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FUSSBALL: Kunststück besiegelt Schötzer Sieg auf Kunstrasen

Die Schötzer gewinnen das erste Spiel des Jahres zu Hause gegen Zug 94 mit 2:0. Für die Gäste wäre mehr dringewesen, doch die Abschlussschwäche der Zuger ist weiterhin akut.
Yannick Rapelli vom FC Schötz mit einem Schuss aufs Tor. (Bild: Daniela Frutiger / freshfocus)

Yannick Rapelli vom FC Schötz mit einem Schuss aufs Tor. (Bild: Daniela Frutiger / freshfocus)

Sattes Grün findet zu dieser Zeit im Regionalfussball nur, wer auf Kunstrasen spielt. So wie gestern in Schötz, als der Gastgeber die Konkurrenz von Zug 94 zur Wiederaufnahme der 1.-Liga-Saison begrüsste. Der Wissenhusener Naturrasen präsentierte sich derweil in gelblich-braunem Kleid, die Minustemperaturen und die Nässe der jüngeren Vergangenheit machten ihn unbespielbar. «Einfach geil, ich könnte immer auf Kunstrasen spielen», sagte der Schötzer Trainer René Erlachner – im Wissen, dass diese Unterlage zum schnellen Fussball seines Teams passt.

Davon war zunächst aber nur wenig zu sehen. «Zügige Pässe», forderte Erlachner kurz vor dem Anpfiff von seinen Mannen, doch diese kamen aufgrund des aufsässigen Zuger Pressings kaum zu Stande. Schötz, das drei verletzte Verteidiger beklagte und daher Joel Stephan um eine Linie nach hinten beorderte, lief zwar in einer 4:3:3-Formation und einem äusserst angriffig eingestellten zentralen Mittelfeld auf – Zenger, Koch und Zobrist haben alle ihre Stärken im Spiel nach vorne. Doch aufgrund des fehlerhaften Aufbauspiels machten sich zunächst deren Probleme in der Rückwärtsbewegung bemerkbar. «In der ersten Halbzeit haben wir nichts auf die Reihe gekriegt. Wir waren zu nervös und verklemmt», monierte Erlachner.

Zug trifft nur die Latte und den Pfosten

Die in der Tabelle um drei Positionen schlechter klassierten Zuger erarbeiteten sich so ein optisches Übergewicht und kamen öfters in gute Abschlussposition. Das grösste Manko, die offensive Durchschlagskraft, scheint aber auch in der Winterpause mit dem einwöchigen Trainingslager in Valencia nicht behoben worden zu sein. «Entweder sind wir überhastet oder zu wenig entschlossen», haderte der Zuger Trainer Roland Widmer. Dem Torerfolg am nächsten kam Kemil Festic, doch der Stürmer sah seinen Kopfball in der 12. Minute von der Latte ins Feld zurückprallen.

Versäumnisse, die sich nach dem Seitenwechsel rächen sollten. Schötz fand nun besser ins Spiel, gefiel mit raschen Vorstössen und kam in der 64. Minute etwas glückhaft zur Führung. Nach einem Corner streifte der Ball noch den Kopf von Luca Ferricchio und senkte sich ins Netz. Zug fand daraufhin zwar wieder zu mehr Ballbesitz, «doch wir hätten wohl lange weiterspielen können, ohne ein Tor zu erzielen», stellte Widmer fest. Mehr als der Pfostenschuss von Denis Podzer in der 74. Minute schaute nicht heraus. «Schade, der Gegner wäre in Reichweite gewesen», fand Widmer.

Widmer kommentiert Vereinspläne nicht

Nach Spielschluss liess der ehemalige NLA-Verteidiger dann seine Defensivqualitäten erkennen. Auf die Frage, was er davon halte, dass der Verein künftig lieber mit GC als Luzern zusammenarbeiten wolle (wir berichteten), sagte der ehemalige FCL-Profi: «Das kam Knall auf Fall, ich kenne die Hintergründe nicht. Das ist ein politisches Thema und tangiert die 1. Mannschaft nicht direkt. Ich konzentriere mich auf den Job auf dem Platz.»

Dort haben die Zuger resultatmässig einen Fehlstart ins neue Jahr zu verzeichnen. Besiegelt wurde das Verdikt gestern durch das Highlight des Abends: Der Konter von Eduard Nikmengjaj zum 2:0 (89.) war in Entstehung und Vollendung ein Kunststück auf dem satten Grün des Wissenhusener Kunstrasens.

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

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