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Luzern gewinnt in Schaffhausen mit 2:0 und stösst in den Cup-Viertelfinal vor – dort wartet Biel

Der FC Luzern gewinnt gegen einen spielerisch überlegenen FC Schaffhausen dank Toren von Ibrahima Ndiaye und Varol Tasar mit 2:0 und stösst in den Cup-Viertelfinal vor. Der Sieg musste hart erkämpft werden.

Silvio Frei
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Der ausführliche Bericht

Die Tore

29. Minute: Marvin Schulz schlägt eine Flanke in den Strafraum. Der kleine aber kopfballstarke Ibrahima Ndiaye ist zur Stelle und wuchtet das Leder mit dem Kopf hinter die Linie – 1:0 für Luzern.

Die Luzerner jubeln nach dem Tor zum 0:1

Die Luzerner jubeln nach dem Tor zum 0:1

Bild: Martin Meienberger / freshfocus

88. Minute: Christian Gentner spielt einen langen Ball auf Varol Tasar. Dieser setzt sich mit seinem Speed gegen zwei Verteidiger durch. Danach lässt Tasar auch noch Torhüter Ruberto stehen und schiebt die Kugel zum 2:0 ein.

Varol Tasar lässt vor dem 0:2 alle stehen.

Varol Tasar lässt vor dem 0:2 alle stehen.

Bild: Martin Meienberger / freshfocus

Kurzbericht

Der FCL tut sich zu Spielbeginn sehr schwer. Tatsächlich sind die Gastgeber aus Schaffhausen am Anfang die aktivere Mannschaft. Es ist der Ex-Luzerner Francisco Rodriguez der nach rund einer Viertelstunde vor Vaso Vasic zum Abschluss kommt. Dieser kann den Ball aber gerade noch so an den Pfosten lenken. Es läuft bereits die 29. Minute als Marvin Schulz einen hohen Ball in den Strafraum spielt. Ibrahima Ndiaye ist zur Stelle und wuchtet das Leder mit dem Kopf hinter die Linie – 2:0 für Luzern. Nach dem Tor wird Luzern aktiver, das Spiel kann aber nicht als attraktiv bezeichnet werden, dafür finden sich zu viele individuelle Fehler im Spiel der Luzerner. Bei den Nordostschweizern ist Hakan Yakin ein Aktivposten, immer wieder gestikuliert er aufgeregt an der Seitenlinie, Cheftrainer ist ja eigentlich Martin Andermatt.

Viel Kampf für Silvan Sidler und den Rest der Luzerner Verteidigung

Viel Kampf für Silvan Sidler und den Rest der Luzerner Verteidigung

Bild: Martin Meienberger / freshfocus

Auch die zweite Halbzeit bietet anfänglich nicht viel. Ein Rodriguez-Weitschuss landet jedoch über dem Kasten von Vasic. Auf der anderen Seite pariert auch Ruberto einen Schuss von Captain Christian Gentner ohne Probleme. In der 53. Minute landet ein Kopfball von Ivan Prtajin nur haarscharf neben dem Tor. Rund 10 Minuten später kommt Ndiaye zu einem erneuten Kopfball, stösst jedoch danach mit dem Verteidiger zusammen und bleibt benommen liegen.

In der Folge nimmt Trainer Celestini einen Doppelwechsel vor: Ndiaye und Campo verlassen das Feld, für sie kommen Pascal Schürpf und Lorik Emini. Es läuft bereits die 65. Minute als sich Holger Badstuber eine gelbe Karte holt: Nach einem Luzerner Eckball kommt es im Strafraum von Schaffhausen zum Gerangel und Badstuber fährt den Ellenbogen aus. Nach einem Eckball in der 79. Minute kann Ermini einen Gegenstoss nur mit einem Foul unterbinden und holt sich dafür eine gelbe Karte ab.

Nur eine Minute später verlässt Sorgic den Platz und Varol Tasar kommt ins Spiel. Tasar setzt sich in der 88. Minute mit seiner Geschwindigkeit gegen zwei Verteidiger durch und lässt auch Torhüter Ruberto stehen - in der Folge kann er lässig zum 2:0 einschieben. Trotz der Luzerner Führung war Schaffhausen jedoch über weite Strecken spielerisch überlegen. Zusammengefasst war dies alles andere als ein überzeugender Sieg für die Luzerner.

Reaktionen zum Spiel

Für Schaffhausen-Cheftrainer Martin Andermatt fehlte es seinem Team an der Qualität, um Luzern in diesem Cup-Achtelfinal wirklich zu fordern: «Wir haben uns nicht belohnt, die Chancen auf Tore besassen wir, aber reinmachen muss man am Ende die Bälle. Doch kein Vorwurf an die Mannschaft, sie hat alles gegeben.»

Ex-FCL-Profi Francisco «Cico»Rodriguez hatte die beste Chance der Schaffhauser,traf nur den Innenpfosten. «So ist das eben, wir liessen den Ball super zirkulieren, aber beim Toreschiessen klappte es nicht. Wir waren zu wenig kaltblütig.»

Luzern-Keeper Vaso Vasic musste nach dem Cupfight eingestehen, dass Schaffhausen mehr vom Spiel hatte. In der aktuellen Situation gelte es aber vor allem nach vorne zu schauen und Spiel für Spiel zu nehmen. «Als Titelverteidiger muss es unser Ziel sein, in den Cupfinal zu kommen.» Erstaunt nahm er zur Kenntnis, dass die Super-League-Teams YB, Basel und Servette ausschieden. Zürich musste bereits amDienstag seine Cup-Ambitionen begraben.

Video: PilatusToday

Christian Gentner war nach dem Sieg erleichtert. Den Grund für den Sieg sieht er in der Defensive: «Momentan geht es darum die Basics richtig zu machen und solide zu Verteidigen. Der Fokus liegt aktuell darauf, möglichst kein Tor zu bekommen.»

Video: PilatusToday

Schaffhausen – Luzern 0:2 (0:1)
Wefox-Arena. – 1586 Zuschauer - SR Schärer.
Tore: 30. Ndiaye (Schulz) 0:1. 88. Tasar (Gentner) 0:2.
Schaffhausen: Ruberto; Krasniqi (83. Fehr), S. Müller, Padula, Lika; Hamdiu (75. Neitzke); Gonzalez (64. Del Toro), Rodriguez (87. Maouche), Bislimi; Prtajin, Ardaiz (75. Kalem).
Luzern: Vasic; Schulz, Burch, Badstuber, Sidler; Ndiaye (63. Emini), Gentner, Wehrmann, Ugrinic; Campo (63. Schürpf); Sorgic (81. Tasar).
Bemerkungen: Luzern ohne Cumic, Ndenge, Müller, Frydek, Farkas und Alabi (alle verletzt).
Verwarnungen: 67. Badstuber, 79. Emini (beide Fouls).

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