immerhin ein Unentschieden ab.

Doch Kriens trat zu Beginn der Partie gegen den FCB wieder so wie in den letzten beiden Spielen auf: desorientiert, unaufmerksam, ziemlich schwach. Eine dieser Unaufmerksamkeiten ermöglichte Basels Kenan Heric schon in der 9. Minute das 1:0 für den von Ex-National­spieler Raphaël Wicky trainierten FCB-Nachwuchs.

Als der schnelle Neftali Manzambi in der 32. Minute auf 2:0 für den FC Basel erhöhte, schien die Krienser Krise endgültig Tatsache. Ein harter Genickschlag für den SCK, der zurzeit mit sehr viel Verletzungspech zu kämpfen hat. Zwar war der vom FC Thun umworbene Chris Kablan nach seiner Verletzung im Cupspiel gegen den FC Sion wieder ins Team zurückgekehrt, aber die Verletztenliste wurde im Verlaufe der letzten Woche trotzdem länger: Die Teamstützen Omar Thali (Bänderverletzung gegen Sion), Marco Wiget (Hirnerschütterung gegen Rapperswil), Anthony Bürgisser (Kreuzbandriss gegen Rapperswil) und Stefan Marinkovic (Kreuzbandriss im Training) fehlten gegen den FCB genauso wie der angeschlagene Skumbim Sulejmani (auf der Ersatzbank).

Siegrist verschiesst per Penalty die 3:2-Möglichkeit

Doch Kriens kämpfte nach dem 0:2-Rückstand leidenschaftlich weiter, glich noch vor dem Pausenpfiff durch den aktuell stärksten Spieler Fisnik Hasanaj zum 2:2 aus und wendete so die Krise ab. Innenverteidiger Hasanaj hatte schon in Rapperswil das 1:2 erzielt und danach mit seinen effektvollen Vorstössen das Kriens-Spiel vorwärtsgetrieben. Deshalb stellte ihn Kriens-Trainer Marinko Jurendic gegen den FCB als Schaltstelle zwischen Verteidigung und Mittelfeld auf. Hasanaj versuchte das Offensivspiel anzukurbeln, traf in der 37. Minute nach einem Corner im Zentrum stehend gleich selber zum 1:2. In der 44. Minute schoss er per Foulpenalty das 2:2, nachdem Stürmer Nico Siegrist im Strafraum stark agiert und einen Penalty erzwungen hatte.

Siegrist übrigens vergab in der 83. Minute den Krienser Matchball. Im Penaltyduell der beiden ehemaligen Super-League-Spieler unterlag Siegrist gegen Basel-Torhüter Germano Vailati, der Siegrists Schuss parierte. Wieso hatte eigentlich Hasanaj nicht auch beim zweiten Kriens-Elfmeter Anlauf genommen? «Siegrist ist unser üblicher Penaltyschütze», erklärte Hasanaj später, «ich habe den ersten Penalty nur geschossen, weil sich Siegrist unsicher fühlte, nachdem er gefoult worden war.»

Hasanaj, in dieser Form womöglich sogar für den FC Luzern ein baldiges Thema, lobte nach dem gewonnenen Punkt sein Team: «Wir haben viele Verletzte, geraten 0:2 in Rückstand und können das noch aufholen. Das verdient doch ein Lob, oder?»

Der Vorsprung auf Rapperswil beträgt also immer noch fünf Punkte, aber der SC Kriens darf nun nicht locker lassen. Noch sieben Runden sind auszutragen, noch 21 Punkte sind im Spiel, nicht immer lässt sich ein 0:2 aufholen, und nicht immer leistet der Rapperswil-Gegner in der Ferne Beistand.

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