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FUSSBALL: Krienser Jumbo hebt ab

Kriens gewinnt den Spitzenkampf gegen Brühl mit 4:1 und rückt auf Platz eins vor. Matchwinner ist Skumbim Sulejmani mit einem Hattrick.
Stephan Santschi
Skumbim Sulejmani bejubelt seinen Treffer zum vorentscheidenden 3:1. (Bild: Dominik Wunderli (Emmenbrücke, 26. August 2017))

Skumbim Sulejmani bejubelt seinen Treffer zum vorentscheidenden 3:1. (Bild: Dominik Wunderli (Emmenbrücke, 26. August 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Für ihn ist an diesem schwülwarmen Sommerabend alles aufgegangen: Drei Tore erzielte Skumbim Sulejmani zum 4:1-Sieg des SC Kriens gegen Brühl, seine Chancenverwertung belief sich damit auf 100 Prozent. In der 36. Minute köpfelte er eine Flanke von Marijan Urtic aus kurzer Distanz zum 1:0 ins Netz, zwei Minuten später doppelte er mit einem Abstauber zum 2:0 nach, ehe er in der 74. Minute die Sturm-und-Drang-Phase der Ostschweizer alleine vor dem gegnerischen Keeper beendete. «Ja, es war gut», meinte der 31-jährige Stürmer nach Spielschluss ebenso bescheiden wie erleichtert. Ganz nach Wunsch war es ihm zuletzt nämlich nicht gelaufen. Nach guter Vorbereitung verletzte er sich im Startspiel an der Hüfte und geriet etwas aus dem Tritt.

Der Auftritt von Sulejmani war sinnbildlich für die Leistung der ganzen Mannschaft. Im Duell des Zweit- und Erstklassierten der Promotion League war der SC Kriens von Beginn weg präsent, spielbestimmend und effizient. Als sich dann Brühls linker Aussenverteidiger Loris Pellegatta draussen behandeln lassen musste, verloren die Ostschweizer vorübergehend die defensive Ordnung und mussten die ersten beiden Gegentreffer hinnehmen. «Das Umschalten von Offensive auf Defensive ist unser Manko. Gegen ein Spitzenteam reicht es dann eben nicht mehr, Kriens war da schneller im Kopf», analysierte Brühl-Trainer Uwe Wegmann, der als Aktiver vor allem bei Bochum in der Bundesliga auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Sohn einer Sturmikone trifft

Nach dem Seitenwechsel zollte der SCK dem hohen Offensivaufwand Tribut und zog eine schwache Viertelstunde ein. Die St. Galler, die sich auf diese Saison unter anderen mit dem Ex-FCL-Spieler Claudio Holenstein und dem ehemaligen St. Galler Nico Abegglen verstärkt haben, legten nun die Zurückhaltung ab und offenbarten ihr reiches Angriffspotenzial. Die Krienser verloren die Geschlossenheit und zogen sich zu weit zurück. Die logische Konsequenz: Alessandro Riedle, Sohn der deutschen Stürmerikone Karl-Heinz und Topskorer von Brühl, verkürzte in der 65. Minute auf 1:2. Den Gästen boten sich daraufhin weitere Gelegenheiten, ein Punktgewinn rückte in Reichweite. Dass es nicht so weit kam, war im Wesentlichen drei Kriensern zu verdanken.

Retter Nummer 1: Sebastian Osigwe. Der Torhüter spielte tadellos, verhinderte zwei Mal den Ausgleich und behielt darüber hinaus bei Flanken die Lufthoheit. Retter Nummer zwei:Dominic Schilling. Nach seiner Einwechslung stopfte der Mittelfeldspieler in der Abwehr zahlreiche Löcher, und er war es auch, der die Krienser Vorwärtsbewegung wiederbelebte. Seine Auslösung in der 74. Minute landete über Diogo Costa bei Retter Nummer drei, Skumbim Sulejmani, der zum 3:1 vollendete. «Ein hochverdienter Sieg», frohlockte SCK-Trainer Bruno Berner, der auch den Vorstoss auf Platz eins mit Genugtuung zur Kenntnis nahm: «Wir sind sehr fokussiert, intern herrscht ein guter Konkurrenzkampf. Ich habe bereits 19 Spieler eingesetzt, ich halte nichts vom Never-change-a-winning-team.» Bleibt noch die Frage zu klären, weshalb Sulejmani «Jumbo» genannt wird. Weil er wie das Kultflugzeug über den Platz schwebt oder schon mal einen Flieger in Form einer Schwalbe hinlegt? «Keines von beidem», erwidert er lächelnd. «Einem Juniorentrainer in Zug war mein Vorname zu kompliziert. Deshalb suchte er wohl nach etwas, das ähnlich tönt.» Wie auch immer: Gestern hob er ab, der Krienser Jumbo.

Hinweis

Telegramm und Rangliste auf Seite 38.

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