Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FUSSBALL: Mauro Bender vom SC Cham lobt seine Grossmutter

Mauro Bender (20), Aussenverteidiger des SC Cham, ist ein Fan der Küche seiner «Nonna» und von Inter Mailand. Aber sein Idol spielt woanders. Morgen geht es für ihn und das Team in der Promotion League weiter.
Martin Mühlebach
Mauro Bender hat trotz eines Rückschlags im vergangenen Frühling das Lachen nicht verlernt. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 1. November 2017))

Mauro Bender hat trotz eines Rückschlags im vergangenen Frühling das Lachen nicht verlernt. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 1. November 2017))

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

Mauro Bender hat seine fussballerische Grundausbildung beim FC Hergiswil genossen, ehe er zur U12 des FC Luzern wechselte. Dem Luzerner Stadtklub blieb er bis zur U21 treu. Mit der U15 des FCL holte der talentierte Aussenverteidiger am Nike-Cup den 2. Rang. Als Spieler der U18 durfte er mit der U21 am internationalen Youth-Cup teilnehmen – und mit einem 1:0-Finalsieg über den FC Zürich triumphieren. Ein Jahr später wurde Mauro Bender am Youth-Cup nach der Partie gegen Anderlecht als bester Spieler geehrt.

All diese Erfolge erzielte er unter Trainer Gerardo Seoane. «Dieser Mann», sagt Bender, «besitzt ein riesiges Fussballwissen. Er ist ein ausgezeichneter Motivator, der es sehr gut versteht, aus jedem Spieler das Maximum herauszuholen. Ich bin überzeugt, dass Gerardo Seoane auch als Cheftrainer eines Super-League-Klubs oder eines ambitionierten ausländischen Vereins für positive Schlagzeilen sorgen würde.»

Mauro Bender sagt: «Während meiner Zeit beim FC Luzern hoffte ich dank guter Leistungen, in das erweiterte Kader der ersten Mannschaft aufgenommen zu werden. Dieser Traum platzte vielleicht auch deshalb, weil ich mir im vergangenen Februar eine schwere Innenbandverletzung zuzog.» Um sich nach der Genesung «fussballerisch weiterzuentwickeln», hat der 20-Jährige beschlossen, im Sommer zum SC Cham zu wechseln, statt nochmals eine Saison lang mit der U21 des FCL in der 1. Liga zu spielen.

In gewissen Situationen ein Schlitzohr

Mit Bender vollzog auch Raphael Paglia den Übertritt von der U21 des FCL zum SC Cham. Mit Nicholas Walker, Lucas Thöni, Fabio Niederhauser und Jessy Nimi trafen sie an ihrer neuen Wirkungsstätte auf ehemalige Teamkollegen. «Sie und das familiäre Ambiente des SC Cham machten uns den Einstieg leicht. Wir fühlten uns vom ersten Moment an willkommen und pudelwohl», betont Bender. In der Person von Jörg Portmann habe der SC Cham einen «charakterlich einwandfreien» Trainer, der sehr gute, abwechslungsreiche Trainings biete und das Team hervorragend auf den jeweiligen Gegner einstelle. Portmann nehme sich auch viel Zeit, um mit jedem einzelnen Spieler zu sprechen.

Bender bezeichnet sich selbst als «ruhigen, ehrgeizigen und fussballverrückten Typen», der geduldig auf seine Chance warte. Er halte sich an die taktischen Anweisungen seines Trainers, aber in gewissen Spielsituationen sei er ein «Schlitzohr», das plötzlich nach seinem Gutdünken handle und etwas Unerwartetes mache. Das Fussballvirus habe ihn schon als kleines Kind erfasst, als ihm sein Grossvater – «Nonno», wie er sagt – ein Dress von Christian Vieri geschenkt habe, erzählt Bender. Und wie sein Nonno sei auch er ein grosser Fan von Inter Mailand. Sein derzeitiges fussballerisches Vorbild ist aber Dani Alves von Paris Saint-Germain. «Seine feine Technik, die lockere Art und die unübersehbare Freude von Alves am Offensivspiel faszinieren mich.»

Auf Stellensuche nach der Lehre

Als das Gespräch vom Fussball abweicht, erzählt Mauro Bender: «Mein Bruder Dario (18) und ich verstehen uns ausgezeichnet. Wir unternehmen vieles gemeinsam, obschon wir völlig unterschiedliche Hobbys haben.» Überraschend verrät Mauro: «Seit der zweiten Primarschulklasse spiele ich Gitarre, obschon ich lieber Schlagzeug gespielt hätte, darauf aber wegen des Lärms und des Platzmangels verzichtete.» Geradezu ins Schwärmen gerät er, als er sagt: «Ich mag gutes Essen. Am liebsten habe ich Pizza und Pasta, die meine Nonna auf den Tisch zaubert. Alle von ihr zubereiteten Gerichte schmecken fabelhaft.»

Voller Dankbarkeit denkt Mauro Bender an die vor kurzem abgeschlossene Sport-KV-Lehre bei seiner Wohngemeinde Hergiswil zurück. «Dank der Flexibilität meines Lehrmeisters gelang es mir, die Ausbildung und den Fussball unter einen Hut zu bringen.» Jetzt gehe es darum, möglichst schnell eine Stelle zu finden, in der er seine kaufmännischen Fähigkeiten unter Beweis stellen könne.

«Wollen Serie fortsetzen»

Morgen tritt der SC Cham zum Auswärtsspiel gegen Basels U21-Mannschaft an (15 Uhr, Sportanlagen St. Jakob). Dazu sagt Bender: «Wir wollen unsere Serie von fünf Spielen ohne Niederlage fortsetzen. In unserem jungen, entwicklungsfähigen Team steckt viel Potenzial. Unser Ziel ist es, die Saison auf einem vorderen Tabellenrang abzuschliessen.» Gegen Basels U21-Team erwarte er ein ähnliches Spiel wie am vergangenen Samstag gegen die U21 des FC Zürich, das seine Mannschaft mit 2:0 gewonnen hat. Allerdings: Chams Toptorschütze Roman Herger ist gelbgesperrt.

Zug: Wo liegt die Wahrheit?

1. LigaZug 94 reist am Sonntag zum Tabellendritten Münsingen (14.30, Sandreutenen). Die Zuger zeigen sich von ihrer unberechenbaren Seite: Auf fünf Spiele ohne Sieg zum Saisonstart folgten fünf Erfolge, bevor sie zuletzt zwei Niederlagen bezogen. Die Frage lautet also: Welches Gesicht zeigt Zug 94 am Sonntag?

Die Berner kennt man vor allem über ihren Trainer: Kurt Feuz hat das Traineramt in diesem Verein im Jahr 1984 übernommen – und ist ihm bis auf ein Jahr beim FC Biel treu geblieben. Unter dem früheren NLA-Spieler von St. Gallen und YB stand Münsingen gleich siebenmal in den Aufstiegsspielen zur NLB, ohne allerdings auch nur einmal zu reüssieren. In der Meisterschaft gingen vier der letzten fünf Partien 1:1 aus. Kürzlich verloren die Münsinger gegen den Super-League-Leader YB im Cup-Achtelfinal «nur» mit 0:3. Bis zur 72. Minute stand es 0:0.(bier)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.