FUSSBALL: Marcel Koller wird nicht Schweizer Nati-Trainer

Der Nachfolger von Ottmar Hitzfeld als Coach des Schweizer Nationalteams heisst nicht Marcel Koller. Der 53-Jährige erteilt dem Fussball Verband eine Absage und verlängert in Österreich.

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Marcel Koller wird nicht Schweizer Nati-Trainer. (Bild: Keystone)

Marcel Koller wird nicht Schweizer Nati-Trainer. (Bild: Keystone)

Für den Schweizerischen Fussballverband kommt die Nachricht überraschend. Ein unterschriftsreifer Vertrag lag für Marcel Koller bereit, der hätte Nachfolger des nach der WM-Endrunde 2014 zurücktretenden Ottmar Hitzfeld werden sollen. Doch Koller hat sich nun für Österreich entschieden und unterschrieb bis Ende Jahr 2015 mit Verlängerungsoption.

Marcel Koller hat in der abgelaufenen WM-Kampagne mit Österreichs Team, das er seit 2011 betreut, in der Gruppe mit Deutschland und Schweden die Endrunde knapp verpasst.

Gemäss Peter Stadelmann, dem Delegierten der Nationalteams des SFV, hat Marcel Koller im persönlichen Telefongespräch mit ihm als Begründung angeführt, dass er sein Projekt beim ÖFB fortsetzen wolle. "Für den SFV heisst das nun, dass wir die Suche nach einem Nachfolger fortsetzen und mit weiteren geeigneten Kandidaten Gespräche führen werden“, sagt Stadelmann und erläutert: "Wir lassen uns Zeit, denn der Faktor Zeit drängte nur im Fall von Marcel Koller. Diese Option haben wir in der gebotenen Eile geprüft. Nun haben wir Klarheit", sagt Stadelmann.

Marcel Koller äussert sich zu seinem Entscheid wie folgt: "Dies war, auf den Fussball bezogen, die schwierigste Entscheidung, welche ich in meiner Karriere treffen musste. Aber ich habe vor zwei Jahren das Projekt beim ÖFB begonnen und ich will es weiterführen." Der 55-fache Schweizer Nationalspieler erhält einen Vertrag bis Dezember 2015 mit einer automatischen Verlängerung bis nach der EM Endrunde 2016 in Frankreich im Falle einer erfolgreichen Qualifikation des Nationalteams.

Der SFV will trotz der Suche nach einem Nationalcoach den Fokus voll auf die WM-Vorbereitung legen. Das Schweizer Nationalteam absolviert in diesem Zusammenhang am 15. November ein Länderspiel in Seoul gegen Südkorea. Am 6. Dezember erfolgt in Brasilien die WM-Gruppenauslosung. Die Schweiz, derzeit auf Rang 7 der Weltrangliste, ist bei dieser in Topf 1 gesetzt.

si