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FUSSBALL: Lugano in der Luzerner Umkleidekabine unerwünscht

Lugano sorgt heute (19 Uhr, SRF zwei) mit dem Heimspiel gegen Steaua Bukarest für die Europa-League-Premiere in Luzern. Der heimische FC Luzern muss sogar seine Umkleidekabine zur Verfügung stellen.
Daniel Wyrsch
Lugano (hinten Trainer Pierluigi Tami) trainiert in Luzern. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (27. September 2017))

Lugano (hinten Trainer Pierluigi Tami) trainiert in Luzern. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (27. September 2017))

Daniel Wyrsch

sport@luzernerzeitung.ch

FCL-Trainer Markus Babbel und seine Mannschaft marschierten gestern nicht wie gewohnt aus dem Spielerausgang des Stadions zum Trainingsplatz. Der Hintergrund: Sie mussten wegen Luganos Europa-League-Heimpartie von heute in der Swisspor-Arena gegen Steaua Bukarest ihre Kabine freigeben und zügeln.

Immerhin hat nicht der FC Lugano den «heiligen Raum», der sonst einzig dem Team, den Verantwortlichen und Betreuern zugänglich ist, übernommen. «Wir wollten nicht, dass Liga-Konkurrent Lugano in unsere Kabine geht», erklärt FCL-CEO Marcel Kälin. Die Tessiner müssen mit der kleineren Gästekabine vorlieb nehmen.

Statt Arsenal oder Köln nur unbekannte Gruppengegner

Obwohl der FC Lugano für die drei Heimpartien in Luzern fast einen Drittel seiner Uefa-Startprämie von rund 3 Millionen Franken ausgibt, dürfen die Gästeteams in die Luzerner Heimkabine. «Wir hofften, dass dies ‹Kracher-Mannschaften› sein würden wie Arsenal oder Köln», sagt Kälin. Jetzt kommen als Luganos Gruppengegner neben Steaua noch Viktoria Pilsen (19. Oktober) und Beer-Sheva (23. November) in die Innerschweiz.

Alle drei Teams sind nicht gerade als Zuschauermagneten bekannt. Heute werden nicht mehr als 2000 bis 3000 Zuschauer erwartet. Lugano, dessen Stadion Cornaredo völlig veraltet und untauglich für die Europa League ist, wird im 168 km entfernten Luzern kaum für viele Fans sorgen. Umso mehr als Pierluigi Tamis Squadra derzeit das Tabellenende der Super League ziert. Der Start in die Europa League ist mit dem 1:2 beim israelischen Meister Beer-Sheva auch misslungen.

Steaua 1986 sensationell Europacup-Sieger

Und die Blütezeit von Rumäniens Rekordmeister Steaua Bukarest liegt über 30 Jahre zurück. Als erster osteuropäischer Verein gewann der Stern (Steaua) 1986 den Europacup der Landesmeister, den Vorgänger-Wettbewerb der Champions League. Das war vor der Wende – der Ostblock und die Sowjetunion bestanden noch. Valentin Ceausescu, der Sohn des Ende 1989 vom eigenen Militär hingerichteten rumänischen Diktator Nicolae Ceausescu, war zu dieser Zeit Klubpräsident.

Übrig geblieben von damals ist einzig noch der aktuelle Präsident Helmuth Duckadam, dieser war 1986 der Penaltyheld im Final von Sevilla. Vier Elfmeter hielt Torhüter Duckadam gegen Barcelona und machte die Sensation möglich, dass Steaua den Henkel-Pokal gewann.

Das sind Erinnerungen. Die Gegenwart ist, dass heute der FCL aus dem Tessin für eine Premiere in Luzern sorgt – das erste Europa-League-Spiel in der Gruppenphase. Gegen ­Steaua.

Mögliche Lugano-Startaufstellung: Da Costa; Mihajlovic, Sulmoni, Golemic, Crnigoj; Mariani, Sabbatini, Ledesma; Bottani, Marzouk; Gerndt.

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