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FUSSBALL: Landet Kahraba beim FC Basel?

Sein Abgang beim FCL wird seinem Künstlernamen Kahraba gerecht: Wie der Blitz ist er wieder weg aus Luzern. Er sagt jetzt, er besitze Angebote aus der Schweiz.
Daniel Wyrsch
Einige Zeit eine geölte Maschine: Das Duo Dimitar Rangelov, links, und Mahmoud Kahraba bejubeln das 2:2 in der Partie gegen Aarau im Februar. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Einige Zeit eine geölte Maschine: Das Duo Dimitar Rangelov, links, und Mahmoud Kahraba bejubeln das 2:2 in der Partie gegen Aarau im Februar. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Mahmoud Kahraba (19) und Dimitar Rangelov (31) bildeten eine erfolgreiche Partnerschaft im Luzerner Angriff. Das letzte Mal harmonierten die beiden am 2. März in St. Gallen miteinander. Der Bulgare Rangelov spielte steil den Ägypter Kahraba im Strafraum an. Verteidiger Ivan Martic konnte den wirbligen Stürmer nur noch mit einem Foul am Torschuss hindern. Penalty. Kahraba schnappte sich den Ball, schaute den zwölf Jahre älteren Mitspieler bettelnd an. Doch auch der Mann aus Sofia, seines Zeichens bulgarischer Nationalstürmer, besitzt ein grosses Ego. Es kam zu Diskussionen – und schliesslich lief Rangelov zum Penalty an und verwertete in der 90. Minute sicher zum 1:1-Endstand. Kahraba wurde ein Assist gutgeschrieben. Viel lieber hätte er sein achtes Tor für Luzern erzielt.

Dazu kommt es nicht mehr. Der Leihvertrag mit Option auf eine definitive Übernahme bis 2017 ist bekanntlich am Freitag aufgelöst worden. Der FC Basel braucht sich heute (Swissporarena, 16 Uhr, SRF zwei) nicht auf den trickreichen Nordostafrikaner einzustellen.

Am letzten Montag noch gelobt

So schnell, wie Mahmoud Abdelmonem oder mit Künstlernamen Kahraba (übersetzt für Stromstoss oder Blitz) beim FCL mit drei Toren aus den ersten drei Spielen in der Startformation eingeschlagen hatte, so schnell ist er nun wieder weg. Wegen Undiszipliniertheiten und wiederholten Fehlverhaltens, wie der Klub begründete.

Der verweigerte Handschlag mit Sportchef Alex Frei plus ein verbaler Aussetzer nach dem Aus im Cup am Mittwoch in Basel müssen den Ausschlag gegeben haben, das zeigt eine Rückblende. Zwei Tage vorher, am letzten Montag, hatte FCL-Trainer Carlos Bernegger noch von seinem Sturmpärchen Rangelov/Kahraba geschwärmt. Der unter Berneggers Trainervorgänger Ryszard Komornicki letzte Saison ebenfalls sehr negativ aufgefallene Rangelov (Ausschlüsse, Kopfstoss gegen Teamkollege Jérôme Thiesson) habe sehr viel getan für die Integration seines ägyptischen Sturmpartners, sagte Bernegger. «Solche Duos können Spiele entscheiden», erklärte er den Journalisten. Verständlicherweise lobte er die beiden. In Luzern waren sie die besten Spieler mit zusammen 21 Treffern (Rangelov 8 Liga/6 Cuptore, Kahraba 7 Ligatore) oder fast 50 Prozent aller FCL-Tore.

Basels Trainer Murat Yakin war vorgestern völlig überrascht von der Neuigkeit, dass sich sein vormaliger Arbeitgeber per sofort von Kahraba getrennt hat. «Er hat nach seiner Einwechslung im Cuphalbfinal für Gefahr gesorgt und schon viele wichtige Tore für den FCL erzielt. Er ist ein gefährlicher Angreifer.»

Zu Elneny nach Basel?

Durchaus vorstellbar, dass Kahraba in der nächsten Saison beim heutigen Luzerner Ligagegner spielt. Der FC Basel hat sehr gute Erfahrungen gemacht mit jungen Ägyptern. Mohamed Salah (21) stürmt inzwischen für Chelsea London. Der Transfer hat den FCB um 20 Millionen Franken reicher gemacht. Mohamed Elneny (21) weilt weiter am Rheinknie, er ist ein solider Mittelfeldspieler, dessen Wert auf 3 Millionen Franken geschätzt wird. Was könnte näher liegen, als wenn der FCB Kahraba holt? Er versteht sich mit Nationalteamkollege Elneny bestens.

Kahraba sagt zwar nichts Konkretes über Basel. Aber in ägyptischen Medien wird zitiert, was er nach seiner Rückkehr zum Besitzerklub Enppi Kairo im Sommer machen will. «Ich werde wahrscheinlich eines der zahlreichen Angebote von Schweizer Klubs annehmen.» «Abra Kadabra» – und er ist wieder da.

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