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FUSSBALL: Malters sieht wieder Land

Der FC Malters hat sich dank dem 3:1-Sieg über den SC Obergeissenstein zurückgemeldet. Die Stadtluzerner hingegen schlittern in den Abstiegsstrudel der 2. Liga regional.
Ruedi Vollenwyder
Dario Wirz (links) vom FC Malters versucht hier, Michael Meier, den Captain des SC Obergeissenstein, zu düpieren. (Bild: Boris Bürgisser (Malters, 1. April 2017))

Dario Wirz (links) vom FC Malters versucht hier, Michael Meier, den Captain des SC Obergeissenstein, zu düpieren. (Bild: Boris Bürgisser (Malters, 1. April 2017))

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Während der FC Malters das Spielfeld jubelnd verlassen konnte, war bei den Spielern des SC Obergeissenstein pure Enttäuschung auszumachen. 1:3 hat das Team um Trainer Micha Egli dieses sogenannte 6-Punkte-Spiel verloren. Sein überspitzter Kommentar: «Nicht Malters hat, ohne dessen Leistung schmälern zu wollen, den Match gewonnen, sondern wir haben das Spiel wegen unserer schwachen ersten Halbzeit verloren.» In dieser ersten Halbzeit brachte Obergeissenstein wirklich keinen Schuh vor den anderen.

Malters dominierte mit aggressivem und kampfbetontem Spiel nach vorne das Geschehen nach Belieben. Der Lohn: In der 16. Minute reagierte Samuel Furrer auf ein Zuspiel von Silvan Ruffieux am schnellsten und konnte den Ball zum 1:0 einschieben. Sechs Minuten später liess sich die OG-Abwehr nach einem weiten Zuspiel überraschen: Alain Grüter flankte, Silvan Ruffieux nickte den Ball zum 2:0 ein. Und als derselbe Spieler nach 37 Minuten mit einem Weitschuss zum 3:0 traf, schien dieser Abstiegskampf entschieden. Die so viel gescholtene fehlende Effizienz der Malters-Truppe um Trainer Ueli Käppeli wurde für 45 Minuten «ausser Kraft gesetzt».

Penaltyduell Goalie gegen Goalie

«Wir waren im Kopf nicht parat, obwohl wir wussten, dass Malters jeweils ein hartes Pflaster ist», analysierte OG-Captain Michael Meier den Fehlstart. «Doch wenn man die Zweikämpfe nicht annimmt und dem Ball nur hinterherrennen muss, dann kommt man unweigerlich unter Druck», begründet der 31-jährige Innenverteidiger den total verunglückten Auftritt in der ersten Halbzeit.OG-Trainer Egli sah die Felle zwar davonschwimmen, versuchte mit der Floskel «Das Spiel dauert noch 45 Minuten» seine Enttäuschung zu verbergen und sein Team aufzurütteln. Und wirklich: Bis auf zwei, drei Konterangriffe, die Malters aber nicht konsequent zu Ende spielte, sah man nur noch Obergeissenstein po­wern. In der 65. Minute lenkte Malters-Goalie Dominic Stadelmann einen Ball von Patrick Lingg mit einer tollen Parade mit den Fingerspitzen an den Pfosten. Sieben Minuten später sah auch Yannik Zai seinen Ball vom Pfosten zurückprallen. Und dazwischen scheiterten weitere OG-Angriffe am eigenen Unvermögen oder dann am vorzüglich spielenden Malters-Goalie, ehe dieser sich in der 84. Minute dennoch geschlagen geben musste: Vom Elfmeterpunkt aus versuchte OG-Goalie Jérome Hajnal seinen Goaliekollegen zu bezwingen. Den ersten Versuch parierte Stadelmann glänzend, in der Wiederholung (er soll sich zu früh nach vorne bewegt haben) versenkte Hajnal den Ball zum 1:3. Zu mehr reichte es den OGern nicht mehr.

«Unser fulminanter Start mit der frühen Dreitoreführung hat uns in die Karten gespielt», erläuterte der Malters-Goalie. Er freute sich nicht nur über die drei gewonnenen Punkte, sondern auch über die eigene Leistung. «Ja, zwei-, dreimal konnte ich dem Team schon helfen», meinte er bescheiden. «Diese drei Punkte kommen für uns gerade zum richtigen Zeitpunkt und sind sehr gut für unser Selbstvertrauen», gewichtet der 24-jährige Sachbearbeiter diesen Sieg.

Für OG-Captain Michael Meier ist diese Niederlage zwar schmerzlich, aber auch lehrreich: «Wenn wir unser Fehlverhalten aus der verpatzten ersten Halbzeit ins Positive umsetzen können, dann kommt auch der Erfolg wieder zurück», sagt er ­bestimmt. «Unsere Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit hat gezeigt, dass wir es besser machen können. Ob dieser erneuten Niederlage müssen wir den Abstiegsteufel also noch nicht an die Wand malen.»

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